Wenn du an deine Familie denkst, welche „Rollen“ gibt es da? Ich denke an so etwas wie „die Angepasste“, „den Rebellen“, „den Exoten“, „die Abenteurerin“, „die Perfekte“ etc. Welche Person hat dich durch ihre Art, ihr Leben zu leben, inspiriert, es ihr gleichzutun, also beispielsweise dein Ding zu machen, auch wenn andere es nicht nachvollziehen können, deine Stimme zu erheben gegen Unrecht, Abwasch Abwasch sein zu lassen, weil es Wichtigeres im Leben gibt?

Nicht nur hoffen, sondern aktiv mitgestalten: Entscheidungen treffen und handeln. – Wo bist du diese Woche aktiv gewesen und hast dadurch Dinge bewegen können? Wo wäre es in den nächsten Tagen hilfreich, in diesem Sinne aktiv zu werden? Wir dürfen unser Leben aktiv mitgestalten und müssen es nicht rein passiv über uns ergehen lassen – dieser Gedanke macht mich dankbar!

Ich liebe Bücher. Die Mischung ist recht bunt – von nervenkitzelnden Krimis über wissenserweiternde Fachliteratur und einmaligen Biografien bis hin zu Kindheitserinnerungen wiederbelebenden Kinderbüchern ist so ziemlich alles dabei, von Horror mal abgesehen. Am liebsten sind mir Bücher, die mir Impulse für mein Leben schenken. Bücher, die mich im positiven Sinne zum Nachdenken, Umdenken, Querdenken anregen. Solche Impulse finden sich in fast jedem Buch – vorausgesetzt natürlich, man ist in Entdeckerlaune. Dann ist eigentlich jedes Buch, jede Begegnung, jeder Moment eine Möglichkeit, Impulse aufzunehmen. Die große Frage ist nur: Was mache ich mit diesen Impulsen? Nehme ich sie wahr und hake sie im nächsten Moment direkt wieder ab oder erlaube ich mir einen Augenblick, um mich zu fragen, ob es ein Impuls ist, dem ich weiter nachgehen möchte? Erlaube ich ihm, in mir Raum zu nehmen und sich zu entfalten? Dünge ich ihn mit Zeit, Aufmerksamkeit und Entdeckergeist? Erlaube ich ihm, Knospen zu treiben und sich auszuwirken auf mein Leben?

Vor ein paar Jahren habe ich in einem Laden eine Postkarte entdeckt. Auf ihr stand ein Satz, der mich angesprochen hat: „Du bist in mein Gedankenbeet getapst und hast dort heimlich Samen verkrümelt. Jetzt wächst da was.“ Diese Karte liegt noch immer in meinem Arbeitszimmer. Sie erinnert mich an die Menschen, die im Laufe meines Lebens Gedanken-Samen in mein Leben haben rieseln lassen. Gedanken-Samen, die aufgehen durften und mich und mein Leben mitgeprägt haben. Sie erinnert mich aber auch daran, was ich tun möchte: Menschen inspirieren, indem ich gute Gedanken-Samen ausstreue.

John Streleckys Buch „Safari des Lebens“ hat mich sehr bewegt. In der Geschichte geht es darum, zu entdecken, was einem wichtig ist im Leben. Was sind die eigenen Lebensziele und Prioritäten? Welche Dinge sollen Raum haben, um zu wachsen? Wie wirken sich diese Dinge auf meine Entscheidungen aus? Und welche Menschen möchte ich um mich haben, damit wir uns gegenseitig auf unserem Weg unterstützen können? Immer wieder stelle ich mir diese Fragen. Ein paar Antworten konnte ich schon zusammentragen. Gerade gestern ist mir – durch den „Gedanken-Samen“ in Form eines Anrufes eines Freundes – neu bewusst geworden, was ich mir wünsche für mein Leben: eine Stimme zu sein, die das Thema VORWÄRTSLEBEN in die Ohren und Herzen derjenigen trägt, die Ermutigung auf ihrem Weg brauchen. VORWÄRTSLEBEN ist mehr als der Name meiner Coaching-Praxis. Es ist mein Lebensmotto. Es ist das, was mir auf dem Herzen liegt und wo ich merke, dass es so viele Menschen gibt, die aus ganz unterschiedlichen Gründen genau an diesem Punkt am Kämpfen sind. VORWÄRTSLEBEN steht für mich für eine konstruktive Auseinandersetzung mit der eigenen Vergangenheit, mit den Quatschis, die einem in einer gefühlten Endlosschleife erzählen, was alles NICHT möglich ist. Es steht für ein Leben im Hier und Jetzt, für das aktive Gestalten, für einen (neu freigegrabenen) Zugang zum eigenen Innersten, für Hoffnung, Perspektive und so viel mehr!

Lange habe ich nichts mehr von mir hören lassen – dafür entschuldige ich mich von Herzen! Den Blog habe ich dieses Jahr eher ruhen lassen, da andere Dinge Priorität hatten. 2018 wird es aber wieder mehr Beiträge geben – Ehrenwort!

Vor allem wird der ganze Bereich Online-Angebote noch mehr als bisher in den Fokus meiner Arbeit rücken: Das Online-Coaching-Angebot wird ausgebaut und es soll auch endlich erste Online-Kursangebote geben. Einiges ist im Werden, auf das ihr euch freuen dürft – ich jedenfalls bin schon ganz vorfreudig auf das, was das nächste Jahr bringen wird! 🙂

Kennt ihr auch diese „Berge“, die sich manchmal vor einem auftun – selbst dann, wenn man im flachsten Flachland lebt? To-Do-Berge meine ich. Manchmal bestehen diese Berge aus einer großen Anzahl an ToDos, manchmal ist es auch ein einziges ToDo, das einem aber dafür umso riesiger vorkommt. Ich habe meinen persönlichen „Berg“ gerade erfolgreich hinter mir gelassen … nachdem ich wochenlang um ihn rumgeschlichen bin. Es war auch nichts wirklich Schlimmes: Ich hatte vor einiger Zeit ein Bild nachgemalt, das ich in einem Buch gesehen und ganz witzig fand. Das „Problem“ war nur, dass es so gar nicht mein Malstil ist, Und das eigentliche Problem, dass sich jemand eine Kopie eben dieses Bildes zum Geburtstag gewünscht hat. Natürlich habe ich versucht, die Sache irgendwie abzubiegen: ein anderes Motiv wäre doch auch nett. Oder eine in der gleichen Größe ausgedrucktes Foto, dann sogar in schönem Rahmen. Aber nein, besagte Person wollte ein „Original“. Dummerweise wollte ich mein Erstlingswerk nicht hergeben, trotz aller Unvollkommenheit, die ich besagter Person lang und breit aufgezeigt hatte. Also noch mal ran an die Arbeit. Die Leinwand war schnell gekauft, aber dann kam sie, die Unlust. Und das ToDo wuchs. Und wuchs. Und wuchs, bis es schlussendlich die gefühlte Größe des Mount Everest hatte. Irgendwann kam Zeitdruck ins Spiel. Dann Anflüge von Panik. Und dann der Geistesblitz: Ich könnte das tun, was ich meinen Klienten immer wieder rate, nämlich den persönlichen Mount Everest runterbrechen in viele kleine Schritte. Also Zettel raus und alle Einzelschritte notiert. Und siehe da: Wenn ich jeden Tag 1-2 Schritte gehe, dann wird das Bild rechtzeitig fertig. Und der Plan ging auf. Ganz ohne Stress und Panikattacke und Nacht-und-Nebel-Fertigstellaktion. Jetzt kann ich nur hoffen, dass das Bild auch gut ankommt. Ein paar Details hab ich dann nämlich doch noch verändert. Bin gespannt …

P1170377Am Wochenende im Garten gewuselt: Blumen gepflanzt, Sträucher zurückgeschnitten, ein wenig für Ordnung gesorgt. Es war ein echt gutes Gefühl zu sehen, was man in relativ kurzer Zeit alles bewegen kann.
Ich brauche so etwas manchmal. Gerade dann, wenn ich gerade viel Zeit und Energie in Projekte stecke, die sich länger hinziehen und bei denen man nicht so schnell Fortschritte und Erfolge sieht.
Wie erinnerst du dich selbst daran, dass du die Kraft hast, Dinge zu bewegen?

Träume sind Schäume – sagen manche. Und ja, es gibt Träume, die Schäume sind. Das liegt aber vielleicht gar nicht so sehr daran, dass der Traum zu abgehoben ist, sondern dass wir beim Träumen stehen bleiben. Dass wir uns fast schon automatisiert sagen, dass das ja eh nichts wird. Es ist unmöglich.
Henry Ford sagte einmal, dass, egal ob wir denken, dass wir es können oder auch nicht, wir Recht behalten. Denn unser Denken bestimmt zu einem großen Teil unsere Möglichkeiten.
ueberVLAber was wäre, wenn das, was wir uns erträumen, doch möglich wäre? Sich diese Frage zu stellen, erlaubt uns, Möglichkeiten zu entdecken und den Wunsch wachsen zu lassen. Und wenn er groß genug ist, kommt ein zweites Stichwort zum Tragen: Wo ein Wille, da ein Weg! Das Unmögliche wird möglich.
Nur wie? An diesem Punkt gilt es, kreativ zu werden, um Wege zu entdecken, die eigenen Träume Realität werden zu lassen. Beispielsweise indem wir nach Menschen Ausschau halten, die diesen oder einen ähnlichen Weg bereits gegangen sind. Und irgendwann bemerken wir, dass aus dem anfänglichen Unmöglich ein Wahrscheinlich geworden ist. Und noch ein wenig später dann ist der Traum vielleicht schon Realität.
Will ich damit sagen, dass jeder Traum Wirklichkeit werden kann? Nein. Aber ich glaube, dass viel mehr möglich ist, als wir meinen.
Wovon träumst du?

Kennt ihr das auch? Es ist Weihnachten und man hat das Gefühl, die Adventszeit ist irgendwie an einem vorbei gerast. „Das war gar nicht adventlich dieses Jahr …“
1310_angstbegrenzungSo ist es mir in den letzten Jahren immer mal wieder gegangen – und das nicht nur in der Adventszeit. Darum habe ich dieses Jahr Ende September mit meiner Familie die Köpfe zusammen gesteckt. Wir haben gemeinsam überlegt, was eine schöne Herbstzeit ausmacht. Da kamen etliche Dinge zusammen: von Spiele- und Bastelnachmittagen über Kerzen anzünden, Igelhaus raus stellen, Kürbisgerichte kochen und Blätterraschelspaziergänge bis zu Gwendolinas Backäpfelchen-Tee (ein Tee, den ich seit meinem ersten Studienjahr jeden Herbst trinke und dabei an die Zeit in meiner ersten WG zurück denke).
Diese Ideen-Liste hängt seither gut sichtbar bei uns im Flur. Wir laufen täglich mehrmals daran vorbei und werden daran erinnert, dass „eine schöne Herbstzeit“ nicht einfach so vom Himmel fällt. Wir können dazu beitragen, dass aus einem 0815-Herbst ein für unser Empfinden richtig schöner Herbst wird. Indem wir dafür sorgen, dass wir die Dinge, die ihn schön machen, nicht im Alltagstrott aus den Augen verlieren.

Herzliche Grüße aus den … ja, was eigentlich? Urlaub, Herbstferien, Zwangspause?
Ferienzeit ist bei mir die letzten Jahre immer eine Zeit mit „Beigeschmack“ gewesen. Es ist eine Zeit, die mir „von oben“ aufgedrückt wird, sprich von den Schulferienmachern. Es ist Zeit, in der ich nicht normal arbeiten kann. Zeit, in der ich nicht Herr meiner Zeit bin, weil mein Kind daheim ist, ein gewisses Maß an Arbeit aber trotzdem erledigt werden muss: Artikel schreiben, Kliententermine etc.
3Geschmack1Im Laufe der Jahre habe ich gelernt, Dinge immer besser zu timen, beispielsweise Artikel, die besonders viel Hirnschmalz verlangen, möglichst vor den Ferien fertig zu stellen oder aber Wege zu finden, wie ich Klienten trotz Kind im Haus empfangen kann. Trotzdem waren die Ferien immer die Zeit, vor der es mir am meisten graute. Weil sie Nachtschichten bedeuteten.
Zu meinem Geburtstag bekam ich das Buch „Das Café am Rande der Welt“ geschenkt, danach besorgte ich mir noch weitere Bücher von John Strelecky, u. a. „Safari des Lebens“. Sie haben mich noch mal neu herausgefordert, mich zu fragen, was wirklich wichtig ist im Leben. Mittlerweile kann ich mich – trotz aller Herausforderungen – auf Ferienzeiten freuen. Ich kann present sein, statt mit meinen Gedanken bei der noch zu erledigenden Arbeit zu weilen. Das war (und ist) ein Lernprozess. Aber das Ergebnis tut gut!
In diesem Sinne schicke ich euch heute keinen Gruß aus einer Zwangspause, sondern aus einer Qualitätszeit. Einen schönen Sonntag euch mit viel Sonne und Wärme in Herz und Gedanken!

Sommerferien. Die letzten zwei Jahre fand ich sie extrem anstrengend: Die regulären Arbeitszeiten fallen weg, trotzdem müssen die laufenden Arbeiten erledigt werden. Meine Praxis kann ich schließlich nicht sechs Wochen zumachen. Oder ich will es zumindest nicht.

Ein paar Wochen im Sommer gehören der Familie, da wird nicht gearbeitet. Die restliche Zeit jedoch ist Kreativität und gute Planung gefragt: Schreibaufträge versuche ich schon vor Ferienbeginn zu erledigen, Coaching-Termine werden auf die Abende verlegt bzw. in Zeiten, wo meine Tochter unterwegs ist. Die letzten zwei Jahre fand ich das alles extrem anstrengend und ich war oft schlecht gelaunt, wenn ich abends, müde vom Tag, noch mal durchstarten sollte.

13844068_10205398788122914_179632132_oNatürlich hätte ich auch in diesem Sommer nichts gegen sechs Wochen frei. Aber ich habe versucht, bewusst ein wenig mehr Sommerfeeling in die Arbeit zu bringen: bei gutem Wetter draußen auf der Terrasse arbeiten statt am Schreibtisch im überhitzten Büro; Klienten zu coachen, während wir um den nahe gelegenen See gehen, und so auch mir durch Bewegung und die frische Luft Gutes zu tun; nicht nur mit Klienten kreativ arbeiten, sondern auch mir selbst immer wieder ein wenig Farbe zu gönnen – auch und gerade bei eher langweiligen Arbeiten. Und ja, auch die Gesamtzahl der Termine etwas runter zu schrauben, um nicht völlig ausgepowert in den Familienurlaub zu starten. Es sind oft nur kleine Änderungen, die aber eine große Wirkung haben. Und mir gut tun. Und wenn abends wirklich die Luft raus ist, ja, dann gönne ich mir, wenn es irgend möglich ist, auch einen freien Abend. Denn fast immer ist es mit ein wenig Kreativität und Barmherzigkeit sich selbst gegenüber möglich, sich Auszeiten zu verschaffen. Es ist ein Prozess, aber ein guter.