Suizidalität – ein Thema, über das man noch weniger offen spricht als über Depression. Dabei nimmt sich allein in Deutschland alle 53 Minuten ein Mensch das Leben; alle 4 Minuten versucht es jemand. Das sind mehr Menschen als durch Verkehrsunfälle, illegale Drogen, Aids und Gewalttaten zusammen. Bei jungen Menschen bis 25 Jahre ist Suizid die zweithäufigste Todesursache.
Insgesamt nehmen sich hierzulande jährlich etwa 10.000 Menschen das Leben. Ich kenne einige von ihnen. Spontan fallen mir fünf Menschen aus meinem Freundes- und Bekanntenkreis ein, deren Suizidversuch tödlich ausging, und es sind noch mehr, die mit ihrem Leben davon gekommen sind.
Im Studium hat sich eine gute Freundin entschieden, ihrem Leben ein Ende zu setzen. Sie war gerade aus dem Krankenhaus entlassen worden, weil es ihr – so die Aussage der Ärzte – deutlich besser ging. Rückblickend betrachtet war das die sogenannte „Ruhe vor dem Sturm“: Ein paar Tage später nahm sie sich das Leben. Sie sah keinen anderen Ausweg. Zurück blieben wir, ihre Freunde. Ihre Entscheidung hat mein Leben geprägt.
Suizid ist ein großes Thema. Eines, über das gesprochen werden sollte. „Freunde fürs Leben e. V.“ setzt sich aktiv für Suizidprävention ein. Auf ihrer Homepage frnd.de sowie über ihren YouTube-Kanal informieren sie zum Thema, interviewen Betroffene, geben Rat. Seht euch gerne auf ihren Seiten um – es lohnt sich!

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