Wie ihr wisst, arbeite ich ehrenamtlich bei Radio sonnengrau mit. Einer meiner Mitstreiter dort ist Michael Freudenberg. Er ist Psychiater, selbst depressionsbetroffen – und als einziger Arzt seiner Zunft geht er damit sehr offen um. Hier könnt ihr diesen tollen Mann ein wenig kennenlernen:

https://www.youtube.com/watch?v=HaSWuzYFPPQ

Ich gehöre zur Spezies „nicht perfekter Mensch“ – und noch dazu zu der Sorte „psychotherapeutisch arbeitender Mensch“. Wahrscheinlich hat mich gerade deshalb der Vortrag von Tanja so angesprochen – und spornt mich an, auf das von ihr beschriebene Ziel hinzuarbeiten. Aber lest selbst – und lasst mich wissen, was euch wichtig ist/wäre. Hier der Link zum Artikel:

http://sonnengrau.blogspot.de/2015/10/mein-vortrag-zum-thema-die_12.html

Sport tut gut, das weiß eigentlich jeder. Die große Frage ist nur, warum es regelmäßig Schwierigkeiten gibt, wenn Wissen auf Alltag bzw. Theorie auf Praxis trifft. Ich vermute, dass es unter anderem daran liegt, dass wir uns keine SMARTen Ziele setzen. SMART steht für
S = spezifisch
M = messbar
A = attraktiv / anspruchsvoll / aktiv beeinflussbar
R = realistisch
T = terminiert
Und genau so sollten unsere Ziele sein, damit wir dran bleiben und sie erreichen.

Überleg mal:
Wie könnte dein SMARTes Bewegungs-Ziel lauten?

Seit einiger Zeit unterstütze ich ehrenamtlich Radio sonnengrau. Gestern wurde dieses tolle Projekt im Rahmen im Bundeskanzleramt als eines der 25 herausragendsten sozialen Initiativen geehrt und zusätzlich als eines von sieben Projekten mit einem Geldpreis von 5.000 ,- Euro ausgezeichnet. Mit dabei war auch start social-Schirmherrin Angela Merkel.

Weitere Infos gibt es auf www.radiosonnengrau.de

 

Und weil es so schön war, gibt es heute noch eine zweite Garten-Geschichte für euch. Sie stammt ursprünglich von Stefan Hammel, dessen Buch „Der Grashalm in der Wüste“ ich wärmstens empfehlen kann!
P1140957Die heutige Geschichte handelt von Herrn Rech, einem begeisterten Gärtner. Jeden Tag ist er in seinem Garten zu Gange, jätet Unkraut, recht Laub zusammen, arbeitet den Boden durch. Eines schönen Tages laufen zwei ältere Damen an seinem Garten vorbei. Sie werfen sich vielsagende Blicke zu. „Hat dieser Herr Rech nichts Besseres zu tun, als den ganzen Tag Blumen zu gießen?“ Kopfschüttelnd gehen sie weiter.
Herr Rech hat die Bemerkung aufgeschnappt. Er ist empört. So etwas muss er sich nicht nachsagen lassen – er nicht! Er hat schließlich noch genug andere Dinge zu tun. Am nächsten Tag steht er früh auf und fährt ins Büro. Er macht viele Überstunden; sein Chef ist begeistert. Am Wochenende hört er, wie zwei Nachbarn sich unterhalten. „Der Garten von Herrn Rech ist eine Schande für unser schönes Dorf! Wie kann er ihn nur so verwahrlosen lassen?“
Also beschließt Herr Rech, am nächsten Morgen noch früher als sonst aufzustehen. Er arbeitet im Büro ohne Pause bis zum Abend durch und geht anschließend in seinen Garten. Da hört er, wie zwei Spaziergänger halblaut mit einander reden. „Das ist mir ja einer! Er hat vier kleine Kinder. Aber statt mit ihnen Zeit zu verbringen, ist er bis spät abends hier im Garten und hackt die Beete durch … das ist doch unmöglich!“
Seit diesem Tag steht Herr Rech noch früher auf. Vor Dienstbeginn arbeitet er im Garten, danach arbeitet er im Büro ohne Pause bis zum späten Nachmittag durch. Wieder daheim hilft er seiner Frau im Haushalt und spielt mit den Kindern. Am Abend fällt er todmüde ins Bett. So geht es eine ganze Zeit, bis er eines Tages nicht mehr aufsteht. Ein Herzinfarkt hat seinem Leben ein Ende gesetzt. Noch in der gleichen Woche findet die Beerdigung statt. Viele Leute aus dem Dorf begleiten ihn auf seinem letzten Weg. Und man hört sie zueinander sagen: „Der arme Herr Rech – was hat er nun von seiner ganzen Schafferei gehabt?“

Eine meiner Lieblingsgeschichten handelt von einem Gartenbesitzer und seinem Nachbarn. Nennen wir sie Herr Verantwortlich und Herr Unverantwortlich.
Herr Verantwortlich ist ein Mann, der seinen Garten liebt und sich gut um ihn kümmerte. Eines schönen Sommertages fällt sein Blick auf den Garten seines Nachbarn Herrn Unverantwortlich. Die Sonne steht hoch am Himmel und Herr Verantwortlich hat gerade den Rasensprenger ausgeschaltet. Er weiß aus Erfahrung: An solch heißen Tagen braucht sogar der robusteste Rasen eine extra Portion Zuwendung. Ein kurzer Blick auf den Rasen von Herrn Unverantwortlich macht ihm deutlich, dass dieser es mit der Zuwendung offensichtlich nicht ganz so genau nimmt. Vermutlich hat er gerade viel auf der Arbeit zu tun … Kurzentschlossen greift Herr Verantwortlich zum Rasensprenger und richtet diesen so aus, dass das Wasser nun das Nachbargrundstück trifft. Mit dem guten Gefühl, seinem Nachbarn geholfen zu haben, dreht er schließlich das Wasser ab und geht zurück ins Haus.
Auch an den kommenden Tagen ist es heiß. Also greift Herr Verantwortlich erneut zum Rasensprenger und sorgt dafür, dass der Rasen von Herrn Unverantwortlich durch die Sonne keinen Schaden nimmt. Es ist ein heißer Sommer. Von Tag zu Tag wird der Griff zum Rasensprenger selbstverständlicher. Im Laufe der Zeit wird der Rasen von Herrn Unverantwortlich wird immer grüner, während Herrn Verantwortlich nicht mehr genug Energie bleibt, seinen eigenen Rasen zu pflegen.
P1140957Herr Unverantwortlich kommt abends oft erst spät von der Arbeit nach Hause – und er ist glücklich. Er sieht seinen robusten Rasen, der ganz ohne sein Zutun wächst und gedeiht, während der seines Nachbarn von Tag zu Tag brauner wird. Herr Unverantwortlich ist glücklich, Herr Verantwortlich hingegen wird von zusehends ärgerlicher. Bis ihm schließlich der Kragen platzt. Eines Abends sieht er Herrn Unverantwortlich ganz entspannt auf der Terrasse sitzen. Er geht zum Gartenzaun und schnauzt ihn an: „Es ist eine Unverschämtheit, wie Sie Ihren Garten vernachlässigen!“ Mit diesen Worten dreht er sich um, stampft wütend und erschöpft über seinen verbrannten Rasen zurück in sein Haus und knallt die Tür hinter sich zu. Herr Unverantwortlich starrt ihm kopfschüttelnd hinterher und murmelt: „Der sollte sich lieber mal um seinen eigenen Garten kümmern!“ Dann lehnt er sich zurück, wohl wissend, dass das Grün seines Rasens Beweis genug ist, wer von ihnen der bessere Gärtner ist.
(angelehnt an eine Passage aus „Nein sagen ohne Schuldgefühle“ von Cloud/Townsend)

Hier ein kleiner Vorgeschmack auf die Burnout-Präventionswoche im Herbst – ein Rundflug über die Insel.