Wie sieht Selbstliebe aus – also ganz praktisch? Bedeutet es, seinem Körper Gutes zu tun, indem man zum Salat greift statt zur Pizza, sich jeden Tag bewusst bewegt etc.? Oder bedeutet es, sich die geliebte Schokolade nicht zu verweigern, sich Ruhe zu gönnen auf dem Sofa? Gerade gestern dachte ich wieder: Es ist kein Entweder-Oder, sondern vielmehr ein Sowohl-als-Auch (wie auch immer das richtig geschrieben wird … bin zu faul, im Duden nachzuschlagen). Es ist total wichtig, gut für seinen Köper zu sorgen – eine vernünftige Ernährung und Bewegung gehören da meiner Meinung nach unbedingt dazu. Aber manchmal braucht man auch was anderes: Faulsein und die Joggingrunde ausfallen lassen, ohne schlechtes Gewissen zu Kohlenhydraten greifen etc.
Selbstliebe hat viele Gesichter und was an einem Tag oder sogar noch vor einer Stunde genau richtig und ein Ausdruck selbiger gewesen wäre, kann im nächsten Augenblick schon nicht mehr passend sein. Ich glaube, dass es vor allem darum geht, achtsam mit sich selbst umzugehen und angemessen auf Bedürfnisse zu reagieren. Wichtig finde ich in all dem, dass unser Handeln kein Kompensieren sein sollte, also Schokoladentafel statt mal Nein zu sagen oder sich umarmen lassen. Und auch keine Selbstbestrafung, sprich: Wenn etwas aus dem Ruder gelaufen ist, dann nicht versuchen, doppelt gegenzusteuern und dadurch über das gesunde Maß hinauszuschießen – stattdessen einfach weitermachen wie ursprünglich geplant.
Was macht Selbstliebe für dich aus? Worin wird sie sichtbar? Wie lebst du sie im Alltag?