Kürzlich las ich, dass die Zahl der Suizide in den letzten Wochen drastisch gestiegen ist. An anderer Stelle war von der erhöhten Rückfallquote von Alkoholikern die Rede, da viele Selbsthilfegruppen aktuell keine Angebote am Start hätten. Und auch so gehen viele von uns auf dem sprichwörtlichen Zahnfleisch. Diese Corona-Sache ist kein Sprint, wo man einfach kurz kräftig durchpowert, sondern wohl eher ein Marathon, der viele aus ganz unterschiedlichen Gründen und auf ganz unterschiedlichen Ebenen enorm aufreibt. Lange Vorrede, um zum eigentlichen Punkt zu kommen: Bitte habt ein Auge auf euch und auch auf eure Mitmenschen. Seht zu, dass ihr eure Energietanks immer wieder mal checkt und wo nötig auffüllt. Und ganz wichtig: euch Unterstützung holt, wenn ihr selbst an irgendeinem Punkt nicht weiterkommt. Versprecht ihr mir das? Danke.

Als ich gebeten wurde, ein Sonderheft zum Thema “Angst” zu schreiben, ahnte noch niemand etwas von Corona. Als das Heft dann fest fertig war, waren wir mittendrin. Eigentlich sollte dieses Heft erst im Herbst erscheinen, aber nach Rücksprache mit meinen ehemaligen Kollegen haben wir Vollgas gegeben und jetzt ist es da! Ich freue mich sehr und hoffe, dass es vielen Menschen hilft, mit dieser herausfordernden Situation, aber auch mit allem anderen, was Angst macht, umzugehen.
“Vom Umgang mit der Angst. 18 Angst lösende Bibellese-Impulse” (ISBN 978-3-95568-387-0) ist beim Bibellesebund erschienen. Aktuell gibt es eine tolle Aktion, bei der ihr zwei Hefte zum Preis von einem bestellen könnt – so könnt ihr eins selbst lesen und das andere verschenken.

Wer bin ich? Wer bist du? – Schon mal darüber nachgedacht? Ich denke an eine Frau, die immer wieder von sich als trauernde Witwe sprach. Oder einen Mann, der nonstop seine Selbstständigkeit in den Vordergrund stellte. Wir alle haben Worte, mit denen wir uns besonders häufig beschreiben und vermutlich auch besonders stark identifizieren. Das ist normal und daran ist auch erst einmal nichts grundsätzlich falsch. Ich musste nur letztens denken, wie schade es doch ist, sich bei der Beschreibung seiner Person auf 1-2 Begriffe zu beschränken. Also habe ich es mal versucht und ein kleines Brainstorming gemacht zur Frage, wie ich mich selbst beschreiben könnte. Es gab nur eine einzige Bedingung: Die Begriffe sollten sich – in meinen OHren – positiv anhören, also nichts, was abwertend ist. Das hier ist das Ergebnis. Vielleicht hast du ja Lust, es auch einmal zu versuchen? SIch kreativ mit sich selbst auseinanderzusetzen, tut gut. Wer Interesse daran hat, mehr darüber zu erfahren oder es einmal auszuprobieren: Auch das ist im Rahmen meiner Online-Angebote möglich! Lass uns gerne ins Gespräch kommen!

Heute möchte ich euch noch ein weiteres Buch vorstellen: „Beziehungsstark“ von Marc Bareth (SCM Hänssler). Der Titel verrät es schon: In diesem Buch geht es um Beziehungen und die Frage, was sie stark macht bzw. wie man sie bewusst stärken kann.

„5 Minuten für eine richtig gute Partnerschaft“, lautet der Untertitel. Ein „quick fix“, also eine schnelle Lösung, die Marc Bareth da in seinem Buch präsentiert? Ganz sicher nicht. Gleich zu Beginn macht er deutlich, dass Beziehungsarbeit Arbeit ist. Man muss bereit sein, Zeit und Energie zu investieren, sich auch mal selbst hinterfragen, auf den anderen einlassen, Neues ausprobieren bzw. das über Jahre angehäufte theoretische Wissen endlich wirklich mal umsetzen. Die im Untertitel angesprochenen 5 Minuten beziehen sich auf die Zeit, die man jeweils zum Lesen der insgesamt 52 Beziehungsimpulse braucht. Diese bilden meines Erachtens das Kernstück des Buches. 5 Minuten Lesezeit pro Impuls, die Umsetzung dauert dann aber natürlich doch länger. 😊

Für mich ist dieses Buch eine Art Beziehungs-Stärkungs-Werkzeugkasten mit 52 nützlichen Tools. Aber wie bei jedem Werkzeugkasten kommt es nicht primär darauf an, ihn zu besitzen, sondern ihn auch zu nutzen und im Laufe der Zeit immer geschickter im Umgang mit den einzelnen Werkzeugen zu werden. Und so wird auch nur derjenige einen echten Nutzen aus dem Buch ziehen können, der es nicht einfach in einem Rutsch durchliest und dann zur Seite legt, sondern tatsächlich damit arbeitet.

52 Impulse – wie wäre es, daraus ein Jahresprojekt zu machen und jede Woche einen Impuls bewusst umzusetzen? Entweder gemeinsam als Paar oder auch allein. Denn auch wenn nur einer das Buch liest und die Impulse umsetzt, kann das viel verändern. Weil viel ja nicht nur am Partner hängt, sondern auch an einem selbst, der eigenen Einstellung etc.

PS: Auch wenn das Buch mit Fokus auf Partnerschaft geschrieben wurde und es in einigen Impulsen auch um das Thema Sexualität geht, lassen sich etliche Impulse auch auf andere Beziehungen übertragen.