Als WORTBEWEGER, mein zweites Standbein, schreibe ich gerade über Versprechen … und Versprecher. Passend dazu habe ich den Beweis gefunden, dass man es schaffen kann, seine Zunge so unter Kontrolle zu bekommen, dass Versprechen wirklich Versprechen und keine Versprecher sind.

https://www.heilpaedagogik-info.de/zungenbrecher/721-schnellster-zungenbrecher-sprecher-deutschlands.html

Der Dezember ist für mich die Zeit des Jahres, in der ich mir Zeit nehme, um zurück zu blicken auf das, was war:
Welchen Herausforderungen stand ich in den vergangenen Monaten gegenüber?
Welche habe ich gemeistert – und wie?
Vor welchen habe ich kapituliert?
Wo sind Pläne aufgegangen, wo wurden Kurskorrekturen nötig?
Bin ich alles in allem zufrieden oder gibt es Dinge, die noch an mir nagen?

see2Außerdem wage ich einen ersten vorsichtigen Blick nach vorn auf das, was kommt:
Welche Pläne, Ziele, Träume habe ich für das kommende Jahr?
Worauf freue ich mich, was macht mir vielleicht auch ein wenig Angst?

Mir diese Zeit im doch oft recht vollen Advent zu nehmen, ist eine bewusste Entscheidung. Eine, die es mir wert ist, sie fest in meinen Kalender einzutragen. Denn für mich ist es eine Zeit, in der ich dankbar werde für all das Gute in meinem Leben; stolz auf das, was ich zustande gebracht habe; demütig angesichts der Tatsache, dass so manches außerhalb meines Einflußbereiches liegt.

Herzliche Einladung von mir an dich, das zurückliegende Jahr ebenfalls Revue passieren zu lassen und dich schon mal auf das kommende einzustimmen. Wenn du das gerne mit jemandem an deiner Seite tun möchtest, dann melde dich: kontakt@vorwaertsleben.de

Weihnachtszeit ist Familienzeit – und eine potentiell herausfordernde Zeit für Singles. Aus diesem Grund habe ich Tina Tschage, Autorin des Buches „Einzelstück – Solo leben. Und zwar glücklich“ ein paar Fragen zum Thema gestellt.

VORWÄRTSLEBEN: Tina, was sind Zeiten oder Situationen, in denen Singles sich besonders häufig allein fühlen?
QcC_1sqUErZS11O1Iqu5SWO-PRH7viHIuw3vKy16kKQTina Tschage: Die kommen in der Regel immer dann, wenn andere mit ihren Liebsten sind: abends, am Wochenende, an den großen Feiertagen. Dann, wenn andere ihr Sozialleben ganz automatisch haben, weil der Partner und die Familie ja immer da sind und für die Freizeitgestaltung zur Verfügung stehen. Singles haben da einen viel höheren Aufwand: Sie kommen nach Hause und sind allein. Sie müssen ihre Freizeit und das Zusammensein mit anderen also regelrecht organisieren, wenn sie nicht allein bleiben möchten. Und an Feiertagen wie Weihnachten ist es eben besonders schwierig, weil das für viele fast schon heilige Familienmomente sind, wo kein anderer stören darf.

VL: Was sind deine ganz persönlichen Strategien gegen den Einsamkeits-Blues zu Weihnachten, aber auch ganz allgemein?
bD6x2OwY4okpQMq436EcBIgfPOtKSR7CbJHCRhMOsXYTT: Meine persönliche Strategie zu Weihnachten ist: Ich lade andere an meinen Tisch ein. Ich lebe schon in einer Gemeinschaft, das macht es einfacher. Aber ab dem 25.12. sind hier in diesem Jahr auch alle unterwegs. Das war für mich das Signal: Dann lade ich meine Eltern zu mir ein. Und sie kommen! Das ist tatsächlich auch sonst meine Strategie: Ich gehe viel auf andere zu, meine Persönlichkeit macht mir das leicht. Aber auch, wenn du eher introvertiert bist, geht das. Du kannst vieles im Leben lernen! Und in diesem Fall lohnt es sich. Bevor du immer wartest und erwartest, dass Leute auf dich zukommen, kannst du dich ja selbst auf den Weg machen. Und dieser Weg führt immer zum Ziel – nämlich zu anderen! Von Absagen und Rückschlägen solltest du dich da einfach nicht irritieren lassen. Manchmal reagieren Leute seltsam, wenn ich sie frage: „Darf ich an diesem Tag mit euch sein?“ – aber nach der ersten Überraschung freuen sich die meisten sehr. Wir kennen das halt nicht mehr, leider. Weil wir in unseren Kleinfamilienhaushalten eine regelrecht artfremde Haltung pflegen. Dafür sind wir aber nicht geschaffen.

VL: Wenn du allen Nicht-Singles einen Impuls in Bezug auf den Umgang mit Singles mit auf den Weg geben könntest, welcher wäre das?
hbWyWnrpc2IWFj53dGWU3O2lxSUyjY1okF4pc36JtFcTT: Geht aufeinander zu. Stellt ehrliche Fragen und verkraftet die ehrlichen Antworten. Zeigt Empathie und nehmt einander wahr, ohne einander komplett verstehen zu müssen. Lasst euch stehen mit dem, was ihr denkt und fühlt. Ihr Paare und Familien: Eure Wohnungen und Häuser und auch eure Tische sind in der Regel größer als die eines Singles. Also ladet uns fröhlich zu euch ein – denn andersherum ist das in der Regel schwieriger.

Herzlichen Dank, liebe Tina, für deine Impulse rund ums Thema Gemeinschaft!

 

Einzelstück – Solo leben. Und zwar glücklich
Tina Tschage
ISBN 978-3-7751-5678-3

Mehr Infos findet ihr hier: www.solo-leben.de

 

 

 

An dieser Stelle möchte ich auf das Buch „Einzelstück – Solo leben. Und zwar glücklich“ meiner lieben Ex-Studienkommilitonin sowie Ex-WG-Zimmernachbarin Tina Tschage hinweisen. Sie ist eine tolle Frau, die trotz Single-Status nicht einsam ist.
Hier ein Radio-Interview mit ihr:
http://www.radio-m.de/#view=2799

Heute ist der 2. Advent – Nikolaustag. Für unsere Tochter steht schon ein gefüllter Stiefel im Flur.
Was mich an Tagen wie diesen besonders freut, ist, dass sie schon früh verstanden hat, dass Geben und Nehmen sich abwechseln. So finden auch wir als Eltern jedes Jahr eine Kleinigkeit in unseren Schuhen. Und das schon lange bevor sie ihr erstes Taschengeld bekommen hat. Sie nimmt einfach das, was ihr zur Verfügung steht: eine Süßigkeit aus ihrer Süßigkeiten-Box, ein selbstgemaltes Bild, eine kleine Bastelei, oft garniert mit einer festen Umarmung, einem Küsschen und/oder einem „Ich hab dich lieb!“ Sie erinnert mich daran, dass etwas zu schenken nicht zwingend etwas kosten muss. Zumindest kein Geld. Entscheidend ist der Gedanke und das Herz!
In diesem Sinne wünsche ich euch einen Nikolaustag, an dem ihr beschenkt werdet und vielleicht ja auch selbst zu Schenkenden werdet.

Advent – Zeit der Kerzen, Kekse und Traditionen. Advent ist eine offiziell besinnliche, faktisch aber oft besonders geschäftige Zeit. Eine Zeit, um sich mit seinen Liebsten zu umgeben – theoretisch. In der Realität sieht es dann leider für manch einen etwas anders aus. Da ist die Adventszeit eine sehr einsame Zeit: die Familie wohnt weit weg oder man hat keinen Kontakt zu ihr; Freunde sind mit ihren eigenen Familien beschäftigt etc.
Mein Wunsch für diese Adventszeit: Dass jeder versucht, nach seinen Möglichkeiten ein wenig über den eigenen Tellerrand zu schauen und die Menschen in den Blick zu nehmen, für die die Adventszeit nicht die schönste Zeit des Jahres ist. Das können (müssen aber nicht!) ältere Menschen sein, Singles, aber auch Menschen, von denen man es erst mal gar nicht erwartet. In diesem Sinne: Augen, Ohren und Herzen auf!

Hier noch eine nette (Kinder-)Geschichte, die gerade beim Web-Surfen meinen Weg gekreuzt hat:
http://www.elkeskindergeschichten.de/2015/11/27/aufregende-adventswochen-fuer-oma-meier/