Krawumm! Mit einem Mal findet man sich am Boden wieder: Die Luft ist raus, man ist groggy, alles ist einem zu viel. Dabei hat man bis gerade eben noch gekonnt alle Lebensbereiche jongliert. So ging es mir kürzlich. Diverse Projekte hatten sich zeitlich geballt. Ohne es bewusst geplant zu haben, wurde an die eigentliche Arbeitszeit hier und da noch ein Stündchen drangehängt, die Mittagspause am Schreibtisch verbracht und der Sport gestrichen. Von Work-Life-Balance keine Spur. (Wobei ich diesen Begriff sowieso nicht mag, da er mir suggeriert, dass Arbeit per Definition etwas Negatives ist, das durch etwas Positives ausgeglichen werden muss.)
In solchen Krawumm-Zeiten ist Ursachenforschung angesagt. Was ist schief gelaufen – und warum? Spannend ist in diesem Zusammenhang auch die Frage, was im Leben Kraft zieht und was Kraft spendet. Sich dessen bewusst zu sein bzw. zu werden, ist die Grundlage für ein Leben in Balance. Ein Leben, in dem sich Krafträuber und Kraftspender die Waage halten.
Meist reichen schon kurze „Auftankstopps“, um mit neuer Energie durchstarten zu können. Wer über längere Zeit nicht für Ausgleich sorgt, wird entsprechend länger brauchen, um wieder vollzutanken. Wie beim Auto: Wenn ich alle 150 km nachtanke, dauert der Stopp an der Zapfsäule nicht so lang wie wenn ich erst nach 650 km aktiv werde, wenn die Tankleuchte möglicherweise bereits blinkt.
Auftanken kann ganz unterschiedlich aussehen: ein kurzer Mittagsschlaf, der DVD-Abend mit guten Freunden, ein Spaziergang, der Vormittag in der Werkstatt, der ausgeschaltete Fernseher …
Letzten Endes läuft es immer wieder auf die eine Frage hinaus: Gestehe ich mir diesen Ausgleich zu? Sehe ich mich und meine Bedürfnisse als wichtig genug an, um ihnen in angemessener Art und Weise zu begegnen? Stichwort Leit- bzw. Leidsätze …

2014_7_14_freizeitÜberleg mal:
Was sind deine ganz persönlichen „Krafttankstellen“ (Kochen, Freunde, Kreativität, Sport, Zeit allein, Kaffeepause mit Buch, Glaube, Musizieren …)? Mach eine Liste und plane für diese Woche einen Tankstopp ein, der normalerweise zu kurz kommt.

PS:
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