Gerade entdeckt: Joni Mitchells Song „If“.
 
Meine zwei Lieblingsstellen:
„If you can dream and not make dreams your master. If you can think and not make intellect your game.“
„If you can meet with triumph and disaster and treat those two imposters just the same.“
 
If … wenn … dann wird alles gut. Okay, vielleicht nicht alles, aber für mich ein toller Song über Selbst-Bewusstsein in der Grundbedeutung des Wortes und darüber, sich nicht von der Meinung anderer abhängig zu machen.
Update:
Ich hatte eine tolle Woche! Bin meiner Neugier gefolgt und habe viel Neues gelernt über die Wirkung von Farben, bestimmte Symbole, Personen, fremde Länder und Möglichkeiten, seinen Gedanken auf die Spur zu kommen (um sie ggf. zu hinterfragen) sowie die Wirkung von Katzen auf die Gemütslage von Menschen. Ich fand’s spannend und werde in Zukunft viel öfter meiner Neugier nachgeben. Es gibt so viel zu entdecken!
Nun liegen ein paar arbeitsfreie Wochen vor mir und ich freu mich drauf! Spätestens Anfang September melde ich mich wieder bei euch. Haltet die Ohren steif und macht’s gut! 🙂

Ich liebe es, neue Dinge auszuprobieren und in dem Zuge meine Komfortzone auch immer ein wenig zu erweitern. Diese Woche mache ich ein kleines Experiment: Jeden Morgen nehme ich mir ein paar Minuten Zeit, um meine Augen und Gedanken schweifen zu lassen – allerdings nicht (wie sonst oft) zu den Bergen unerledigter ToDos, meinen Befürchtungen oder anderen Dingen, die die morgendliche Frische direkt erschlagen. Nein, stattdessen suche ich nach Dingen, die meine Neugier wecken.

Gestern war es das Gelb der Sonnenblume auf dem Wohnzimmertisch. Ich habe mich gefragt, wie viele Gelbtöne es eigentlich gibt und welche Wirkung Farbe (und natürlich vor allem gelb) auf Menschen hat. So habe ich ein wenig gegoogled und das ein oder andere Interessante dazu gelernt. Heute früh habe ich ein paar Nachforschungen zu einer Autorin anstellen, deren Name in letzter Zeit des Öfteren meinen Weg gekreuzt hat – auch das war spannend. Heute Nachmittag will ich noch versuchen rauszufinden, was für ein Baum das eigentlich ist, den ich täglich vom Schlafzimmerfenster aus sehe.

Wird sich mein Leben durch dieses Experiment dramatisch verändern? Wahrscheinlich nicht. Aber es tut mir gut, mich mal ganz bewusst mit Dingen zu beschäftigen, die mich neugierig machen. Und bei denen ich normalerweise nicht nachhake, weil ja auch so viele andere, scheinbar wichtigere Dinge zu erledigen sind.

Wie wäre es: Willst du beim Neugier-Experiment mitmachen? Ich bin gespannt auf deine Erfahrungen!

Sommerferien. Die letzten zwei Jahre fand ich sie extrem anstrengend: Die regulären Arbeitszeiten fallen weg, trotzdem müssen die laufenden Arbeiten erledigt werden. Meine Praxis kann ich schließlich nicht sechs Wochen zumachen. Oder ich will es zumindest nicht.

Ein paar Wochen im Sommer gehören der Familie, da wird nicht gearbeitet. Die restliche Zeit jedoch ist Kreativität und gute Planung gefragt: Schreibaufträge versuche ich schon vor Ferienbeginn zu erledigen, Coaching-Termine werden auf die Abende verlegt bzw. in Zeiten, wo meine Tochter unterwegs ist. Die letzten zwei Jahre fand ich das alles extrem anstrengend und ich war oft schlecht gelaunt, wenn ich abends, müde vom Tag, noch mal durchstarten sollte.

13844068_10205398788122914_179632132_oNatürlich hätte ich auch in diesem Sommer nichts gegen sechs Wochen frei. Aber ich habe versucht, bewusst ein wenig mehr Sommerfeeling in die Arbeit zu bringen: bei gutem Wetter draußen auf der Terrasse arbeiten statt am Schreibtisch im überhitzten Büro; Klienten zu coachen, während wir um den nahe gelegenen See gehen, und so auch mir durch Bewegung und die frische Luft Gutes zu tun; nicht nur mit Klienten kreativ arbeiten, sondern auch mir selbst immer wieder ein wenig Farbe zu gönnen – auch und gerade bei eher langweiligen Arbeiten. Und ja, auch die Gesamtzahl der Termine etwas runter zu schrauben, um nicht völlig ausgepowert in den Familienurlaub zu starten. Es sind oft nur kleine Änderungen, die aber eine große Wirkung haben. Und mir gut tun. Und wenn abends wirklich die Luft raus ist, ja, dann gönne ich mir, wenn es irgend möglich ist, auch einen freien Abend. Denn fast immer ist es mit ein wenig Kreativität und Barmherzigkeit sich selbst gegenüber möglich, sich Auszeiten zu verschaffen. Es ist ein Prozess, aber ein guter.