In Zukunft möchte ich diese Seite nutzen, um in unregelmäßigen Abständen von kleinen und auch größeren „Lichtblicken“ zu berichten. Das können persönliche Erfahrungen sein, interessante Fakten, spannende Bücher oder auch Projekte.

Den Anfang macht ein Buch. In den letzten Wochen habe ich gleich mehrere Bücher zum Thema Trauer gelesen, eines davon möchte ich euch heute kurz vorstellen. Es ist das Buch „Begleitet in meiner Trauer“ von Monika Osmaston-Zakes, erschienen im SCM Hänssler-Verlag.

Das Buch trägt den Untertitel „Ein Hoffnungsbuch für schwere Zeiten“. Nun war ich gespannt, ob es das wirklich ist: ein Hoffnungsbuch. Leider habe ich schon viele Bücher, nicht nur zu diesem Thema, gelesen, in denen Hoffnung versprochen wird, es aber nur so von (frommen) Plattitüden wimmelte, und oftmals von der eigenen Erfahrung 1-zu-1 auf alle anderen geschlossen wurde. So ist dieses Buch nicht.

Die Autorin lässt ihre Leser immer wieder an ihren eigenen Erfahrungen mit Tod und Trauer teilhaben, aber diese Erfahrungen dominieren nicht, sondern ergänzen auf positive Art. Monika Osmaston-Zakes schafft es, ein hochemotionales Thema auf angenehm ruhige Art zu besprechen. Was mich daran besonders begeistert hat, ist ihre reflektierte Sichtweise. Sie ist sowohl Betroffene als auch in ihrer Rolle als Trauerbegleiterin Helfende für andere. So kennt sie beide Welten, kann nicht nur aus eigener Erfahrung berichten, sondern auch von dem, was sie durch die Begleitung anderer Hinterbliebener lernt. Sehr gut haben mir die immer wieder eingestreuten Übungen gefallen, die ich als sehr passend und hilfreich empfunden habe. Auch die von ihr gewählten Zitate in jedem Kapitel haben mich oft berührt und angesprochen.

Die Autorin schafft es, viele Hintergrundinformationen gut verständlich einfließen zu lassen. Das macht es für mich zu mehr als „nur“ einem Hoffnungsbuch. Zusammenhänge aufzuzeigen, sie besser verstehen zu lernen und Wege möglichen Handelns aufzuzeigen, scheint ihr ein großes Anliegen beim Schreiben gewesen zu sein, und das ist ihr meines Erachtens gelungen.

Monika Osmaston-Zakes schreibt dieses Buch als Christin. Sie hält mit ihrem Glauben nicht hinterm Berg, jedoch ist es nicht die Art Buch, die nur für Christen geeignet ist. Der Glaube ist präsent, aber auf eine angenehm unaufdringliche Art. An einer Stelle räumt sie auch sehr bewusst mit frommen Vertröstungs- und Erklärungsversuchen auf und plädiert dafür, die Spannung des Nichtverstehens auszuhalten. Trauer ist absolut einzigartig und doch gibt es viel Verbindendes. Man muss sie nicht alleine durchleben. Diese Aussagen stehen am Anfang des Buches und diese Botschaft zieht sich durch bis zum Ende. Lesenswert in meinen Augen nicht nur für Betroffene, sondern auch für Menschen, die mit Betroffenen Kontakt haben und für diverse mögliche Herausforderungen der Trauer sensibilisiert werden möchten.

Seit dem 04. Februar ist es endlich erhältlich: mein Buch “Vorwärts leben”, erschienen im SCM Hänssler-Verlag. Das MINDO-Magazin hat schon mal reingelesen und eine schöne Rezi online gestellt. Hier geht’s zur Buchbesprechung: https://mindo-magazin.de/vorgestellt-nicole-sturm-vorwaerts-leben/