Vor ein paar Tagen war es soweit: Ich hatte die Nase gestrichen voll vom Anblick unseres Gartens, wo es nach tiefem Winterschlaf statt nach Frühlingserwachen aussah. Wann immer ich von meinem Bürofenster nach draußen sah, sah ich nur verblühten Winterschlaf. Nichts wirklich Inspirierendes, nichts sonderlich Schönes, nichts Lebensfrohes.
P1170412Irgendwann dann hatte ich es satt: Ich griff zur Schere und knöpfte mir als erstes meine (die restliche Zeit des Jahres heißgeliebten) die Hortensienbüsche vor. Die hatten noch die Blüten vom letzten Jahr, nun natürlich komplett vertrocknet und bräunlich verfärbt. Jetzt aber war es endlich warm genug, um sie abzuschneiden. Und genau das tat ich. Ohne große Erwartungen, ich wollte einfach etwas tun. Doch zu meiner Überraschung legte ich mit jedem Schnitt den Blick auf frühlingshaft frische grüne Knospen frei. Die hatte ich vorher gar nicht bemerkt, weil mein Blick an den verblühten Stellen hängen geblieben ist.
Ich frage mich, wie oft ich Schönes im Leben verpasse, nur weil meine Augen auf dem, was nicht rund läuft, haften bleiben. Weil ich wie hypnotisiert auf Probleme starre, statt mal meinen Blick schweifen zu lassen – offen dafür, Lösungen, Positives, Perspektiven zu entdecken.

Online-Coaching ist aktuell eines meiner Lieblingsangebote. Es bietet Menschen die Möglichkeit, sich einen Monat lang intensiv mit einem Thema ihrer Wahl zu beschäftigen. Das Ganze läuft über E-Mail und ist somit ortsunabhängig und auch zeitlich flexibel. Gemeinsam formulieren wir ein Ziel für den einmonatigen Prozess und dann geht es auch schon los: Es gibt vier Mails von mir mit Input, Fragen zum Weiterdenken und kleinen Experimenten – alles „maßgeschneidert“, keine Massenware. Heißt: Wenn drei Menschen ein Online-Coaching zum Thema Selbstwert, berufliche (Neu-)Orientierung oder dergleichen buchen, bekommt jeder eine andere Mail. Also kein copy & paste-Prinzip, gemäß dem Motto „one size fits all“! Nach etwa einer Woche bekomme ich dann eine einseitige Rückmeldung vom Kunden: Was waren wichtige Aha-Momente, wo sind neue Fragen aufgetaucht, wo wurden erste Schritte gegangen, wo hakt es vielleicht gerade. Auf diese etwa einseitige Rückmeldung baue ich dann meine nächste Mail auf.

mouseJetzt kommt’s:
Zur Feier des 2. Praxis-Geburtstags verlose ich ein kostenloses einmonatiges Online-Coaching unter allen, die diesen Beitrag kommentieren. Warum solltet gerade ihr das Online-Coaching gewinnen? Teile diesen Post gerne auch mit deinen Freunden!

Wenn ich auf das zweite Praxis-Jahr zurückblicke, stechen zwei Arbeitsbereiche besonders hervor: Online-Coaching und kreative Achtsamkeit. Auch im ersten Jahr habe ich schon Online-Coaching angeboten, im letzten Jahr hat es aber deutlich mehr Raum eingenommen. Ich liebe es, dadurch auch Menschen, die nicht „um die Ecke“ wohnen, begleiten zu können. Mehr zu diesem Angebot in ein paar Tagen.
P1170072Kreative Achtsamkeit hingegen ist ganz neu als Angebot dazugekommen. Privat habe ich mich damit auch vorher schon beschäftigt. Was ich an diesem Ansatz so liebe? Vor allem wahrscheinlich, dass es ein Ansatz ist, der darauf hinarbeitet, Möglichkeiten zu entdecken. Und das, indem es mit kreativen Methoden arbeitet. Es geht im Kern darin, Dinge greifbar zu machen, zu visualisieren und davon ausgehend Optionen zu erforschen. Auch hierzu demnächst noch etwas mehr.

Diese beiden Angebote sind im letzten Jahr mehr in den Fokus gerückt und darüber freue ich mich! Du möchtest mehr erfahren – oder es direkt mal ausprobieren? Super. Dann melde dich bei mir und wir besprechen alles Weitere: kontakt@vorwaertsleben.de

Es ist gerade ein paar Wochen her, dass eine Klientin sich nach der ersten Stunde beklagte, dass ich ihr keinen 3-Schritte-Plan gebe, wie sie ihre Situation verändern kann. So ein offen ausgesprochenes „Ich bin sauer, dass Sie nicht …“ ist erst mal nicht ohne. Auf der anderen Seite ist es einfach nur gut. Es hat mir gezeigt, wie wichtig es ist, mein Grundverständnis von Coaching und Therapie noch mal bewusst zu formulieren.

schmetterlingDenn ja, ich habe diverse Weiterbildungen gemacht, kenne mich im ICD-10 aus (zumindest was den F-Bereich angeht), hab mir im Laufe der Zeit einen „Werkzeugkoffer“ zusammengestellt, mich mit VORWÄRTSLEBEN selbstständig gemacht. Aber trotz allem glaube ich fest daran, dass jeder der Experte seines eigenen Lebens ist. Ich bin auf dieser Reise primär ein Wegbegleiter, der – selbstverständlich mit allem Fachwissen im  Hinterkopf – Raum gibt, Fragen stellt, Impulse setzt, ermutigt. Die Verantwortung bleibt die ganze Zeit beim Klienten.

Frage an dich: Was erwartest du von einem guten Therapeuten oder Coach?

Erster Arbeitstag nach dem Urlaub – ein Bekannter nannte ihn immer den „Scharniertag“. Und das ist er auch irgendwie: Man sitzt wieder am Schreibtisch, beantwortet die Mails, die in der Urlaubszeit eingegangen sind, sortiert sich, startet vorsichtig zurück in die Arbeit. Genau das tue ich heute. Und je länger ich am Schreibtisch sitze und mich orientiere, je mehr freue ich mich wieder auf die Arbeit mit all seinen bunten Facetten.
Apropos bunt: Ich liebe es, Neues kennen zu lernen und mich von Menschen und Dingen inspirieren zu lassen. Denn das bringt Farbe ins Leben. Darum möchte ich den ersten Monat des Jahres nutzen, um euch ein paar Dingen teilhaben zu lassen, die mich in letzter Zeit begeistert haben. Muss gerade noch ausknobeln, wovon ich als erstes erzähle … aber sobald ich es weiß, gibt es einen neuen Post von mir. 🙂
Mich würde aber erst noch interessieren, wer oder was euch in letzter Zeit inspiriert, begeistert, positiv herausgefordert etc. hat. Bücher, Menschen, Situationen – ganz gleich. Ich freu mich drauf, von euch zu hören … und mich inspirieren zu lassen!

Dankbarkeit. In meinem letzten Post habe ich ein paar Zeilen dazu geschrieben. Es mag den Eindruck erweckt haben, dass dankbar zu sein ziemlich einfach ist. Weil es so viel gibt, für das man dankbar sein kann.

Ich habe aber auch geschrieben, dass dankbar zu sein eine Entscheidung ist. Ein willentlicher Akt sozusagen. Die Entscheidung, den Blick auf das zu richten, was gut ist – nicht perfekt, nicht wow-mäßig und oft inmitten des so ganz und gar Nichtperfekten.

6-9Also her mit dem positiven Denken? Sich Dinge schön reden? Das ist so gar nicht mein Fall. Warum? Weil es der Wirklichkeit nicht gerecht wird. So erlebe ich es gerade: Kürzlich habe ich zugesagt, ein Projekt zu sponsern. Alles klang gut – eine Win-Win-Situation für alle Beteiligten. Ich war happy und habe zugesagt. Im Nachhinein stellte sich die Sache als recht einseitig heraus und leider zähle ich dabei nicht zu den glücklichen Gewinnern. Es war eine Fehlentscheidung, die mich viel gekostet hat – und das auf mehreren Ebenen. Ich war sauer: Sauer auf die Person, die mir das Projekt so ganz anders verkauft hat, als es später umgesetzt wurde. Sauer auf mich selbst, weil ich mich habe blenden lassen. Sauer, weil diese Fehlentscheidung auch andere mittragen müssen.

Diese säuerlichen Emotionen sind da. Bringen sie mich weiter? Nein. Im Gegenteil: Sie machen handlungsunfähig. Und so habe ich die Entscheidung getroffen, dass ich mich zwar ärgern kann, aber ohne im Ärger zu erstarren. Dass ich die Sache reflektieren und daraus lernen werde. Dass ich die Realität  zwar nicht toll finde, sie aber akzeptiere.

6-8Und ja, ich habe mich entschieden, dankbar zu sein: Dankbar dafür, dass ich nach aktuellem Stand aus der Sache zwar als Verlierer raus gehe, die Entscheidung Konsequenzen hat, aber nicht existenziell bedrohlich ist. Dankbar dafür, dass ich Menschen an meiner Seite habe, die die Sache mit tragen. Und dafür, dass ich eben nicht in diesem Ärger, dieser Ohnmacht versacken muss, sondern lernen darf, ohne dabei zu verbittern.

Ist das ein zu persönlicher Post? Ich habe es abgewogen. Das Ergebnis liest du gerade. Die Autorin Brené Brown hat mich daran erinnert, wie viel wir voneinander lernen können – auch und gerade aus den Niederlagen. In diesem Sinne hoffe ich, dass euch meine Erfahrung ermutigt, den Blick vom Problem zur Lösung zu wenden. Gerne unterstütze ich euch dabei – live oder auch online!

www.vorwärtsleben.de

DANKBAR – mit diesem Wort lassen sich die vergangenen Tage gut zusammenfassen:
 
DANKBAR für ein wiedervereinigtes Deutschland und dafür, dass sich mein Freundeskreis aus so vielen ganz unterschiedlichen Menschen aus allen Ecken und Enden des Landes und darüber hinaus zusammen setzt.
 
DANKBAR für ein verlängertes Wochenende mit viel Zeit zum Lesen, für Familie und leckeres Essen.
 
DANKBAR für eine funktionierende Heizung sowie die Erfindung von Wolldecken und Wärmflaschen, für Herbstdeko und Kerzenschein.
 
DANKBAR für Menschen, die mir die ein oder andere Aufgabe abgenommen und obendrein noch leckeren Kräutertee gekocht haben, als ich nicht ganz fit war.
 
DANKBAR für den Mut, auch mal Termine zu verschieben – und das nicht nur, wenn es absolut gar nicht mehr geht, sondern auch, wenn es mir einfach gut tun würde. Und in diesem Zusammenhang DANKBAR für die Erfahrung, dass das in 99% der Fälle gar kein Problem ist.
 
DANKBAR für die Möglichkeit, heute noch mal vom Sofa aus arbeiten, und die Hoffnung, ab morgen wieder normal durchstarten zu können.
 
Dankbarkeit hat viel mit Entscheidung zu tun. Der Entscheidung, auf das Gute im Nichtoptimalen zu schauen. Klappt bei mir nicht immer, aber zum Glück immer öfter. In diesem Sinne: Eine gute Woche dir mit wachen Augen für das Gute!