see2Letzte Woche Geburtstag gefeiert. Nächstes Jahr steht ein runder Geburtstag an. Das Jahr bis zum Runden möchte ich bewusst nutzen, um ein paar Dinge zu erreichen, die mir wichtig sind. Dinga ganz unterschiedlicher Art, klein und groß, zentral oder eher banal. Und das nicht, weil ich den nächsten Geburstags als so besonders erachte, sondern weil es (mir) gut tut, mir Ziele zu setzen. Ziele, die heraus-, aber nicht überfordern.
Welches ist dein nächstes wichtiges Ziel, auf das du zusteuerst? Bist du gut davor oder kannst du ein wenig Ermutigung und Unterstützung gebrauchen? Falls Letzteres, dann meld dich gerne, damit wir schauen können, ob ich vielleicht genau der Wegbegleiter bin, den du gerade brauchst!

P1170350Ein Jahr dafür gearbeitet, gestern kamen sie dann endlich an: meine Abschlüsse in Modern Psychology und als Creative Mindfulness-Coach. Bin so dankbar, dass ich die Möglichkeit hatte, mich mit dieser kreativ-achtsamen Methode auseinander zu setzen. Im Kern geht es immer wieder darum, Möglichkeiten zu entdecken, die man vorher vielleicht nicht im Blick hatte – und mit sich selbst in Kontakt zu sein.

Unser Held kehrt von seiner Reise nach Hause zurück. In Filmen ist dies oft der Punkt, an dem das Heimatdort eine Party schmeißt und er als großer Held gefeiert wird. Vielleicht ist er aufgebrochen, um ein Heilmittel zu besorgen oder etwas ähnlich Bedeutendes, auf das die Gemeinschaft gewartet hat.
In der Realität ist die Heimkehr leider nicht immer mit einer großen Willkommensfeier verbunden, nicht mit Freudentränen, sondern mit irritierten Blicken: Die Person, die ausgezogen ist, um Neues zu entdecken – für sich persönlich oder zum direkten Nutzen für alle –, hat sich verändert. Sie hat Dinge erlebt, die die Zurückgebliebenen nicht erlebt haben. Er hat über den sprichwörtlichen Tellerrand geguckt, möglicherweise einschneidende Erfahrungen gemacht. Dinge, die die Gemeinschaft nicht zwingend auf Anhieb verstehen und nachvollziehen kann. Da diese Dinge so frisch sind, ist der zurückgekehrte Held vielleicht auch noch gar nicht in der Lage, von den Ereignissen angemessen zu berichten. Diese Veränderung kann Angst machen: „Ist das noch die Person, die wir kannten?“ Die Antwort auf diese Frage lautet ja – und nein.
Jeder von uns macht Erfahrungen, die uns prägen. Manche sind gewollt, manche nicht. Richtig ins Leben integriert, sorgen sie für persönliches Wachstum, für Reife. Bei der Heldenreise verhält es sich ganz ähnlich. Der entscheidende Punkt ist der, dass wir uns bewusst für neue Erfahrungen entscheiden – für den Aufbruch in neue Welten, mögen sie aufregend groß oder eher klein sein.

Zum Weiterdenken:
Wie hast du Veränderung in deinem Leben wahrgenommen: Als etwas, das dich von anderen trennt, vereint, verwirrt …? Wie geht es dir damit, wenn Freunde Erfahrungen machen, mit denen du nichts anfangen kannst?

Ich finde es wichtig, Erfahrungen mit anderen zu teilen. Aus diesem Grund habe ich für die aktuelle Ausgabe der Frauenzeitschrift Joyce einen Artikel über meinen Weg zum Traumberuf verfasst. Es war auch für mich spannend, noch mal zu sehen, wie manches ganz anders lief als gedacht, aber es doch auch so kam, wie ich es mir erträumt habe – wenn auch ganz anders.

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Ich gehöre zur Spezies „nicht perfekter Mensch“ – und noch dazu zu der Sorte „psychotherapeutisch arbeitender Mensch“. Wahrscheinlich hat mich gerade deshalb der Vortrag von Tanja so angesprochen – und spornt mich an, auf das von ihr beschriebene Ziel hinzuarbeiten. Aber lest selbst – und lasst mich wissen, was euch wichtig ist/wäre. Hier der Link zum Artikel:

http://sonnengrau.blogspot.de/2015/10/mein-vortrag-zum-thema-die_12.html

Sport tut gut, das weiß eigentlich jeder. Die große Frage ist nur, warum es regelmäßig Schwierigkeiten gibt, wenn Wissen auf Alltag bzw. Theorie auf Praxis trifft. Ich vermute, dass es unter anderem daran liegt, dass wir uns keine SMARTen Ziele setzen. SMART steht für
S = spezifisch
M = messbar
A = attraktiv / anspruchsvoll / aktiv beeinflussbar
R = realistisch
T = terminiert
Und genau so sollten unsere Ziele sein, damit wir dran bleiben und sie erreichen.

Überleg mal:
Wie könnte dein SMARTes Bewegungs-Ziel lauten?

Schon seit Monaten hatte ich mich auf den 04. Juli gefreut. Ich hatte mich vorbereitet und war gewillt, Regen, Wind und Kälte zu trotzen. Kurzum: Ich war bereit für den Women’s Run in Hamburg!
Aber dann kam sie – und mit ihr hatte ich nicht gerechnet: die Hitze. 36 Grad im Schatten sollte es werden, der Lauf war für 15 Uhr angesetzt und kurz vorher sagte dann auch noch meine Laufpartnerin ab.
In mir tobte ein Kampf: ein Kampf zwischen Ehrgeiz und Vernunft. Ich hatte mich gefreut, trainiert, konnte es schaffen und ja, ich wollte es mir beweise, wollte nicht kneifen. Auf der anderen Seite wusste ich, dass 36 Grad kein Pappenstiel und 15 Uhr eine denkbar ungünstige Startzeit ist. Zudem würde ohne Laufpartnerin an meiner Seite mein Ehrgeiz ziemlich sicher die Oberhand gewinnen. Heißt konkret: Ich würde mein normales Tempo laufen, nicht runter drosseln – oder erst, wenn ich kurz vorm Kollabieren bin. Die Argumente flogen in meinem Kopf wie Tischtennisbälle hin und her. Ich wusste nicht, was ich tun soll.
Am Ende kam mir das mit dem „das eigene Spiel gewinnen“ in den Sinn. Und so erklärte ich genau das zu meinem vornehmlichen Ziel. Das Ende vom Lied war eine maßgeschneiderte Lösung, bei der ich meinem obersten Ziel („Ich werde gut für mich sorgen!“) treu geblieben bin und so mein Spiel gewonnen habe. Und das ohne meinen Ehrgeiz abzutöten! Ich lief gleich morgens früh, als es noch vergleichsweise kühl war, meine Runde. Dann fuhr ich nach Hamburg, um mir meine Belohnung abzuholen: das pinke Motto-Shirt, auf das ich es abgesehen hatte.
Am Ende des Tages war ich glücklich: Ich war mir selbst treu geblieben, bin nicht gestartet – und habe doch gesiegt.

Ein Freund erzählte mir vor einiger Zeit die Geschichte eines Sportlers, der gegen seinen deutlich schlechteren Gegner verlor. Auf die Frage der Reporter, wie es sich anfühlt, gegen jemanden zu verlieren, der in der Rangliste weit unter einem steht, antwortete er sinngemäß: „Ich habe das Spiel gegen meinen Gegner verloren, aber mein eigenes Spiel gewonnen. Und das ist es, was zählt.“
Sein eigenes Spiel gewinnen: Für ihn bedeutete es, genau das umzusetzen, was er vorab mit seinem Trainer vereinbart hatte. Er hat alles richtig gemacht, auch wenn das nicht mit einem Turniersieg belohnt worden war. Trotzdem fühlte er sich als Sieger.
Für jeden von uns bedeutet es etwas anderes, das eigene Spiel zu gewinnen. Das Ziel ist es dann nicht mehr, um jeden Preis zu gewinnen, sondern sich selbst Regeln zu geben, Ziele zu setzen und ihnen treu zu bleiben. Beispielsweise gut für sich zu sorgen, was beinhaltet, Prioritäten zu setzen, die nicht immer allen gefallen.
Was könnte es für dich bedeuten, dein eigenes Spiel zu gewinnen?