Dankbarkeits-Frage der Woche:

So etwas wie ein perfektes Leben gibt es nicht. Leider, mögen manche sagen. Ich finde es wichtig, aufzuhören, nach dem Perfekten zu streben. Was ist der genaue Maßstab für „perfekt“? Wie oft werde ich ihn im Leben erreichen können? Vermutlich nicht sehr häufig – wenn überhaupt. Vielmehr möchte ich danke sagen für das Gute. Den Blick auf das richten, was da ist, und wegkommen vom Starren auf das, was fehlt.

Wo tappst du vielleicht in eine ähnliche Falle – und wie könnte ein Perspektivwechsel wie der oben beschriebene deine Sicht aufs Leben bzw. die Situation verändern?

Kennt ihr das auch? Alles läuft gut, ihr seid entspannt – bis mit einem Mal ein „Störer“ euren Tag durcheinander bringt. Das kann der Drucker sein, der sich plötzlich weigert, seine Arbeit zu tun, und damit eure Arbeit sabotiert. Es kann aber auch der Anruf von der Schule sein, dass ihr euer Kind abholen sollt, weil es ihm nicht gutgeht. Oder ein Satz, der euch trifft und aus der Bahn wirft. Oft sind es Kleinigkeiten, die das Potenzial haben, den Verlauf eines Tages zu verändern. Plötzlich entsteht Zeitdruck, innere Unruhe, Panik.
Gerade letzte Woche habe ich wieder erleben dürfen, wie Kleinigkeiten einen Tag aber auch zum Guten verändern können. Da war die Entscheidung, einen Termin abzusagen, was für viel Entspannung sorgte, Druck rausnahm und mir die Möglichkeit gab, mich in Ruhe auszukurieren. Oder die WhatsApp, in der mir jemand zur Aufmunterung einen „virtuellen Kaffee“ schickte in Form eines Kaffeetassen-Stickers. (Den ich dann in einen echten Kaffee umwandelte und ein Foto davon zurückschickte, verbunden mit einem Dank für den köstlichen Koffeeinkick.)
Kleinigkeiten können den Lauf des Tages ändern. Die „negativen Störer“ können wir nicht immer verhindern, aber wir können entscheiden, wie wir darauf reagieren: reinsteigern, in den Panik-Modus umschalten oder erst mal tief durchatmen und nach Handlungsoptionen Ausschau halten? Vor allem können wir uns aber selbst kleine Geschenke machen, indem wir uns Gutes tun – und anderen erlauben, uns zu beschenken.

Dankbarkeits-Frage der Woche:

Viele Menschen bereichern unser Leben. Manchmal durch echte „Highlights“, viel häufiger aber durch scheinbare Selbstverständlichkeiten – zumindest aus ihrer Sicht. Es tut gut, das Gute bewusst wahrzunehmen – und sich die Zeit zu nehmen, die empfundene Dankbarkeit der Person gegenüber auszudrücken.
Wem möchtest du dieses Wochenende Danke sagen?
Wofür und wie könnte das konkret aussehen: von Angesicht zu Angesicht, telefonisch, in Form einer schönen Karte oder …?

Pausen sind wichtig. Auf unseren Körper zu hören – auch wichtig! Wir alle wissen das … und geben es auch immer wieder gerne anderen mit auf den Weg. Nur mit der Umsetzung hapert es oft – vor allem bei einem selbst. Theorie und Praxis können nämlich manchmal eeeeeeeewig weit auseinander liegen! Um sie wieder zu vereinen, packe ich mich heute an der eigenen Nase und sorge für einen ungeplanten Ruhetag.

Was auch für mich erst mal Arbeit bedeutet: Drei Online-Coaching-Kunden müssen angeschrieben werden, um sie darüber zu informieren, dass ich erst am Montag dazu komme, ihnen zu antworten. Die für Montag geplanten ToDos müssen umverteilt werden. Manchmal habe ich darauf so wenig Lust, dass ich das mit der Ruhe sein lasse. Aber heute nicht. Heute investiere ich die Zeit zum Umplanen, um danach meinem Körper das zu geben, was er braucht: etwas Ruhe, Aufmerksamkeit, Liebe. Schließlich sorgt er dafür, dass ich tagtäglich alles gemeistert kriege. Da darf er auch mal Ruhe einfordern. Und ich darf sie ihm gönnen. Ohne schlechtes Gewissen. Meine Erfahrung ist nämlich, dass die meisten Menschen Verständnis haben, wenn man ihnen erklärt, warum man bestimmte Dinge erst etwas später erledigen kann. Kommunikation ist die halbe Miete, Mindestens! 🙂

Auf facebook habe ich, nachdem das Feedback von der Advents-Dankbarkeitsgruppe mit über 400 Teilnehmer so positiv war, eine Jahresgruppe rund ums Thema Dankbarkeit gegründet. Dort gibt es jede Woche eine Frage zum Nachdenken und Dankbarkeitanregen.

Ich habe beschlossen, die jeweiligen Fragen auch hier auf der Website zu posten. Wer Lust hat, sich mit anderen Menschen über die Fragen und überhaupt über Erlebnisse, Erkenntnisse und sonstige Dinge bzgl. Dankbarkeit auszutauschen, ist herzlich eingeladen, der facebook-Gruppe beizutreten! Hier der Link: https://www.facebook.com/groups/2106339296266051/

Dies war die Frage vom letzten Wochenende:
Wir befinden uns am Anfang eines neuen Jahre. Ein guter Zeitpunkt für einen Rück- und Ausblick! Was nimmst du aus 2017 ins Jahr 2018 mit, für das du dankbar bist: Erfahrungen, Erlebnisse, Erkenntnisse, Menschen …? Für was bist du dankbar, dass du es 2017 zurücklassen konntest und ohne es in 2018 starten kannst?

Ich kenne viele Menschen, die sich ein „Wort fürs Jahr“ aussuchen. Damit meine ich nicht die jährliche Abstimmung über das Wort des Jahres, sondern ein ganz persönliches Wort oder Thema, mit dem man sich im jeweiligen Jahr besonders beschäftigen möchte.

In der Dankbarkeits-Gruppe, die ich auf facebook gestartet habe, gibt es Menschen, die sich 2018 besonders mit Dingen wie „Vertrauen“, „Loslassen“, „Achtsamkeit“ oder „gesunden Grenzen“ auseinandersetzen möchten. Dies sind nur einige der ganz unterschiedlichen Themen. Mein Wort für 2018 ist „embrace“, ein englisches Wort, das so viel wie umarmen, akzeptieren, bejahen bedeutet: mich selbst mit allen Macken und Unvollkommenheiten, die Herausforderungen des Lebens aktiv angehen statt in der Ecke zu sitzen und zu meckern – das alles und noch vieles mehr umfasst dieses Wort für mich.

Hast du ein Wort oder ein Thema, das du in diesem Jahr angehen willst? Und hast du schon eine Idee, wie du es anpacken willst?
Kürzlich war ich einkaufen und überall – typisch zum Jahresbeginn – lagen Fitnessartikel rum: Bauchtrainer, Laufoutfits, Yoga-Matte und was es sonst noch so alles gibt. Ein neues Jahr bedeutet für viele Menschen auch neue Vorsätze, was die eigene Gesundheit und Fitness angeht. Was gut ist. Nur ohne konkrete Vorstellung vom Ziel und einen Plan, wie man dieses Ziel erreichen kann – realistisch, zum eigenen Leben passend -, scheitern die meisten Vorsätze binnen weniger Wochen oder sogar Tage. Was echt schade ist.
Wenn du einen Vorsatz fürs neue Jahr hast, ein bestimmtes Thema, das du endlich angehen willst, aber du merkst, dass du nicht weißt, wie du den Stier bei den Hörnern packen sollst, dann melde dich. Ich biete einmonatige Online-Coachings an, in denen wir genau diese Themen gemeinsam anpacken können. Ich bin mir sicher, dass du dadurch deinem Ziel einen großen Schritt näher kommst. Melde dich, wenn du mehr erfahren willst.
Hier der Link zu weiteren Infos zum Online-Coaching: http://vorwaertsleben.de/online-coaching/was-ist-online-coaching/