Letzten Monat schoss er mir durch den Kopf, der Satz „doubt the doubt“. „Doubt the doubt“ bedeutet so viel wie am Zweifel zweifeln. Boom, das hatte gesessen! Den Zweifel in Frage stellen, ihn kritisch hinterfragen, ihn auf seinen Wahrheitsgehalt bzw. die Wahrscheinlichkeit prüfen, das war ein Gedanke, der mir in der Form noch nicht gekommen ist. Und er war so passend, denn gerade war ich dabei, Neuland zu entdecken. Wie bei der Planung einer Expedition in unbekannte Welten üblich, wurden kritische Stimmen laut – in meinem Fall die „Quatschis“ in meinem Kopf. „Das wird nichts, lass es lieber bleiben! Das Risiko ist zu groß! Du wirst dich blamieren!“ Sie quatschten mir das Ohr ab, vor allem aber den Mut.

alltagsMUT2Doubt the doubt, am Zweifel zweifeln – genau das habe ich getan. Erst in Gedanken, später mit Stift und Papier bewaffnet. Ich habe etliche Seiten vollgeschrieben und am Ende hat der Zweifel am Zweifel gewonnen. Auf den ersten Schritt in neues Land folgte ein zweiter, dann ein dritter und viele weitere mehr. Haben die Quatschis seit meinem Schreibmarathon brav den Mund gehalten? Nein. Haben sie meinen Zweifel am Zweifel immer wieder hinterfragt und mich durch ihren Zweifel zweifeln lassen von meinem Zweifel? Ja. Denn hey, es ist Neuland, es gibt gewisse Risiken, es ist nicht immer easy. Von daher stecke ich mir keine Oropax rein und schalte auf Durchzug. Diese Gedanken, die durch unseren Kopf wabern, beinhalten ja oft auch einen Funken Wahrheit. Darum höre ich hin, gebe mir aber die Erlaubnis, selbst zu entscheiden, ob ich ihnen glaube – und wenn ja, ob alles oder nur Teile dessen, was sie mir zuflüstern.

In diesem Sinne die Frage an dich: Hast du heute schon gezweifeln?

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