Gestern Mittag rief meine Tochter an: Sie komme etwas später, denn sie habe zusammen mit einem Freund einer jungen Mutter mit Baby geholfen. Die stand am Bahnhof, der Fahrstuhl war (mal wieder!) kaputt und sie kam mit dem Kinderwagen nicht die steile Treppe rauf. Also haben die beiden sich den Kinderwagen geschnappt und ihn für sie getragen – Fünftklässler! Scheinbar war niemand anders da oder bereit, der Frau zu helfen. Mein erster Gedanke, als ich das hörte: Was hätte da passieren können! Die Treppe ist wirklich nicht ohne … Dann der Nachsatz: „Mama, ich soll dir von der Frau übrigens was ausrichten. Sie meinte, dass unsere Eltern ganz offensichtlich etwas richtig gemacht haben bei unserer Erziehung – das soll ich dir unbedingt sagen!“
Warum schreibe ich das? Weil es mir so unglaublich gut getan hat, dieses Feedback. Ich weiß, ich bin nicht perfekt – gefühlt ziemlich weit davon entfernt, um genau zu sein. Aber dass die beiden angepackt haben, ganz selbstverständlich, das finde ich klasse! Und zu hören, wie sie damit den Tag für diese Mutter bereichert haben, das finde ich klasse. Vor allem aber musste ich mal wieder denken, wie einfach es ist, einander zu beschenken. Dass es gar nichts kostet, außer vielleicht Aufmerksamkeit, ein paar Minuten der eigenen Zeit oder ein kurzer Satz. Denn nicht nur die Kids haben die Frau beschenkt – sie hat durch ihre Worte etwas zurückgeschenkt … an die beiden Helden, aber auch an uns Eltern. In diesem Sinne: Ein schönes, beschenktes und schenkendes Wochenende euch!

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