WORTBEWEGER sein – das ist nicht nur Teil meiner Arbeit (www.wortbeweger.de), sondern ein echtes Herzensanliegen von mir. Gestern war wieder so ein Tag, wo unbedacht ausgesprochene Worte mir das Herz zerrissen haben. Meine Tochter ist für ihr Alter vergleichsweise klein und wird seit Jahren jeden Sommer gefragt, ob sie sich denn auf ihre Einschulung freue – zum letzten Mal diesen Sommer, als sie auf die weiterführende Schule gewechselt hat. Gestern wieder so eine Situation: Es wurden zum Valentinestag in der Buchhandlung Geschenke verteilt – Bücher und andere Kleinigkeiten. Als sie nun ein Buch aussuchen wollte, reichte ihr die Verkäuferin einen Schlüsselanhänger – denn für die Bücher (ab 8 Jahre) wäre sie ja noch zu klein. Als sie mir davon erzählte, musste ich mit den Tränen kämpfen. Worte bewegen, positiv wie auch negativ, egal ob „nur so dahingesagt“ oder ganz bewusst ausgesprochen. Worte treffen und bleiben hängen. Immer wieder höre ich von Menschen, die an Worten, die oft schon lange zurückliegen, zu knabbern haben. Die sich wie ein Widerhaken in ihre Herzen eingedrungen, darin steckengeblieben sind und sich chronisch entzündet haben. Viele dieser Worte sind nicht böse gemeint. Manche möchten sie zurücknehmen, aber einmal ausgesprochen, sind sie raus und wirken. Was tun? Sich ärgern bringt nichts. Stattdessen gilt es, zu versuchen, Wortbeweger im besten Sinne des Wortes zu sein: Lasst uns helfen, durch Zuhören und das Entgegensetzen positiver wahrer Worte beim „Entgiftungsprozess“ zu helfen. So kann der Widerhaken sich nach und nach lösen und die Wunde immer weiter abheilen. Lasst uns diese Woche mit guten Worten das Leben unserer Mitmenschen bewegen!

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