„Ich bin dankbar – nicht weil es vorteilhaft ist, sondern weil es Freude macht.“ – Lucius Annaeus Seneca

Hier seid ihr mit euren Erfahrungen gefragt: Inwieweit hat Dankbarkeit euer Leben bereichert? Wo macht sie einen Unterschied? Erzählt davon – hier in der Gruppe, aber natürlich auch super gerne euren Freunden und Bekannten. Denn nichts ist so ansteckend, wie gelebte Dankbarkeit. In diesem Sinne eine ansteckende Woche euch!

„Die Gewohnheit, alle Dinge von der Lichtseite zu betrachten, ist mehr wert als materieller Wohlstand.“ – David Hume

Ich glaube, dass es hierbei nicht um positives Denken geht, sondern vielmehr darum, sich bewusst dafür zu entscheiden, den Blick auf das Gute zu lenken statt auf Defizite. Ist das einfach? Ganz sicher nicht, denn es ist nicht normal. Wir sind darauf getrimmt, immer besser zu werden – und das geht nur, wenn man seine Schwachstellen kennt. Die Nachrichten sind voll von dem, was alles nicht gut läuft in der Welt – Berichte über das, was rund oder sogar richtig gut, vielleicht gar vorbildlich läuft, finden sich eher wenig. Und so braucht es den Entschluss, es anders zu versuchen. Das Gute zu suchen. Denn wer sucht, der findet!

„Der erste Schritt zum Glück ist der Entschluss, glücklich sein zu wollen.“ – Ralph Waldo Trine

WORTBEWEGER sein – das ist nicht nur Teil meiner Arbeit (www.wortbeweger.de), sondern ein echtes Herzensanliegen von mir. Gestern war wieder so ein Tag, wo unbedacht ausgesprochene Worte mir das Herz zerrissen haben. Meine Tochter ist für ihr Alter vergleichsweise klein und wird seit Jahren jeden Sommer gefragt, ob sie sich denn auf ihre Einschulung freue – zum letzten Mal diesen Sommer, als sie auf die weiterführende Schule gewechselt hat. Gestern wieder so eine Situation: Es wurden zum Valentinestag in der Buchhandlung Geschenke verteilt – Bücher und andere Kleinigkeiten. Als sie nun ein Buch aussuchen wollte, reichte ihr die Verkäuferin einen Schlüsselanhänger – denn für die Bücher (ab 8 Jahre) wäre sie ja noch zu klein. Als sie mir davon erzählte, musste ich mit den Tränen kämpfen. Worte bewegen, positiv wie auch negativ, egal ob „nur so dahingesagt“ oder ganz bewusst ausgesprochen. Worte treffen und bleiben hängen. Immer wieder höre ich von Menschen, die an Worten, die oft schon lange zurückliegen, zu knabbern haben. Die sich wie ein Widerhaken in ihre Herzen eingedrungen, darin steckengeblieben sind und sich chronisch entzündet haben. Viele dieser Worte sind nicht böse gemeint. Manche möchten sie zurücknehmen, aber einmal ausgesprochen, sind sie raus und wirken. Was tun? Sich ärgern bringt nichts. Stattdessen gilt es, zu versuchen, Wortbeweger im besten Sinne des Wortes zu sein: Lasst uns helfen, durch Zuhören und das Entgegensetzen positiver wahrer Worte beim „Entgiftungsprozess“ zu helfen. So kann der Widerhaken sich nach und nach lösen und die Wunde immer weiter abheilen. Lasst uns diese Woche mit guten Worten das Leben unserer Mitmenschen bewegen!

„Was wir zu leicht bekommen, schätzen wir wenig.“ – Thomas Paine

Es ist toll, sagen zu können, dass man sich etwas „erarbeitet“ hat. Die meisten Dinge im Leben, die wirklichen Wert haben, gibt es aber geschenkt. Und werden nur allzu leicht übersehen. In diesem Sinne: Herzliche Einladung, diese Woche gerade diesen Dingen besondere Aufmerksamkeit zukommen zu lassen – und sie zu genießen!

Gestern Mittag rief meine Tochter an: Sie komme etwas später, denn sie habe zusammen mit einem Freund einer jungen Mutter mit Baby geholfen. Die stand am Bahnhof, der Fahrstuhl war (mal wieder!) kaputt und sie kam mit dem Kinderwagen nicht die steile Treppe rauf. Also haben die beiden sich den Kinderwagen geschnappt und ihn für sie getragen – Fünftklässler! Scheinbar war niemand anders da oder bereit, der Frau zu helfen. Mein erster Gedanke, als ich das hörte: Was hätte da passieren können! Die Treppe ist wirklich nicht ohne … Dann der Nachsatz: „Mama, ich soll dir von der Frau übrigens was ausrichten. Sie meinte, dass unsere Eltern ganz offensichtlich etwas richtig gemacht haben bei unserer Erziehung – das soll ich dir unbedingt sagen!“
Warum schreibe ich das? Weil es mir so unglaublich gut getan hat, dieses Feedback. Ich weiß, ich bin nicht perfekt – gefühlt ziemlich weit davon entfernt, um genau zu sein. Aber dass die beiden angepackt haben, ganz selbstverständlich, das finde ich klasse! Und zu hören, wie sie damit den Tag für diese Mutter bereichert haben, das finde ich klasse. Vor allem aber musste ich mal wieder denken, wie einfach es ist, einander zu beschenken. Dass es gar nichts kostet, außer vielleicht Aufmerksamkeit, ein paar Minuten der eigenen Zeit oder ein kurzer Satz. Denn nicht nur die Kids haben die Frau beschenkt – sie hat durch ihre Worte etwas zurückgeschenkt … an die beiden Helden, aber auch an uns Eltern. In diesem Sinne: Ein schönes, beschenktes und schenkendes Wochenende euch!

„Herr, ich danke dir dafür, dass du mich so wunderbar und einzigartig gemacht hast!“ – Die Bibel, Psalm 139,14a

Oft schauen wir – oder ich zumindest – primär auf das, was nicht so ist, wie ich es gerne hätte: Das fängt beim Aussehen an, hört da aber definitiv nicht auf! Wenn ich mit meinen Überzeugungen anecke, wünschte ich manchmal, ich wäre anders – mehr Mainstream, angepasster. Gleichzeitig möchte ich meine Werte etc. auch nicht aufgeben, aber genau das wäre der Preis, den ich zahlen müsste. Was meinen Körper angeht: Da habe ich die letzten Monate viel über mein Gewicht geschimpft. Und merke, wie dieses Makelsuchen auf meine Tochter überschwappt. Deshalb entscheide ich mich fürs Dankbarsein – und lade euch ein, mit einzustimmen ist Dankbarsein dafür, wie ihr gemacht seid: wunderbar und einzigartig! Lasst uns den Blick auf das lenken, was stärkt.

PS: Filmtipp – die Dokumentation „Embrace“ ist absolut sehenswert, wenn es um die Annahme des eigenen Körpers geht!

Heute vor 3 Jahren hat VORWÄRTSLEBEN seine Tore geöffnet – wie die Zeit vergeht! So viel ist seither passiert. Besonders dankbar bin ich heute, dass ich das Online-Coaching in mein Angebot aufgenommen habe. Es macht so unglaublich viel Spaß, Menschen auf ihrem Weg zu begleiten. Und was in diesen einmonatigen Coachings passiert, macht mich immer wieder sprachlos und glücklich! Danke für alles entgegengebrachte Vertrauen in den letzten Jahren und auch danke dafür, dass ich Sie und euch ein Stück Ihres bzw. eures Weges begleiten durfte. Es ist mir eine Ehre – ehrlich!