Wer die TV-Krimiserie „Monk“ kennt, kennt wahrscheinlich auch die Aussage „Es ist ein Segen – und ein Fluch!“ Die Rede ist von Adrian Monks diversen psychischen Störungen. Neben unzähligen Phobien ist da vor allem seine Zwangsstörung zu nennen. Natürlich ist diese hinderlich für seinen Alltag, sodass er neben psychotherapeutischer Hilfe zusätzlich noch auf die Unterstützung seiner persönlichen Assistentin angewiesen ist. Ihre Aufgabe ist es, alles Angstmachende bestmöglich von Monk fernzuhalten. Auf der anderen Seite ist es gerade seine Störung, die dazu führt, dass er sofort bemerkt, wenn etwas nicht in Ordnung ist: Durch seinen Hang zur Ordnung und zu klaren Strukturen erweckt all das seine Aufmerksamkeit, was diesem System zuwider ist. Diese „Macke“ beschert ihm eine überdurchschnittlich hohe Aufklärungsrate, weshalb ihn die Polizei von San Francisco gerne als freien Berater hinzuzieht.
Ich finde es spannend zu sehen, wie im Fall von Adrian Monk etwas vermeintlich Negatives dennoch einen positiven Nebeneffekt haben kann. Natürlich bin ich deshalb nicht erpicht darauf, im Laufe meines Lebens an einer Zwangsstörung zu erkranken. Genauso wenig würde ich jemandem mit einer Zwangsstörung dazu raten, nicht daran zu arbeiten, um den Leidensdruck zu minimieren. Aber diese – zugegeben fiktive – Geschichte ermutigt mich, nach dem Guten im Negativen zu suchen. Dabei kommt mir eine Frau in den Sinn, die schwere depressive Episoden hinter sich hat und nun viel von ihrer Zeit und Energie investiert, um andere Menschen mit der gleichen Diagnose zu unterstützen, Aufklärungsarbeit leistet, Vorurteile abzubauen versucht.

Und du?
Segen und Fluch – wo wünschst du dir, das Gute im Hinderlichen wahrnehmen zu können?

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