Am Sonntag startet die Dankbarkeits-Challenge auf facebook. Jeden Tag gibt es eine Frage, die zum Nachdenken und Dankbarsein anregen soll. Ich freu mich schon sehr drauf. Aktuell sind über 400 Leute dabei und es werden schon jetzt fleißig Gründe zum Dankbarsein geteilt.
Du hast Lust, dich noch einzuklinken? Dann geht es hier zur Gruppe: https://www.facebook.com/groups/632953490148403/ Es wäre toll, wenn du dabei wärst!

Am 1. Advent startet eine Aktion rund ums Thema Dankbarkeit auf facebook. Vom 03.-24. Dezember werde ich dort jeden Tag eine Frage posten, die zum Nachdenken und dankbar Sein anregen soll. Ich würde mich freuen, wenn viele mitmachen!

Hintergrund der Aktion ist, dass gesundheitliche Probleme dieses Jahr viele meiner Pläne über den sprichwörtlichen Haufen geworfen haben. Das verleitet dazu, auf das zu schauen, wenn nicht rund gelaufen ist bzw. läuft. Das Problem ist nur, dass das enorm viel Lebensenergie raubt. Also Schönmalerei betreiten oder das Negative einfach ausblenden? Das ist so gar nicht mein Ding. Viel besser finde ich es, sich bewusst Zeit zu nehmen, um einmal den Blickwinkel zu verändern. Genau dazu lade ich euch ein. Knapp 300 Menschen machen schon mit.

Hier der Link zur Aktion:
https://www.facebook.com/groups/632953490148403/

 

Draußen gießt es wie aus Kübeln. Ekelwetter. Ich bin froh, dass ich nicht raus muss. Und doch versucht das Wetter draußen auf meine Stimmung abzufärben.
6-7Meine Gegenmaßnahmen: Ich schnappe mir meine Kuscheljacke und stelle Wasser für eine große Kanne heißen Tee auf. Ich schalte das Licht ein – und im Arbeitszimmer zusätzlich noch den Deckenfluter, weil die Deckenlampe es bei grauem Himmel dann doch nicht bringt. (Notiz an mich selbst: Demnächst mal nach einer besseren Ausschau halten!) Ich stelle Musik an, die mir neue Energie schenkt. Kleinigkeiten eigentlich, aber Kleinigkeiten, die einen Unterschied machen. Die aus einer „Was für ein Ekelwetter-Tag-Gefühl“ ein „Was hab ich es hier bei mir gemütlich-Gefühl“ machen. Verantwortung übernehmen für das eigene Wohlergehen. Denn manchmal muss es gar nicht die warme Südsee sein, sondern einfach ein paar kleine Akte der Selbstliebe.

So banal und doch so wichtig: die Art, wie wir uns kleiden. Gerade wenn man vom Homeoffice arbeitet, tendiert man schnell dazu, sich gemütlich zu kleiden. Bequem. Leger. T-Shirt, Wohlfühlhose und das Outfit ist komplett. Sieht ja keiner …
Ich will nichts gegen diese Kleidungskombi sagen. Ich mag sie ja selbst ganz gern. Aber die Art, wie ich mich kleide, hat einen Effekt darauf, wie ich mich fühle. Das bedeutet nicht, dass ich meine Artikel zukünftig im kleinen Schwarzen und mit Stöckelschuhen an den Füßen verfassen werde. Ich habe jedoch angefangen, mehr darauf zu achten, was für ein Gefühl mir Kleidung vermittelt. Wie ich mich in ihr fühle. Was ich gerade brauche. Und so seltsam das klingen mag: Was am einen Tag total stimmig ist, kann sich am Tag drauf schon total unstimmig anfühlen.
Wer dazu gerne mehr erfahren möchte: Die Künstlerin Kelly Rae Roberts hat das „Wear your joy“-Projekt gestartet, in dem sie Menschen auf genau diese Reise einlädt: zu entdecken, wer sie sind und wie sich das in ihrer Kleidung wiederspiegeln darf. Einfach mal googlen. Ich finde den Gedanken jedenfalls klasse!

Wir alle wissen, was uns gut tut: gesunde Ernährung, Bewegung, Erholungspausen … die Liste ist lang. Wir alle wissen es, tun es aber trotzdem oft nicht. Da mache ich keine Ausnahme, Beruf hin oder her.
Jede Woche habe ich mit Menschen zu tun, die zeitweise oder dauerhaft nicht gut für sich sorgen. Jede Woche rede ich mit Menschen darüber, warum es so wichtig ist, wie gute Selbstsorge aussehen könnte und was einen davon abhält, sie zu leben. Ich sage diese Dinge, weil ich weiß, wie extrem wichtig es ist, gut für sich zu sorgen. Vor allem aber, weil ich weiß, was für Folgen mangelnde Selbstsorge hat.
Am Wochenende sollte ich eigentlich vier Tage ganz für mich allein haben. Vier Tage, auf die ich mich sehr gefreut habe. Vier Tage, auf die ich hingelebt habe, an denen ich ganz bewusst und intensiv auftanken wollte. Doch dann kam alles anders; die Zeit allein musste ausfallen. Ich war fix und alle. Es wäre so schön gewesen. Und so einfach! Vier Tage ist einiges. Zeit allein zu haben, bedeutet viel Freiraum. Nach einem Abend des Selbstmitleids musste ich mich entscheiden: Will ich mich als Opfer einer Planänderung sehen oder schauen, wie ich die veränderten Rahmenbedingungen so gestalten kann, dass ich Handelnde, Gestaltende bin?
mohnblumenOpfer der Umstände zu sein ist der leichtere Weg. Aber man fühlt sich besch***. Und das wollte ich nicht. Das konnte ich gerade nicht gebrauchen. Also wurde ich aktiv, kommunizierte meine Bedürfnisse, nahm Hilfsangebote an und gab mir selbst die Erlaubnis, mir Auszeiten zu nehmen und auf mich zu hören, selbst wenn der Rest der Familie um mich rum „produktiv“ ist.
Das Wochenende liegt hinter mir. Es war ein bunter Mix aus Familien-, Paar und Alleinzeit, aus faulem Nichtstun und Dinge anpacken und Selbstwirksamkeit erleben. Tage, in denen ich immer wieder bewusst entscheiden musste, ob ich bereit bin, nicht nur über die Wichtigkeit von Selbstsorge zu reden, sondern sie wirklich zu leben. Auch unter nicht optimalen Bedingugnen. Wobei dir rückblickend gar nicht so sehr von außen kamen, sondern von meinen eigenen „Quatschis“, die mir einreden wollten, dass ich die Tage doch lieber produktiv sein sollte, dass sich ausklinken egoistisch sei etc. Es war nicht immer einfach, aber es hat so gut getan.
Manchmal braucht man einen wohlwollenden Tritt in den Allerwertesten, um die Theorie in die Praxis umzusetzen. Da bilde ich keine Ausnahme. Ich bin genauso auf dem Weg wie meine Klienten. Und das ist gut so!

Vor ein paar Tagen war es soweit: Ich hatte die Nase gestrichen voll vom Anblick unseres Gartens, wo es nach tiefem Winterschlaf statt nach Frühlingserwachen aussah. Wann immer ich von meinem Bürofenster nach draußen sah, sah ich nur verblühten Winterschlaf. Nichts wirklich Inspirierendes, nichts sonderlich Schönes, nichts Lebensfrohes.
P1170412Irgendwann dann hatte ich es satt: Ich griff zur Schere und knöpfte mir als erstes meine (die restliche Zeit des Jahres heißgeliebten) die Hortensienbüsche vor. Die hatten noch die Blüten vom letzten Jahr, nun natürlich komplett vertrocknet und bräunlich verfärbt. Jetzt aber war es endlich warm genug, um sie abzuschneiden. Und genau das tat ich. Ohne große Erwartungen, ich wollte einfach etwas tun. Doch zu meiner Überraschung legte ich mit jedem Schnitt den Blick auf frühlingshaft frische grüne Knospen frei. Die hatte ich vorher gar nicht bemerkt, weil mein Blick an den verblühten Stellen hängen geblieben ist.
Ich frage mich, wie oft ich Schönes im Leben verpasse, nur weil meine Augen auf dem, was nicht rund läuft, haften bleiben. Weil ich wie hypnotisiert auf Probleme starre, statt mal meinen Blick schweifen zu lassen – offen dafür, Lösungen, Positives, Perspektiven zu entdecken.

P1170350Ein Jahr dafür gearbeitet, gestern kamen sie dann endlich an: meine Abschlüsse in Modern Psychology und als Creative Mindfulness-Coach. Bin so dankbar, dass ich die Möglichkeit hatte, mich mit dieser kreativ-achtsamen Methode auseinander zu setzen. Im Kern geht es immer wieder darum, Möglichkeiten zu entdecken, die man vorher vielleicht nicht im Blick hatte – und mit sich selbst in Kontakt zu sein.

Da ich gerade angeschlagen auf dem Sofa liege, mir dieser Post aber wichtig ist, versuche ich, es kurz zu halten. Ich finde Menschen einfach unglaublich spannend. Es gibt immer wieder neue Facetten zu entdecken, sowohl am anderen als auch an sich selbst.
Jemand hat einmal gesagt, dass wir die Menschen mögen, die Dinge leben, die uns selbst auch wichtig sind. Und dass wir tendenziell mit denen Probleme haben, in denen wir Anteile von uns selbst wiedererkennen, die wir nicht mögen, leugnen oder zu unterdrücken versuchen. Erst fand ich diese Aussage recht seltsam, habe dann aber festgestellt, dass es zumindest für mich in großen Teilen zutrifft. (Mich würde interessieren, was du davon hältst.)
Aber zurück zu Menschen, die mich inspirieren. In letzter Zeit waren das vor allem zwei: Laura und Kelly. Beide kenne ich nur virtuell. Laura ist ein Fitness-Coach (www.facebook.com/TheCookandTheCoach), Kelly Künstlerin (www.facebook.com/kellyraeroberts). Mit Laura chatte ich immer mal wieder, Kelly kenne ich nur aus der Ferne. Trotzdem haben Sie es geschafft, mich zu inspirieren. Laura durch ihre Begeisterung für ihren Beruf, ihre Art, Menschen anzuleiten und zu ermutigen und auch dadurch, dass sie auf eine für mich ansprechende Art ihren Glauben durchscheinen lässt. In ihrem Business. Das finde ich klasse.
Kelly hat mich durch ihr Projekt „Wear your joy“ inspiriert. Sie hat vor einigen Jahren angefangen, sich bewusster zu kleiden. Weg von den 0815-Kleidungsregeln, hin zu einem Stil, der ihr entspricht. Und das kann jeden Tag ein wenig anders aussehen. Wen es interessiert, einfach mal googlen. Ich jedenfalls finde ihren Ansatz spannend und starte gerade auf eine Entdeckungsreise. Denn auch ich merke immer wieder, wie sich mein Outfit auf mich auswirken kann. Wie ich mir manchmal verkleidet vorkomme oder nach einigen Tagen im Schlabberlook irgendwie selbst formlos. Ich habe keine Ahnung, wohin mich diese Reise führt. Aber es ist spannend. Und ich bin dankbar für solche Impulse von außen.

Ich habe versprochen, euch von ein paar Dinge zu erzählen, die mich in letzter Zeit sehr angesprochen haben. Die erste Sache ist eine kleine Übung, die ich im Rahmen meiner Weiterbildung zum Creative Mindfulness-Coach gemacht habe. Und zwar ging es darum, sich eine Woche lang zu erlauben, neugierig zu sein.
P1180878Mit neugierig meine ich nicht, seine Nase in Dinge zu stecken, die einen nichts angehen. Gemeint ist, mit offenen Augen durch den Alltag zu gehen, Dinge nicht als gegeben hinzu nehmen, Neues zu entdecken und zu lernen. Es war sehr spannend zu sehen, wie viele Dinge mich angesprochen und neugierig gemacht haben. Dinge, die ich normalerweise gerade mal eines flüchtigen Blickes gewürdigt hätte. Immer öfter habe ich es in dieser Woche geschafft, in diesen Momenten kurz inne zu halten. Mal habe ich mir dann einfach eine Minute Zeit genommen, um Schönes zu bestaunen. Ein anderes Mal habe ich Dinge recherchiert, die mich interessiert haben – über Personen und ihre Lebensgeschichte, über die Wirkung von Farben, die Herstellung von Gegenständen …
Es war erstaunlich, was ich alles Spannendes dazu lernen konnte. Und das Beste daran: Es hat sich nicht wie Arbeit angefühlt. Denn mir würde ja nicht gesagt, ich sollte Dieses oder Jenes tun – es war meine eigene Neugier, die mich angetrieben hat. Dieses einwöchige Experiment liegt bereits ein paar Monate zurück. Mittlerweile laufe ich nicht mehr als Dauer-Neugierige durch die Gegend. Aber ich erlaube mir viel öfter als früher, meiner Neugier zu folgen, bewusst wahrzunehmen was ist, Neues zu entdecken. Und das tut einfach nur gut! Herzliche Einladung, heute auch mal bewusst neugierig durch den Tag zu gehen.