„Ich darf Grenzen setzen, wahren und auch überwinden.“
P1170081Grenzen – für manche ein per Definition negativ besetztes Wort. Für andere hingegen etwas, das sie auf Leben und Tod verteidigen. Für mich persönlich ist das Wort Grenze weder per Definition negativ oder aber positiv. Grenzen können nützlich sein, angemessen, zeitweise sogar überlebenswichtig. Sie können einen Menschen aber auch isolieren. Dann nämlich, wenn sie vor langer Zeit errichtet wurden – zu Zeiten, in denen sie nötig waren, seitdem aber nicht mehr auf ihrem Bedarf hin überprüft wurden.
Wenn eine Stadt sich in einer akuten Belagerungssituation befindet, braucht sie die Mauer. Eine rundum geschlossene Mauer. In solch einer Situation die Tore zu öffnen, wäre fatal. Wenn die Belagerung aber bereits lange zurück liegt, macht es das Leben der Bewohner extrem schwierig, wenn sie weiterhin die Tore geschlossen halten. Dann wird nicht die Belagerung, sondern das Geschlossenhalten der Tore zur Gefahr.
Aus diesem Grund ist es wichtig, sich immer mal wieder die Frage zu stellen, was gerade dran ist: Grenzen setzen, wahren oder überwinden.

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