Unten in der Praxis sind die Heizungstechniker im Gange. Damit dürfte der größte Lärm und der gröbste Schmutz bald hinter mir liegen. Danach muss „nur noch“ ein Kellerschacht verschlossen, die neuen Fensterbänke montiert und der Boden verlegt werden. Ach ja, und natürlich noch geputzt, ein neuer Schrank aufgebaut und der Rest des Mobiliars wieder rein gestellt werden.

Ja, ich freu mich drauf, wenn alles fertig ist: Wenn das Wohnzimmer wieder nur Wohnzimmer und nicht gleichzeitig Abstellort für die Praxis-Möbel ist. Wenn ich der Staubschicht den Kampf nicht nur ansage, sondern ihn sogar besiege – für mehr als ein paar Minuten oder Stunden bis zum nächsten Renovierungsschritt, der ihn wiederbelebt. Ich freu mich (bzw. hoffe) auf einen Geburtstag ohne Baustelle nächste Woche.

13528925_505446609580066_8105061141671825487_nDenn ich merke, wie mich diese Baustelle stresst. Das hätte ich gar nicht vermutet, wo ich mich doch so auf das Projekt „Praxis-Optimierung“ gefreut habe. Vielleicht liegt es daran, dass ich dieses Mal nicht so viel selbst machen kann. Und dass sich einige Dinge als zeitintensiver herausgestellt haben als gedacht. So ertappe ich mich dabei, wie sich das große „P“ auf meiner Stirn breit macht: Panik. Werde ich ab Montag wieder ganz normal Klienten da haben können? Diese Woche war es einfach zu staubig, zu stickig, zu stinkig und so musste ich auf Geh-Spräche um den Herrenteich bzw. Coachings in der Bäckerei als Alternativ-Optionen ausweichen.

Die Sache stresst mich und das ist nicht gut. Akzeptieren lautet mein neues Zauberwort. Akzeptieren, was ist. Im Hier und Jetzt sein – nicht nur körperlich, sondern auch mit meinen Gedanken. Früher dachte ich, dass akzeptieren mit kapitulieren gleichzusetzen ist. Mittlerweile bedeutet akzeptieren für mich Frieden schließen mit dem, was ist. Verantwortung für mich selbst und meine Gefühle übernehmen. Und natürlich schließt es nicht aus, mich hinzusetzen und einen guten Schlachtplan für die nächsten Tage auszuarbeiten. Eigenverantwortung übernehmen statt mich ohnmächtig den negativen Gefühlen hinzugeben. Für die Zukunft planen, aber nicht in ihr leben. Und wirklich wahr: Mir geht es gleich bedeutend besser. Mitten im Lärm und Staub.

CM_Practitioner_NicoleSturmNach 5 Monaten und 200 Stunden ist es soweit: Endlich halte ich mein Zertifikat als Creative Mindfulness Practitioner in Händen – und freu mich riesig! Ich bin unglaublich dankbar, dass ich diese Reise antreten durfte. Und freu mich, dass es nächste Woche gleich mit einer zweiten Reise weitergeht: der zum Creative Mindfulness Coach. Diesen Meilenstein feiere ich jetzt … mit einer großen Kanne Tee und einer Planänderung: Statt des Schreibauftrags, an dem ich heute arbeiten wollte, gönne ich mir einen Lesevormittag mit einem super inspirierenden Fachbuch. 🙂

Die erste Hälfte des Jahres liegt hinter uns. Für einige waren es sechs Monate, in denen alles wie am Schnürchen lief. Manch einer hingegen wünscht sich, er könnte die Zeit zurück drehen und noch mal von vorne anfangen. Hier kommt die bittere Wahrheit: Niemand von uns besitzt diese Fähigkeit. Es gibt aber auch eine gute Nachricht und die lautet, dass wir uns nicht von der Vergangenheit die Zukunft diktieren lassen müssen.

P1140957Aus diesem Grund lade ich dich zur SOMMERPAUSE ein: Vier Wochen, in denen du dir eine kleine Auszeit gönnen kannst. Vier Wochen, um an deinen Themen zu arbeiten. In dieser Zeit erhältst du jede Woche zwei E-Mail von mir mit Input, Fragen zum Weiterdenken, kleinen Experimenten etc. Und als Sahnehäubchen gibt es die Möglichkeit, ein 30-minütiges Telefon- oder Skype-Coaching (Wert: 30,00 Euro) GRATIS dazu zu bekommen. Weitere Infos hierzu bekommst du in der ersten E-Mail von mir.

Da die SOMMERPAUSE online stattfindet, kannst du sie von jedem Ort der Welt aus einlegen – vorausgesetzt du hast Zugang zum Internet. Die Lust, dein Leben wieder (bzw. weiterhin) vorwärts zu leben und dir dafür Zeitfenster in deinem Kalender frei zu schaufeln, setze ich mal ganz frech voraus. 😉

SOMMERPAUSE ist ein Online-Kurs. Trotzdem ist es mir wichtig, dich in dieser Zeit gut zu begleiten. Aus diesem Grund ist die Teilnehmerzahl begrenzt.

Die Einladung zur SOMMERPAUSE steht: Vier Wochen ausbrechen aus festgefahrenen Denk- und Handlungsmustern, rein in eine zweite Jahreshälfte, in der VORWÄRTSLEBEN großgeschrieben wird. Vier Wochen mit einer Extraportion Zeit für dich!

Wann?
08. August bis 04. September 2016

Investition: 80,00 Euro
Frühbucherrabatt (bis 03. Juli 2016) 60,00 Euro statt regulär 80,00 Euro

 

Anmeldung möglich
* per E-Mail an kontakt@vorwaertsleben.de
* telefonisch unter 04533-2097987
* über das Kontaktformular www.vorwaertsleben.de/service/kontakt/

Die letzten zwei Tage war ich auf Weiterbildung. Für heute steht dick und fett „Scharniertag“ in meinem Kalender. Diesen Begriff habe ich von einem ehemaligen Kollegen übernommen. Für ihn war der Scharniertag der erste Tag nach dem Urlaub: offiziell ein ganz normaler Arbeitstag, in der Realität aber doch meist eher ein Ankommen, Aufgaben sichten etc.

Für mich ist heute ein Scharniertag. Nicht weil ein erholsamer Urlaub hinter mir liegt, sondern zwei intensive Weiterbildungstage nach einer vollen Arbeitswoche. Auch diese Woche bringt wieder viele zu erledigende Aufgaben, Termine etc. Deshalb gönne ich mir einen Scharnier(vormit)tag – einen Übergangstag, an dem ich die Impulse der letzten Tage noch mal sacken lasse, alles etwas langsamer angehe und mich so startklar mache für das, was die nächsten Tage ansteht.

6-7Funktioniert das mit den Scharniertagen? Ehrliche Antwort? Auf dem Papier ja, in der Realität mal besser und mal schlechter. Denn nur, weil ich Klienten regelmäßig rate, sich Pausen zu gönnen, bedeutet das nicht, dass ich das auch immer hinkriege. Aber ich weiß aus Erfahrung, wie gut es tut. Und dass es sich lohnt, für Erholungszeiten, ganz gleich ob 5 Minuten, 2 Stunden, einen ganzen Tag oder noch länger, zu kämpfen. Sich nicht von den Bergen an Bügelwäsche davon abhalten zu lassen – denn ich verspreche dir: Sie  werden morgen auch noch da sein! Meine Herausforderung ist heute nicht die Bügelwäsche (mein Mann hat das gestern zum Glück erledigt, juhu!), sondern mein inneres Gaspedal, das sich noch im Autobahn- statt im Parkmodus befindet. Aus diesem Grund helfe ich ihm jetzt ein wenig nach, hole mir etwas Leckeres zu trinken aus der Küche und setze mich dann auf die Terrasse: die Sonnenstrahlen und das Leben im Hier und Jetzt genießen. Ich bin dann mal weg!

Letzten Monat schoss er mir durch den Kopf, der Satz „doubt the doubt“. „Doubt the doubt“ bedeutet so viel wie am Zweifel zweifeln. Boom, das hatte gesessen! Den Zweifel in Frage stellen, ihn kritisch hinterfragen, ihn auf seinen Wahrheitsgehalt bzw. die Wahrscheinlichkeit prüfen, das war ein Gedanke, der mir in der Form noch nicht gekommen ist. Und er war so passend, denn gerade war ich dabei, Neuland zu entdecken. Wie bei der Planung einer Expedition in unbekannte Welten üblich, wurden kritische Stimmen laut – in meinem Fall die „Quatschis“ in meinem Kopf. „Das wird nichts, lass es lieber bleiben! Das Risiko ist zu groß! Du wirst dich blamieren!“ Sie quatschten mir das Ohr ab, vor allem aber den Mut.

alltagsMUT2Doubt the doubt, am Zweifel zweifeln – genau das habe ich getan. Erst in Gedanken, später mit Stift und Papier bewaffnet. Ich habe etliche Seiten vollgeschrieben und am Ende hat der Zweifel am Zweifel gewonnen. Auf den ersten Schritt in neues Land folgte ein zweiter, dann ein dritter und viele weitere mehr. Haben die Quatschis seit meinem Schreibmarathon brav den Mund gehalten? Nein. Haben sie meinen Zweifel am Zweifel immer wieder hinterfragt und mich durch ihren Zweifel zweifeln lassen von meinem Zweifel? Ja. Denn hey, es ist Neuland, es gibt gewisse Risiken, es ist nicht immer easy. Von daher stecke ich mir keine Oropax rein und schalte auf Durchzug. Diese Gedanken, die durch unseren Kopf wabern, beinhalten ja oft auch einen Funken Wahrheit. Darum höre ich hin, gebe mir aber die Erlaubnis, selbst zu entscheiden, ob ich ihnen glaube – und wenn ja, ob alles oder nur Teile dessen, was sie mir zuflüstern.

In diesem Sinne die Frage an dich: Hast du heute schon gezweifeln?

Update:
Ich hatte kürzlich geschrieben, dass der Blog sich eine kleine Auszeit nimmt, um sich neu zu sortieren. Insgesamt wird hier bei VORWÄRTSLEBEN gerade einiges neu sortiert: Flyer sind im Druck, der Schwerpunkt meiner Arbeit verlegt sich etwas (bald mehr dazu), dementsprechend wird die ganze Homepage in den kommenden Wochen noch mal grundlegend überarbeitet/angepasst, neue Angebote sind in Vorbereitung … Mich trennen nur noch wenige ToDos vom Abschluss als Creative Mindfulness Practitioner, im Juli startet die nächste Weiterbildung zum Creative Mindfulness Coach, darauf folgt die zum Creative Mindfulness Trainer. Außerdem soll – so die Handwerker sich denn endlich zurück melden mit allen nötigen Infos – im Juli der Praxisraum ein wenig aufgehübscht werden … spannende Zeiten also! 🙂 Aber zurück zum Blog: Ich habe mich entschieden, vom alten Konzept erst mal Abstand zu nehmen, sprich es wird in Zukunft kein Monatsthema mehr geben, zu dem ich 1-2 Mal in der Woche etwas poste. Stattdessen werde ich euch einfach immer mal wieder an dem teilhaben lassen, was hier gerade so passiert, was mich bewegt: Aha-Momente ebenso wie Hürdenläufe. Ich würde mich freuen, wenn ihr dabei seid! Nicole