Die eigene Komfortzone verlassen – manchmal finde ich das total aufregend, spannend und mach es gerne. Manchmal aber auch nicht. So wie vor ein paar Monaten: Ich war beim ersten Weiterbildungswochenende in Gestalttherapie. Tolle Gruppe, tolle Dozentin, alles gut – bis sie plötzlich ankündigte, dass wir nach der Mittagspause eine Runde tanzen würden. Ich bin mir sicher, mein Herz hat ein paar Sekunden ausgesetzt – ich und tanzen? Hallo, geht’s noch? Bin vielleicht 1-2 Mal in der Disko gewesen und das war so gar nicht mein Ding. Der Tanzkurs während der Schulzeit würde mich wohl auch nicht retten. Tanzen … in der Gruppe … Freestyle?

2010_angstherausforderungDas ware nicht nur außerhalb meiner Wohlfühlzone, sondern quasi schon in der Panikzone! Nachdem gesagt wurde, man dürfe gern auch die Augen zu machen und solle einfach in sich reinfühlen, wie der Körper sich bewegen will, rückte die Herausforderung schon wieder etwas von der Panikzone weg. Und ich merkte: Es ging. Ich bin weder gestorben, noch habe ich mich so blamiert, dass ich mich danach nicht wieder in der Gruppe blicken lassen konnte. Das zu erleben tat gut. Mittlerweile liegt das vierte von fünf Wochenenden hinter mir. Und mittlerweile kann ich sie total genießen, unsere Tanzrunden nach der MIttagspause.

Bin ich ein toller Tänzer? Nein. Habe ich Ambitionen, die nächste Ü30-Party unsicher zu machen? Nö. Tanze ich noch immer am liebsten mit geschlossenen Augen? Ja. Habe ich etwas Neues, Wohltuendes für mich entdecken können? Drehe ich jetzt ab und an, wenn ich alleine zu Hause bin, die Musik auf und tanz ’ne Runde? Bin ich froh, dass ich mich getraut habe – damals, als ich dachte, ich würde vor Scham sterben? Ja, ja und nochmals ja. Danke, Steffi, dass du mich eingeladen hast, meine Grenzen weiter zu stecken. Und dass du mich mit einer bis dato unentdeckten Seite in Kontakt gebracht hast.

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