Vor ein paar Monaten fing es an: Ich hatte permanent leichte Kopfschmerzen. Dann der Aha-Effekt: Die Brille war schuld. Sie hatte jahrelang gute Dienste geleistet, aber nun passte sie nicht mehr, meine Werte hatten sich verändert. So wurde ich daran erinnert: Eine Brille ist etwas Wunderbares, aber eben nur, wenn sie richtig sitzt und die Glasstärke stimmt.
P1140503Während gut sitzende Brillen, genauso wie Werte und Traditionen, das Leben erleichtern, verhält es sich mit Billigware anders. Denn sie sorgt allzu oft dafür, dass man nicht mehr durchblickt. Ich denke da an Werte und Traditionen, die man unreflektiert übernimmt: Sie müssen nicht schlecht sein, aber wenn man sie übernimmt, ohne vorher zu überprüfen, ob sie auch stimmig sind, kann das nach hinten losgehen. Sie können passen, müssen aber nicht. Und ehe man sichs versieht, ertappt man sich dabei, dass man diese Werte und Traditionen vehement verteidigt, jedoch nicht mal weiß, warum eigentlich. Das fällt nicht auf, solange man sich mit Menschen umgibt, die die gleiche Brille tragen. Aber wenn man beispielsweise mit Kindern zu tun hat, deren Augen gut sind und die daher keine Brille tragen, wird es spannend. Denn sie stellen Fragen – und geben sich nicht mit einem „Das ist halt so!“ zufrieden. Zum Glück!

Frage zum Weiterdenken:
Hast du schon mal festgestellt, dass du Dinge tust, ohne zu wissen, warum eigentlich? Dass du vehement Dinge vertrittst, ohne wirklich dahinterzustehen? Und ganz wichtig: Hast du daraus Konsequenzen gezogen?

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