P1150628Ich träume. Nicht nur vom dritten VORWÄRTSLEBEN-Jahr, sondern noch weit darüber hinaus. Ich träume von einem Haus – kein Neubau, sondern ein uriges Gemäuer mit viel Platz für Einzelgespräche, Seminare, Begegnung. Natürlich mit einem großen Garten mit vielen Hortensienbüschen und gemütlichen Ecken. Lokale Künstler können in den Räumen ihre Werke ausstellen, es gibt Lesungen, Wohnzimmerkonzerte, vielleicht auch eine kleine Bistro-Ecke mit Büchern zum Reinschmökern. Es gibt Vorträge und Seminare von Leuten, die die Werte von VORWÄRTSLEBEN teilen. Und fast hätte ich es vergessen: Zwei Zimmer, wo Menschen, die eine kleine Auszeit brauchen, für ein paar Tage unterkommen können. Es ist ein offenes Haus, wo Menschen sich willkommen fühlen, wo sie ankommen und sie selbst sein dürfen. Und das sie ein Stück heiler als zuvor wieder verlassen.

Ich träume von Buchprojekten, einer ganzen Reihe praxisnaher Online-Kurse. Es ist ein buntes Bild. Es ist Zukunftsmusik. Ein Traum. Ob er je wahr werden wird? Dafür gibt es keine Garantie. Und ja, es bräuchte sicher das ein oder andere Wunder. Aber wie heißt es doch so schön: Wer nicht an Wunder glaubt, ist kein Realist!

In diesem Sinne: Träumt schön!

Träume sind Schäume – sagen manche. Und ja, es gibt Träume, die Schäume sind. Das liegt aber vielleicht gar nicht so sehr daran, dass der Traum zu abgehoben ist, sondern dass wir beim Träumen stehen bleiben. Dass wir uns fast schon automatisiert sagen, dass das ja eh nichts wird. Es ist unmöglich.
Henry Ford sagte einmal, dass, egal ob wir denken, dass wir es können oder auch nicht, wir Recht behalten. Denn unser Denken bestimmt zu einem großen Teil unsere Möglichkeiten.
ueberVLAber was wäre, wenn das, was wir uns erträumen, doch möglich wäre? Sich diese Frage zu stellen, erlaubt uns, Möglichkeiten zu entdecken und den Wunsch wachsen zu lassen. Und wenn er groß genug ist, kommt ein zweites Stichwort zum Tragen: Wo ein Wille, da ein Weg! Das Unmögliche wird möglich.
Nur wie? An diesem Punkt gilt es, kreativ zu werden, um Wege zu entdecken, die eigenen Träume Realität werden zu lassen. Beispielsweise indem wir nach Menschen Ausschau halten, die diesen oder einen ähnlichen Weg bereits gegangen sind. Und irgendwann bemerken wir, dass aus dem anfänglichen Unmöglich ein Wahrscheinlich geworden ist. Und noch ein wenig später dann ist der Traum vielleicht schon Realität.
Will ich damit sagen, dass jeder Traum Wirklichkeit werden kann? Nein. Aber ich glaube, dass viel mehr möglich ist, als wir meinen.
Wovon träumst du?

Es ist Dezember. Das Jahr ist mal wieder wie im Flug vergangen. Mit zwei parallel laufenden Weiterbildungen in integrativer Psychotherapie sowie kreativer Achtsamkeit war Neues lernen ein großes Thema. Und wirklich wahr: Ich habe viel gelernt und das sowohl fachlich als auch persönlich.
6-7So werde ich die letzten Wochen des Jahres nutzen, um alles noch mal Revue passieren zu lassen: Was waren meine wichtigsten Aha-Momente, wofür bin ich besonders dankbar, was durfte ich lernen, woran durfte ich wachsen? Und ich werde einen Blick aufs kommende Jahr werfen, werde Pläne schmieden, träumen, Weichen stellen. In dem Wissen, dass ganz viel in meiner Hand liegt – aber nicht alles.

Was hatte dein 2016 bisher für dich parat? Was sind deine Hoffnungen und Pläne für 2017 – und wie willst du sie Realität werden lassen?

P1160906Als wir vor gut drei Jahren in unser jetziges Haus einzogen, war ich von einer Sache besonders angetan: Der Tatsache, dass es einen Anbau mit separatem Eingang gab. Ein Raum, den ich für Coachings nutzen kann. Anfang 2015 war es dann soweit: VORWÄRTSLEBEN, meine Praxis für integrative Psychotherapie und Coaching, wurde ins Leben gerufen.

P1160897Nach einem Jahr merkte ich mehr und mehr, dass etwas nicht mehr passt. Der Raum war ursprünglich für andere Zwecke erbaut worden und ich fühlte mich immer weniger wohl dort. Also fing ich an, Ideen zu spinnen. Mein großer Traum ist es, eines Tages ein VORWÄRTSLEBEN-Haus zu haben. Ein Haus, wo Seminare und Workshops in größerer Runde stattfinden können. Wo es auch Wohnzimmer-Konzerte und Lesungen in gemütlicher Runde gibt. Ein Haus mit Garten und 1-2 Zimmern für Menschen, die eine Auszeit nehmen wollen. Ein Haus, in dem …

P1160905Ja, wenn ich mir erlaube zu träumen, dann träume ich groß. Manchmal ist es ein Spagat, beides unter einen Hut zu bringen: seine Träume und die momentanen Möglichkeiten. Ich versuche, meine Träume zu bewahren, sie wie einen Schatz zu hüten und gespannt zu sein, wann und wie die nach und nach zum Leben erweckt werden.

P1160903Gleichzeitig suche ich nach Möglichkeiten, für Stimmigkeit zu sorgen – in diesem konkreten Fall für einen Ort, an dem ich mich wohl fühle und gerne arbeite. Nach einer kleinen Renovierungsphase ist meine Praxis nun seit einer Woche wieder startklar. Ein dickes DANKESCHÖN geht an dieser Stelle an meine Familie, die mich enorm unterstützt hat durch tatkräftige Mithilfe, das Ertragen von Staub, Lärm und meinem Frust, wenn alles mal wieder länger dauerte als gedacht. Danke – ihr seid die Besten!

2014-12-15_wackelpartieMenschen zu bewegen, genau das ist mein Wunsch. Ich möchte inspirieren, Impulse setzen, Wissen und Erfahrung weitergeben, mit Menschen in Kontakt kommen. Habe ich dieses Ziel schon in vollem Umfang erreicht? Mitnichten! Aber ich bin unterwegs, habe mich aufgemacht und steuere auf mein Ziel zu. Schritt für Schritt. Oftmals gefühlt zwei Schritte vor und einen zurück, aber letztlich doch vorwärts – und das ist die Hauptsache!
Menschen und Worte – beide haben es mir angetan. Was läge da näher, als das eine mit dem anderen zu verbinden? Worte. Für Menschen. Zu ihrem Nutzen.
Ich habe mich aufgemacht. Meinem Traum entgegen. Dabei habe ich mich selbst besser kennengelernt. Und ich bin Menschen begegnet, die ich nicht mehr missen möchte, weil sie mein Leben bereichert und mein Denken erweitert haben.

Richtig oder falsch:
Lieber unterwegs sein und dabei den ein oder anderen Umweg bzw. Rückschritt in Kauf nehmen, als gar nicht in Bewegung sein!

Dezember. Für mich normalerweise der Monat des Dekorierens, Backens, Shoppings, der Kerzen, Freunde und des Feierns. Ein recht intensiver Monat, in dem ich Zeit und Energie investiere, um das Jahr zu einem guten Abschluss zu bringen: Haus putzen, Freunde individuell wertschätzen, den Glauben feiern.
Dieser Dezember wird anders. Das zurückliegende Jahr war teilweise sehr intensiv und ich möchte bewusst einen Gegenpol setzen. Anstatt auf Biegen und Brechen noch mal die Umsatzzahlen ein wenig zu heben oder Nichtgeleistetes doch noch abzuhaken, werde ich ruhig machen. Nicht weil ich muss, sondern weil ich es brauche, weil ich will. Ich entscheide mich für etwas, in diesem Fall für Zeit: Zeit um runterzufahren, Zeit um zu sein, in mich reinzuhören, mir selbst Gutes zu tun. Aber auch, um dieses Jahr emotional zu einem guten Ende zu bringen.
Der Dezember wird bei mir dieses Jahr ein Monat, in dem ich zurückblicke auf das, was war, und von dem träume, was sein wird. Das Jahr 2014 war vielschichtig und dem möchte ich Tribut zollen. Nicht mit Jahresrückblicken im TV, sondern ganz persönlich. Manches lief besser, als ich es mir hätte träumen lassen, anderes hingegen war eher zäh. Aber ich möchte nicht beim Zähen hängen bleiben, sondern das große Ganze in den Blick nehmen. Aus Fehlern lernen und das Gute weiterführen. Mich darauf besinnen, warum ich mache, was ich mache. Aber keine Sorge: In allem Reflektieren werden auch Freunde, Kekse und Gott noch Raum finden!

2014-12-01_rueckausblickFrag dich:
Hast du dir Ziele für 2014 gesteckt? Was ist daraus geworden? Waren sie zu klein, zu groß, zu schwammig, zu sehr von anderen Menschen oder äußeren Umständen abhängig? Was ist dieses Jahr gut gelaufen, was weniger? Nimm dir diese Woche ein wenig Zeit, um das, was war, zu würdigen.

Nachdem ich letzte Woche bereits die ersten vier Regeln für gute Ziele genannt habe, folgen nun noch die letzten fünf Regeln. Damit wäre dann das kleine 1×1 für gute Regeln komplett:

5. Mach deine Ziele überprüf- und messbar
Sei konkret in dem, was du formulierst: Wann soll das Ziel erreicht sein? Was gehört alles zur Zielerreichung dazu? Hier sind Zahlen, Daten, Fakten gefragt.

6. Überprüfe, welche Auswirkungen dein Ziel hat
Du bist Teil eines größeren Ganzen, beispielsweise einer Familie oder Firma. Alle Entscheidungen, die du triffst, haben Auswirkungen auf die Menschen um dich herum. Überprüfe, welche Auswirkungen dein Ziel und die Schritte, die auf dem Weg dorthin zu gehen sind, auf deine Umwelt haben. Und ob du bereit bist, sie zu gehen. Stehen Kosten und Nutzen in Relation?

7. Baue Teilziele ein
Gerade bei großen Zielen ist es sinnvoll, sie in mehrere Teilziele runterzubrechen. Das motiviert, macht Fortschritte sichtbar und erlaubt es dir, dein großes Ziel auf seine realistische Umsetzbarkeit zu überprüfen.

8. Formuliere Ziele, deren Erreichen du selbst beeinflussen kannst
Viele Dinge können wir beeinflussen, manches liegt jedoch nicht in unserer Hand. So kann ich beispielsweise meine Nachbarn nicht zwingen, mich zu grüßen, wenn wir uns im Hausflur begegnen. Was ich aber tun kann, ist, meinen Teil dazu beizutragen, dass ein freundliches Miteinander entstehen kann: Ich kann sie freundlich grüßen, wenn ich sie sehe – obwohl sie es vielleicht nicht tun. Ich kann ihnen die Tür aufhalten, wenn sie ihre schweren Einkäufe ins Haus tragen etc. Diesen Teil unserer Beziehung kann ich beeinflussen und dementsprechend in meinem Ziel formulieren.

9. Formuliere dein Ziel attraktiv
Worte haben Wirkung. Daher sollte auch ein Ziel nicht bloß sachlich-korrekt formuliert sein, sondern so, dass es mich anspricht und begeistert. Wie das konkret aussieht, muss jeder selbst rausfinden, da jeder Mensch auf unterschiedliche Bilder anspricht. Wer gerne gesunde Ernährung, Sport und Lebensfreude im Blick behalten wollte, könnte beispielsweise „mit Leichtigkeit genießen“ zu seinem Wahlspruch machen.

6-9

Formulier mal:
Ein gutes Ziel ist nicht in ein paar Minuten formuliert. Aber es lohnt sich! Wie lautet dein ganz persönliches Ziel? Versuche bei deiner Zielformulierung alle neun Regeln zu berücksichtigen.

Nächsten Monat:
Du darfst ausbrechen!

Ich behaupte: Träumen kann jeder. Nur soll es ja bekanntlich nicht bei Träumereien bleiben. Daher ist es sinnvoll, Träume in Ziele runterzubrechen. Da das nicht immer ganz so einfach ist, hier Teil 1 vom kleinen 1×1 für gute Ziele:

1. Formuliere dein Ziel positiv
Verwende positive Wörter und Aussagen. „Nicht“, „keine“, „ohne“ sollten nicht vorkommen, da unser Gehirn keine Verneinungen versteht. Heißt im Klartext: Wer sagt, dass er keine Chips essen will, sagt seinem Gehirn genau das Gegenteil, nämlich dass er Chips essen will! Ein Ziel sollte nicht an Flucht erinnern („das nicht mehr“), sondern ausdrücken, wo es hingehen soll („das will ich“).

2. Formuliere dein Ziel konkret und im Präsens
Bitte kein „Ich könnte“, „Ich sollte“, „Ich werde haben“, „Ich versuche“ etc. Diese Formulierungen sind zu wenig greifbar. Dein Ziel sollte als Fakt und möglichst konkret formuliert sein. Statt „Ich möchte in Zukunft mehr auf gesunde Ernährung achten“ lieber „Ich lege jede Woche einen Salat-Tag ein“.

3. Vermeide Vergleiche
Vergleiche sind schwammig. Sie drücken eine Entwicklung aus, benennen jedoch nicht das konkrete Ziel. Besser in etwas zu werden – was bedeutet das genau? Woran kann ich festmachen, dass das Ziel erreicht ist? Reicht ein bisschen besser oder muss es viel besser sein – und ab wann ist meine Leistung „viel besser“? Ziele sollten konkret formuliert sein, sodass man am Ende ohne zu zögern sagen kann, ob man es erreicht hat oder nicht.

4. Zielformulierungen sollen die Sinne ansprechen
Woran erkennst du, dass du dein Ziel erreicht hast? Was siehst, hörst, fühlst du dann? Erlebe dein Ziel mit allen Sinnen und lass das, was du wahrnimmst, mit in deine Zielformulierung einfließen.

6-8

Formulier mal:
Du hast einen Traum. Versuche nun, ihn auf ein konkretes Ziel runterzubrechen. Behalte dabei die ersten vier Regeln für gute Ziele im Blick.

Nächste Woche:
Träume runterbrechen (Teil 2)