Hat jemand am Sonntag den Film „Der Marsianer“ im Fernsehen geschaut? Mich hat der Film bewegt. Am meisten eine Aussage ganz am Ende. Und zwar sagt der Astronaut, der versehentlich von seinen Kollegen auf dem Mars zurückgelassen wurde und der es geschafft hat, dort weit über ein Jahr zu überleben, sinngemäß: „Klar dachte ich, das sei mein Ende. Aber dann habe ich angefangen, ein Problem anzugehen und zu lösen. Und dann das nächste. Und dann noch eins. Immer so weiter. Und am Ende habe ich mein Ziel erreicht.“
Zwar wurde ich noch nie versehentlich auf dem Mars zurückgelassen – ich war noch nicht mal in der Nähe! -, aber ich kenne dieses Gefühl scheinbar unüberwindbarer Problemberge. Dieses Gefühl, dass etwas einfach nicht zu schaffen ist. Es sind diese Momente, wo man einfach aufgeben will. Es hat ja doch keinen Zweck, warum sich also die Mühe machen, es überhaupt zu versuchen.
2010_angstherausforderungTrotzdem anfangen, einen Schritt nach dem anderen gehen, auch wenn diese Schritte unbedeutend klein zu sein scheinen. Nicht aufgeben, sobald der erste Rückschlag kommt. Durchhalten. Hoffen. Vertrauen. Das klingt so leicht und ist doch manchmal echt schwer.
Meine Frage an dich: Was ist dein ganz persönlicher „Berg“, der dir gerade viel zu hoch erscheint, als dass du ihn erklimmen könntest? Was wäre, wenn du es doch könntest? Was wäre dein erster Schritt auf dem Weg zur Bergkuppe? Und wer hat vielleicht einen ganz ähnlichen Berg schon mal erklommen oder hat anderweitige Erfahrungen, auf die du zurückgreifen könntest?
„Ich darf Grenzen setzen, wahren und auch überwinden.“
P1170081Grenzen – für manche ein per Definition negativ besetztes Wort. Für andere hingegen etwas, das sie auf Leben und Tod verteidigen. Für mich persönlich ist das Wort Grenze weder per Definition negativ oder aber positiv. Grenzen können nützlich sein, angemessen, zeitweise sogar überlebenswichtig. Sie können einen Menschen aber auch isolieren. Dann nämlich, wenn sie vor langer Zeit errichtet wurden – zu Zeiten, in denen sie nötig waren, seitdem aber nicht mehr auf ihrem Bedarf hin überprüft wurden.
Wenn eine Stadt sich in einer akuten Belagerungssituation befindet, braucht sie die Mauer. Eine rundum geschlossene Mauer. In solch einer Situation die Tore zu öffnen, wäre fatal. Wenn die Belagerung aber bereits lange zurück liegt, macht es das Leben der Bewohner extrem schwierig, wenn sie weiterhin die Tore geschlossen halten. Dann wird nicht die Belagerung, sondern das Geschlossenhalten der Tore zur Gefahr.
Aus diesem Grund ist es wichtig, sich immer mal wieder die Frage zu stellen, was gerade dran ist: Grenzen setzen, wahren oder überwinden.

„Sei der Held im Abenteuer deines Lebens“ stand auf der Karte, die ich einem Freund geschenkt habe. Held – das mag erst mal etwas abgehoben klingen. Denn hey, was haben du und ich schon mit Superman & Co. gemeinsam? Die haben ihre Superkräfte – und wir?
Im Rahmen meiner Weiterbildung in Creative Mindfulness (kreative Achtsamkeit) setze ich mich gerade mit dem Konzept der Heldenreise auseinander. Es basiert auf der Analyse von Mythen sowie Gedanken von Carl G. Jung, die später von Joseph Campbell in seinem Buch „The hero has a thousend faces“ zusammengefasst wurden.
Das Konzept der Heldenreise findet sich in vielen Filmen und Büchern wieder, ganz gleich ob Zauberer von Oz, in Matrix oder Herr der Ringe. Immer geht es darum, dass jemand aufbricht, um ein Abenteuer zu bestehen. Dazu muss er die ihm vertraute Welt zurücklassen, um in eine neue einzutauchen. Dort begegnet er Herausforderungen, findet seinen „Schatz“ und kehrt anschließend verändert in seine alte Welt zurück.
Spannend ist, dass nicht nur Dorothy, Neo, Frodo & Co. Heldenreisen antreten, sondern auch wir. Große und kleine, angestoßen durch sich auftuende Möglichkeiten, Herausforderungen, neue Situationen. Immer geht es dabei um persönliches Wachstum – und den Mut, Dinge anders zu machen als sonst.

Zum Weiterdenken:
Wann hast du das letzte Mal etwas anders gemacht als normal? Was war der Grund dafür – und wie hat es sich angefühlt?

Ich finde es wichtig, Erfahrungen mit anderen zu teilen. Aus diesem Grund habe ich für die aktuelle Ausgabe der Frauenzeitschrift Joyce einen Artikel über meinen Weg zum Traumberuf verfasst. Es war auch für mich spannend, noch mal zu sehen, wie manches ganz anders lief als gedacht, aber es doch auch so kam, wie ich es mir erträumt habe – wenn auch ganz anders.

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Diese Woche geht es um die Menschen, mit denen du keine, wenig oder aber auch viel Zeit verbringst. Sie können Kraftspender oder Energiesauger sein. Und nicht jeder Freund ist in jeder Situation der richtige Ansprechpartner. Spannende Fragen!
Um dich schon mal ein wenig einzustimmen, überleg doch mal, welche Menschen Teil deines Lebens sind. Ohne zu werten oder großartig zu analysieren. Einfach mal reinfühlen. Ab morgen gibt es dann konkrete Fragen zum Weiterdenken und – wenn du magst – reflektieren, tiefer gehen, handeln. Ich hoffe, du bist dabei – und freu mich auf Rückmeldung von dir!