So banal und doch so wichtig: die Art, wie wir uns kleiden. Gerade wenn man vom Homeoffice arbeitet, tendiert man schnell dazu, sich gemütlich zu kleiden. Bequem. Leger. T-Shirt, Wohlfühlhose und das Outfit ist komplett. Sieht ja keiner …
Ich will nichts gegen diese Kleidungskombi sagen. Ich mag sie ja selbst ganz gern. Aber die Art, wie ich mich kleide, hat einen Effekt darauf, wie ich mich fühle. Das bedeutet nicht, dass ich meine Artikel zukünftig im kleinen Schwarzen und mit Stöckelschuhen an den Füßen verfassen werde. Ich habe jedoch angefangen, mehr darauf zu achten, was für ein Gefühl mir Kleidung vermittelt. Wie ich mich in ihr fühle. Was ich gerade brauche. Und so seltsam das klingen mag: Was am einen Tag total stimmig ist, kann sich am Tag drauf schon total unstimmig anfühlen.
Wer dazu gerne mehr erfahren möchte: Die Künstlerin Kelly Rae Roberts hat das „Wear your joy“-Projekt gestartet, in dem sie Menschen auf genau diese Reise einlädt: zu entdecken, wer sie sind und wie sich das in ihrer Kleidung wiederspiegeln darf. Einfach mal googlen. Ich finde den Gedanken jedenfalls klasse!

VORWÄRTSLEBEN startet ins dritte Lebensjahr – und ich bin mittendrin im Pläne schmieden und umsetzen. Hätte man mir vor zwei Jahren gesagt, dass ich heute noch immer in einem „Findungsprozess“ stecke, ich hätte gelacht. Aber es ist so und ich glaube, das ist auch gut. In den ersten beiden Jahren kamen einige Angebote dazu, andere fielen weg. Das lag an ganz unterschiedlichen Dingen: Manches fühlte sich für mich nach einer Weile nicht mehr stimmig an, manche Angebote wurden nicht gut angenommen etc.

2014-12-22_lebenAuch in diesem dritten Jahr wird es Anpassungen geben. Weil ich mich weiter entwickle, sich Rahmenbedingungen verändern, ich mehr und mehr sehe, wo Bedarf besteht und wie ich ihn bedienen kann. So werde ich den Fokus in Zukunft deutlich mehr auf das psychotherapeutische Coaching legen und auch die Online-Angebote mehr als bisher bewerben. Letzteres ganz einfach, weil ich sie liebe: ihre Flexibilität und was sie bewirken. Außerdem sollen dieses Jahr auch Online-Kurse dazu kommen. Ideen schwirren mir schon zuhauf durch den Kopf, die nun endlich realisiert werden wollen.

Es wird ein spannendes Jahr. Ich freu mich drauf – und du dich hoffentlich auch! 🙂

Es ist gerade ein paar Wochen her, dass eine Klientin sich nach der ersten Stunde beklagte, dass ich ihr keinen 3-Schritte-Plan gebe, wie sie ihre Situation verändern kann. So ein offen ausgesprochenes „Ich bin sauer, dass Sie nicht …“ ist erst mal nicht ohne. Auf der anderen Seite ist es einfach nur gut. Es hat mir gezeigt, wie wichtig es ist, mein Grundverständnis von Coaching und Therapie noch mal bewusst zu formulieren.

schmetterlingDenn ja, ich habe diverse Weiterbildungen gemacht, kenne mich im ICD-10 aus (zumindest was den F-Bereich angeht), hab mir im Laufe der Zeit einen „Werkzeugkoffer“ zusammengestellt, mich mit VORWÄRTSLEBEN selbstständig gemacht. Aber trotz allem glaube ich fest daran, dass jeder der Experte seines eigenen Lebens ist. Ich bin auf dieser Reise primär ein Wegbegleiter, der – selbstverständlich mit allem Fachwissen im  Hinterkopf – Raum gibt, Fragen stellt, Impulse setzt, ermutigt. Die Verantwortung bleibt die ganze Zeit beim Klienten.

Frage an dich: Was erwartest du von einem guten Therapeuten oder Coach?

Da ich gerade angeschlagen auf dem Sofa liege, mir dieser Post aber wichtig ist, versuche ich, es kurz zu halten. Ich finde Menschen einfach unglaublich spannend. Es gibt immer wieder neue Facetten zu entdecken, sowohl am anderen als auch an sich selbst.
Jemand hat einmal gesagt, dass wir die Menschen mögen, die Dinge leben, die uns selbst auch wichtig sind. Und dass wir tendenziell mit denen Probleme haben, in denen wir Anteile von uns selbst wiedererkennen, die wir nicht mögen, leugnen oder zu unterdrücken versuchen. Erst fand ich diese Aussage recht seltsam, habe dann aber festgestellt, dass es zumindest für mich in großen Teilen zutrifft. (Mich würde interessieren, was du davon hältst.)
Aber zurück zu Menschen, die mich inspirieren. In letzter Zeit waren das vor allem zwei: Laura und Kelly. Beide kenne ich nur virtuell. Laura ist ein Fitness-Coach (www.facebook.com/TheCookandTheCoach), Kelly Künstlerin (www.facebook.com/kellyraeroberts). Mit Laura chatte ich immer mal wieder, Kelly kenne ich nur aus der Ferne. Trotzdem haben Sie es geschafft, mich zu inspirieren. Laura durch ihre Begeisterung für ihren Beruf, ihre Art, Menschen anzuleiten und zu ermutigen und auch dadurch, dass sie auf eine für mich ansprechende Art ihren Glauben durchscheinen lässt. In ihrem Business. Das finde ich klasse.
Kelly hat mich durch ihr Projekt „Wear your joy“ inspiriert. Sie hat vor einigen Jahren angefangen, sich bewusster zu kleiden. Weg von den 0815-Kleidungsregeln, hin zu einem Stil, der ihr entspricht. Und das kann jeden Tag ein wenig anders aussehen. Wen es interessiert, einfach mal googlen. Ich jedenfalls finde ihren Ansatz spannend und starte gerade auf eine Entdeckungsreise. Denn auch ich merke immer wieder, wie sich mein Outfit auf mich auswirken kann. Wie ich mir manchmal verkleidet vorkomme oder nach einigen Tagen im Schlabberlook irgendwie selbst formlos. Ich habe keine Ahnung, wohin mich diese Reise führt. Aber es ist spannend. Und ich bin dankbar für solche Impulse von außen.

„You don’t know if the plan doesn’t work if you’re not working the plan.“ Über diesen Satz bin ich kürzlich in einem Buch gestolpert. Die Autoren von „The 12 week year“ führen aus, dass es wichtig ist zu unterscheiden, ob etwas keinen Erfolg hat, weil das Projekt falsch angegangen wurde, es also Fehler im Plan gab, oder aber weil der Plan nicht richtig und vor allem bis zum Ende umgesetzt wurde. Denn je nachdem, was der Grund war, muss unterschiedlich darauf reagiert werden.

Beim Lesen fühlte ich mich ertappt: Ich habe schon oft erklärt, dass „das“ einfach nicht funktioniert. Vielleicht für andere, aber nicht für mich. Wenn ich ehrlich bin, habe ich bei der Umsetzung aber auch geschludert, hab Fünfe gerade sein lassen, hab vorher abgebrochen, „weil ja schon jetzt klar ist, dass das nichts wird“. Ich nehme mir vor, in Zukunft ehrlicher zu sein: Die Schuld am Mißerfolg nicht sofort dem Plan zuzuschieben, sondern mich zu fragen, ob ich meinen Teil zum Gelingen beigetragen habe. Oder auch zu sagen, dass mir manche Dinge, wenn ich ganz ehrlich bin, doch nicht wichtig genug sind, als dass ich dafür so viele Opfer bringen möchte.

alltagsMUTKlar stört es mich, wenn mir beim Arzt gesagt wird, dass ich leider zu klein für mein Gewicht bin. Das fühlt sich doof an. Ich mache regelmäßig Sport, ernähre mich vernünftig – der Weg raus wäre vermutlich über noch mehr Sport (wo mir dann aber vermutlich der Spaß bei verloren ginge) und dem Streichen von solchen Dingen wir einem Glas Wein am Abend etc. Und da habe ich gerade keine Lust drauf. Heißt: Nicht den schwarzen Peter anderen zuschieben, sondern dazu stehen, dass mir Wein und Spaß am Sport wichtiger sind als ein BMI im Normbereich.

Meine Entscheidung. Und die kann ich jederzeit ändern, wenn ich möchte. Die Entscheidung (und Verantwortung) liegt ganz bei mir!

Ein Märtyrer will nicht als egoistisch oder gar gefühlskalt gelten. Sein Wunsch ist es, andere zu retten, ihnen Gutes zu tun. Dabei stellt er sich selbst zurück, ist oft hart gegen sich selbst. Gefühle unterdrückt er, um niemandem weh zu tun oder zur Last zu fallen.

Frage an dich:

Inwiefern findest du dich in dieser Beschreibung wieder? Was ist dir vertraut, was vielleicht auch gar nicht? Und zu guter Letzt: Gibt es bestimmte Situationen, in denen der Märtyrer dominanter ist als in anderen?

Charakteristisch für die Waise ist das Gefühl, arm dran zu sein. Sie will schnelle Antworten und Lösungen, gerne auch von Autoritätspersonen in ihrem Leben. Andere sollen sie aus brenzligen Situationen retten. Ihr größter Wunsch ist es, sich sicher zu fühlen.

Frage an dich:

Inwiefern findest du dich in dieser Beschreibung wieder? Was ist dir vertraut, was vielleicht auch gar nicht? Und zu guter Letzt: Gibt es bestimmte Situationen, in denen die Waise dominanter ist als in anderen?

Was den Arglosen ausmacht, ist seine kindliche Natur: Er ist unwissend-naiv, will umsorgt werden, ist abhängig von anderen. Er hat keinen Blick für mögliche Gefahren und hat Angst, verlassen zu werden. Sein Wunsch ist es, glücklich zu sein; das Leben soll locker-leicht daher kommen.

Man könnte noch jede Menge zu dieser Facette einer Persönlichkeit sagen, aber das soll als Einstieg genügen.

Frage an dich:

Inwiefern findest du dich in dieser Beschreibung wieder? Was ist dir vertraut, was vielleicht auch gar nicht? Und zu guter Letzt: Gibt es bestimmte Situationen, in denen der Arglose dominanter ist als in anderen?

Wenn ich mich mit drei Worten beschreiben sollte, wären es folgende: kreativ, analytisch, glaubend. Diese drei Worte beschreiben aber nicht nur mich, sondern auch meine Arbeit bei VORWÄRTSLEBEN. So nutze ich anschauliche Geschichten, entwickle Bilder, werde zum Forscher, feuere an u. v. m. Dieser Mix hat sich im letzten Jahr bewährt und so übernehme ich ihn natürlich auch ins zweite Praxisjahr.

Dieses Jahr werde ich den Fokus jedoch noch mehr auf das Kreative legen. Was das konkret bedeutet? Zuerst einmal zeigt sich Kreativität nicht nur im Umgang mit Papier und Farbe, sondern auch und vor allem im Alltag. Kreativität ist etwas zutiefst Menschliches: Es ist die Fähigkeit, mit neuen Gegebenheiten auf gute Art und Weise umzugehen. Dazu braucht es einen gewissen Grad an Offenheit und eine Prise Neugier. Kreativität zeigt sich für mich in der Suche nach (neuen) Möglichkeiten.

P1150628Seit diesem Monat biete ich deshalb kreatives Coaching an. An manchen Punkten spreche ich auch von kreativer Achtsamkeit. Dieses Angebot kann im Rahmen eines Coaching- oder Therapieprozesses genutzt werden. Es besteht aber auch die Möglichkeit, ein kreatives Coaching losgelöst von einem solchen Prozess zu buchen. Dafür reserviere ich jeweils eine Doppelstunde, denn Achtsamkeit und Zeitdruck, das würde sich widersprechen!

Im kreativen Coaching kommen Papier, Farbe & Co. zum Einsatz. Künstlerische Vorkenntnisse sind aber ausdrücklich nicht erforderlich! Du kannst alleine kommen und an deinem Thema arbeiten oder aber noch ein paar Freunde mitbringen, so dass wir in einer kleinen Gruppe gemeinsam ein für alle relevantes Thema durchdenken können. Kreatives Coaching ist intuitiv und macht Spaß!

Wenn du Interesse an weiteren Infos hast odereinen Termin vereinbaren möchtest, dann melde dich gerne bei mir: kontakt@vorwaertsleben.de

Wie ihr wisst, arbeite ich ehrenamtlich bei Radio sonnengrau mit. Einer meiner Mitstreiter dort ist Michael Freudenberg. Er ist Psychiater, selbst depressionsbetroffen – und als einziger Arzt seiner Zunft geht er damit sehr offen um. Hier könnt ihr diesen tollen Mann ein wenig kennenlernen:

https://www.youtube.com/watch?v=HaSWuzYFPPQ