Hat jemand am Sonntag den Film „Der Marsianer“ im Fernsehen geschaut? Mich hat der Film bewegt. Am meisten eine Aussage ganz am Ende. Und zwar sagt der Astronaut, der versehentlich von seinen Kollegen auf dem Mars zurückgelassen wurde und der es geschafft hat, dort weit über ein Jahr zu überleben, sinngemäß: „Klar dachte ich, das sei mein Ende. Aber dann habe ich angefangen, ein Problem anzugehen und zu lösen. Und dann das nächste. Und dann noch eins. Immer so weiter. Und am Ende habe ich mein Ziel erreicht.“
Zwar wurde ich noch nie versehentlich auf dem Mars zurückgelassen – ich war noch nicht mal in der Nähe! -, aber ich kenne dieses Gefühl scheinbar unüberwindbarer Problemberge. Dieses Gefühl, dass etwas einfach nicht zu schaffen ist. Es sind diese Momente, wo man einfach aufgeben will. Es hat ja doch keinen Zweck, warum sich also die Mühe machen, es überhaupt zu versuchen.
2010_angstherausforderungTrotzdem anfangen, einen Schritt nach dem anderen gehen, auch wenn diese Schritte unbedeutend klein zu sein scheinen. Nicht aufgeben, sobald der erste Rückschlag kommt. Durchhalten. Hoffen. Vertrauen. Das klingt so leicht und ist doch manchmal echt schwer.
Meine Frage an dich: Was ist dein ganz persönlicher „Berg“, der dir gerade viel zu hoch erscheint, als dass du ihn erklimmen könntest? Was wäre, wenn du es doch könntest? Was wäre dein erster Schritt auf dem Weg zur Bergkuppe? Und wer hat vielleicht einen ganz ähnlichen Berg schon mal erklommen oder hat anderweitige Erfahrungen, auf die du zurückgreifen könntest?
Draußen gießt es wie aus Kübeln. Ekelwetter. Ich bin froh, dass ich nicht raus muss. Und doch versucht das Wetter draußen auf meine Stimmung abzufärben.
6-7Meine Gegenmaßnahmen: Ich schnappe mir meine Kuscheljacke und stelle Wasser für eine große Kanne heißen Tee auf. Ich schalte das Licht ein – und im Arbeitszimmer zusätzlich noch den Deckenfluter, weil die Deckenlampe es bei grauem Himmel dann doch nicht bringt. (Notiz an mich selbst: Demnächst mal nach einer besseren Ausschau halten!) Ich stelle Musik an, die mir neue Energie schenkt. Kleinigkeiten eigentlich, aber Kleinigkeiten, die einen Unterschied machen. Die aus einer „Was für ein Ekelwetter-Tag-Gefühl“ ein „Was hab ich es hier bei mir gemütlich-Gefühl“ machen. Verantwortung übernehmen für das eigene Wohlergehen. Denn manchmal muss es gar nicht die warme Südsee sein, sondern einfach ein paar kleine Akte der Selbstliebe.