Newtopia – habt ihr schon reingeschaut? Seit ein paar Wochen leben 15 Menschen in „Newtopia“, ihrem ganz eigenen Reich. Als sie einzogen, gab es keine Regeln, kein fließend Wasser, keinen Strom. Nur ein Stück Land, ein paar Hühner, Kühe, eine Scheune – und besagte 15 Kandidaten, die angetreten sind, um vor den Augen der Fernsehnation etwas Neues zu erschaffen. Eine bessere Welt, getreu Pippi Langstrumpfs Motto: „Ich mach mir die Welt, wide wide wie sie mir gefällt.“
Es ist schon irgendwie reizvoll zu beobachten, was passiert, wenn 15 ganz unterschiedliche Menschen zusammengesteckt werden. Menschen mit teilweise grundverschiedenen Vorstellungen, Werten und Visionen. Nur eines haben alle gemein: Sie wollen es besser machen. Sie wollen sich und der Welt beweisen, dass es andere Formen des Zusammenlebens gibt: friedlichere, gerechtere, schönere, bessere.
Das Problem ist nur: In ihre neu zu kreierende Welt bringen sie „Altlasten“ mit – sich selbst. Sie wollen etwas Neues erschaffen, verwenden dafür aber gebrauchtes Material, namentlich die Denksysteme der Welt, von der sie meinten, sich verabschiedet zu haben. Die große Frage ist somit nicht so sehr, wie das Brandneue, noch nie Dagewesene aussieht, sondern welcher Gestalt das Recyclingprodukt ist, das sie in Newtopia erschaffen. Welche der alten Ansätze werden sich in der neuen Welt durchsetzen können? Und liegt das wirklich an der Qualität des Ansatzes oder aber am Charisma des Promoters?
Klar ist: Solch ein Projekt ist eine Grenzerfahrung! Manch ein Kandidat wird über sich hinauswachsen. Er wird feststellen, dass vermeintliche Grenzen lediglich den Übergang zu Neuland markieren, das es zu erobern gilt. Bei anderen hingegen, vermutlich der Mehrzahl der Kandidaten, werden in dieser Ausnahmesituation Dinge aufploppen, mit denen sie nicht gerechnet haben: wunde Punkte, ungeliebte Charaktereigenschaften etc. Das ist natürlich erst mal hart. Aber es kann auch eine Chance sein. Die Chance, sich dem zu stellen, was in einem ist, Wunden gründlich zu reinigen und abheilen zu lassen, an der Krise zu wachsen, abgespaltene Anteile zu integrieren. Solch ein Prozess ist schmerzhaft, aber hilfreich. Ihn zu durchleben ist ein Geschenk an uns selbst. Denn ganz egal, wohin wir gehen, ob in den Alltag oder in unser ganz persönliches Newtopia: Wir nehmen uns selbst immer mit!

Überleg mal:
Wo hast du durch Krisenzeiten neue Seiten an dir entdeckt?
Welche waren das und welche Rolle spielen sie heute in deinem Leben?

Schon gewusst?
VORWÄRTSLEBEN bietet neben Seelsorge, Coaching und Psychotherapie in der Praxis in Reinfeld auch ein Fragen-Coaching per E-Mail an. Vier Wochen lang gibt es jede Wocheeine Frage zu einem Thema deiner Wahl, die dich weiter bringt in deinem Prozess. Ergänzend besteht die Möglichkeit, sich zusätzlich zu den Fragen noch weiter über das Thema auszutauschen – selbstverständlich auch per E-Mail und somit von quasi jeder Ecke der Welt möglich!

Nähere Infos findest du hier: http://vorwaertsleben.de/coaching/fragen-coaching/

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Im Mai lädt VORWÄRTSLEBEN zum ganz persönlichen „Frühjahrsputz“ ein – getreu dem Motto „Alles neu macht der Mai!“

Dabei geht es aber, wie du dir sicher denken kannst, um mehr als eine Großputzaktion in deiner Wohnung! Wie gewohnt gibt es an allen vier Montagen einen Input, an den übrigen Tagen ergänzend eine konkrete Idee, wie man den Impuls umsetzen kann. Bist du dabei? Klasse! Du hast Leute im Hinterkopf, die auch Interesse haben könnten, ihr Leben ein wenig zu entrümpeln? Dann lade sie gerne ein! Ich freu mich auf die Zeit mit euch!

„The biggest loser“, auf Deutsch: der größte Verlierer – was für ein Wortspiel! Gemeint ist die angestrebte 180°-Transformation vom stark übergewichtigen Außenseiter zum idealgewichtigen attraktiven Idol aller Abnehmwilligen.
Beim Bügeln schaue ich den Kandidaten gerne ein wenig zu. Es motiviert mich, Menschen zu sehen, die deutlich mehr auf den Hüften haben als ich, die es aber dennoch schaffen, durch konsequente Ernährung und viel Bewegung abzunehmen. Das beeindruckt mich und ich denke mir: Was die schaffen, das schaffe ich auch!
Nur leider kann man schlecht Äpfel mit Birnen vergleichen: Die Kandidaten von „The biggest loser“ leben ein Inseldasein: Sie haben Personal Trainer an ihrer Seite, die sie herausfordern und anfeuern. Ihr ganzer Alltag ist auf Sport und gesunde Ernährung ausgelegt. Versuchungen in Form von Chips, Schokolade und übervollen Tellern sind fern – oder zumindest deutlich ferner, als sie es daheim wären. Sie sind umgeben von Gleichgesinnten – und einem Fernsehteam, das sie auf Schritt und Tritt filmt. Diese idealen Rahmenbedingungen hat im echten Leben wohl niemand. Denn mal unter uns: Am fehlenden Wissen um die Bedeutung gesunder Ernährung und ausreichend Bewegung mangelt es wohl den wenigsten Abnehmwilligen.
So sehr ich auch motiviert bin, mir am nächsten Tag die Laufschuhe zu schnappen und eine Runde joggen zu gehen, so merke ich auch: Das, was da gezeigt wird, ist nur die halbe Wahrheit. Sport und Ernährung regeln nicht alles; vieles hat mit inneren Prozessen zu tun. Viele der Snacks, die den Weg in unseren Mund finden, sollen nicht den Magen füllen, sondern die Seele. Sie sind Belohnung für kleine und größere Alltagserfolge und Schokolade der Weg zum ersehnten Glücksgefühl. Dieser Gedanke wurde noch verstärkt, als eine Bekannte mir das Bild einer TBL-Finalistin aus den USA schickte. Meine Bekannte schwärmte davon, wie toll die Frau jetzt aussah. Ich aber sah eine Frau, die tendenziell untergewichtig war, definitiv zu viel in zu kurzer Zeit abgenommen hatte … und, so meine Befürchtung, von einem ins andere Extrem gegangen war: vom Essen gegen Kummer zum Hungern für Beachtung.

Fühl mal:
Kennst du das auch: Essen als Mittel gegen Traurigkeit?

Wie wäre es mit einer Woche Auszeit vom Alltag? Eine Woche auf einer wunderschönen schwedischen Insel?

_0000209VORWÄRTSLEBEN bietet vom 28.09.-05.10.2015 ein Seminar zur Burnout-Prävention an. In Schweden, quasi bei Pippi Langstrumpf um die Ecke. Morgens Input für den Kopf gepaart mit Bewegung, Entspannung, kreativen Elementen, Austausch, Reflektionszeiten u. v. m.

_0000726Wenn du mehr erfahren möchtest: Auf http://vorwaertsleben.de/reise/ findest du alle Infos und weitere Appetitanreger-Bilder.

Und klar: Falls du jemanden kennst, für den das interessant sein könnte, dann leite ihm oder ihr gerne den Link weiter! Diese Woche wird bewegend – im positiven Sinne!

Ich bin schon seit dem Start von Radio sonnengrau im Frühling 2014 ein Fan dieser Arbeit. Das dürfte euch nicht entgangen sein, so oft, wie ich darüber geschrieben habe … 🙂

Seit diesem Monat bin ich nun auch offiziell Teil des Redaktionsteams und freue mich, in diesem Rahmen meine beiden großen Leidenschaften Schreiben und Psyche unter einen Hut bringen zu können!

Radio sonnengrau macht eine tolle Arbeit. Nicht umsonst ist die Deutsche Depressionsliga ihr neuster Kooperationspartner. Und nicht umsonst hat die Sendung ein Beratungsstipendium von startsocial erhalten und ist Träger des DGPPN-Antistigma-Preises 2014.

Wer Radio sonnengrau wider Erwarten noch nicht kennt: Hier geht es zum brandneuen Imagefilm:
https://www.youtube.com/channel/UCWmS1UZ1-g0ba3bRc9IUEFw

Als Kind habe ich gerne Dr. Brinkmann & Co. beim Dienst in der Schwarzwaldklinik zugeschaut. Es war klar: Egal wie verzwickt der Fall auch sein mochte, am Ende wendete sich alles stets zum Guten. Die Patienten wurden als geheilt entlassen. Und sollte das ausnahmsweise einmal nicht der Fall sein, dann ging es ihnen zumindest psychisch gut: Sie wurden von den Ärzten und Pflegern wahrgenommen, getröstet, aufgerichtet und konnten so mit neuer Perspektive und ganz viel Mut die Klinik verlassen.
Als eine Bekannte mir kürzlich gestand, dass sie gerne den Bergdoktor sieht, musste ich innerlich (und womöglich sogar äußerlich) grinsen. „Du schaust solche Heile-Welt-Filme?“ Ich war erst einmal überrascht – das hatte ich von dieser gestandenen Powerfrau gar nicht erwartet. Auf der anderen Seite tun solche Formate einfach gut. Man identifiziert sich mit den Patienten und erlebt Sicherheit, Geborgenheit. Das tut unserer Seele gut. Punkt.
Die Realität sieht leider oft anders aus. Ich selbst habe sie wiederholt live erlebt: engagierte Pflegekräfte ebenso wie ermüdete, die nicht mehr und im Idealfall auch nicht weniger als Dienst nach Vorschrift machen; Ärzte, die genau hingucken, nachfragen, da sind, aber auch diejenigen, die einen wie eine Nummer behandeln. Letztere bleiben einem leider meist weitaus länger in Erinnerung.
Ich bin mir voll und ganz der Tatsache bewusst, dass wir in keiner perfekten heilen Welt leben. Eine Realität, die ich am liebsten ausblenden würde, aber nicht kann. Denn ich begegne ihr tagtäglich aufs Neue – und bin selbst Teil davon. Trotzdem – oder vielleicht auch gerade deshalb – will ich mein Bestes tun, ein bisschen „Schwarzwaldklinik“ in diese Welt zu tragen. Mein ganz persönlicher Traum? In ein paar Jahren in Arztpraxen und Kliniken Workshops zum Thema „Umgang mit Patienten“ anzubieten. Jeder einzelne Mitarbeiter, ganz gleich ob Reinigungskraft oder Chefarzt, kann einen Beitrag dazu leisten, dass es den Patienten besser geht. Ich möchte sie auf ihre Möglichkeiten hinweisen, aber auch davon erzählen, welche Folgen es haben kann, den Blick für den Einzelnen zu verlieren. Ich habe mittlerweile zu viele Geschichten von Menschen gehört, die Arztpraxen und Kliniken traumatisiert verlassen haben. Das muss ein Ende haben – oder zumindest weniger werden. Das ist mein ganz persönlicher, ganz riesengroßer Wunsch!

Erinnere dich:
Wo hast du es erlebt, dass jemand dich und deine Situation wahrgenommen hat?
Was hat das mit dir gemacht?