Den Kopf in den Sand stecken? Trotzig den Rebellen raushängen lassen? Das sind zwei gängige Reaktionen auf ungebetene Herausforderungen. Nur bringen sie uns im Normalfall nicht weiter. Weitaus hilfreicher: sich fragen, was für Möglichkeiten man hat. Optionen ausloten. Neue Möglichkeiten entdecken. Bedeutet mehr Arbeit, mehr Hirnschmalz, aber es kann so viel Gutes daraus entstehen, dass sich die Arbeit lohnt.
Wo stehst du gerade vor Herausforderungen? Wie gehst du mit ihnen um?
Solltest du Unterstützung brauchen, dann melde dich gerne. Online-Coachings bieten hierfür eine tolle Möglichkeit – ortsunabhängig, flexibel, maßgeschneidert.

Seit einigen Monaten gibt es MINDO, das Online-Magazin rund um Seelsorge, Coaching und Lebensberatung sowie heilsame christliche Spiritualität. Für MINDO schreibe ich regelmäßig Beiträge, den neusten findet ihr hier:

Coaching: Alltags-Berge zum Schrumpfen bringen

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Viel Spaß beim Lesen und Durchstöbern der MINDO-Website sowie einen guten Start in die neue Woche euch!

Manche großen Aufgaben und Projekte können einen regelrecht erschlagen. Sie türmen sich wie ein gewaltiger Berg vor einem auf – scheinbar unbezwingbar. Mir hilft es, diese “Berge” runterzubrechen. Ich frage mich: Was steht HEUTE an? Was sollte ich HEUTE tun, welchen kleinen Schritt HEUTE gehen? Diese kleinen Schritte sind machbar, das Heute überschaubar. Und so fühle ich mich den Bergen des Lebens nicht mehr ohnmächtig ausgeliefert, sondern in der Lage, sie zu erklimmen. Langsam vielleicht, in meinem Tempo. Aber besser gefühlt langsam als gar nicht, weil man beim Anblick des Berges in Schockstarre verfällt. Welchem Berg stehtst du vielleicht gerade gegenüber? Wie willst du mit ihm umgehen?

Schon mal von “Streakrunning” gehört? Wichtig: Streak-, nicht Steak! 🙂 Wer Streakrunning betreibt, geht jeden Tag laufen. Jeden Tag, ohne Unterbrechung. Sobald man einen Tag auslässt, ist der Streak unterbrochen und man muss einen neuen starten. Es geht also darum, möglichst viele Tage (es gibt Menschen, die einen mehrjährigen oder sogar jahrzehntelangen Streak haben!) hintereinander zu laufen. Das Minimum liegt nach offiziellen Richtlinien bei einer Meile am Tag, also 1,6 km. Ich möchte das auch mal versuchen – aber erst, wenn die kalte Jahreszeit vorbei ist.

Während also Pläne für den Frühling geschmiedet werden, frage ich mich, ob es nicht auch andere Streaks geben könnte. Wie wäre es beispielsweise mit einem Dankbarkeits-Streak oder einem Selbstsorge-Streak oder einem Ich-liebe-dich-sagen-Streak oder einem Lese-Streak oder …? Was denkt ihr – wäre das was? Vielleicht im Dezember oder direkt im neuen Jahr? Was wäre euer Favorit? Ich bin gespannt!

Akzeptanz – für mich jahrelang ein echtes Anti-Wort. Für mich war Akzeptanz gleichbedeutend mit sich mit etwas abfinden (obwohl man es eigentlich gerne anders hätte), aufgeben, passiv sein. Heute heißt akzeptieren für mich, Ja zu etwas zu sagen – Ja zu dem, wie es jetzt gerade ist. Und ich merke, wie wichtig das ist.
Wenn ich permanent gegen etwas ankämpfe, dann macht das einfach nur müde. Wenn ich sachlich feststelle: “So ist es gerade und das ist okay!”, dann kann ich von dort aus schauen, wie es weitergehen soll. Manchmal wäre ich gerne jemand anderes. Bin ich aber nicht.
Als ich im Frühling nach mehrjähriger Krankheitspause wieder mit dem Laufen anfing, wäre ich definitv gerne jemand anders gewesen: jemand mit mehr Kondition, weniger rotem Gesicht, vor allem aber weniger Gewicht. Ich hätte darauf warten können, bis ich eine andere bin. Stattdessen habe ich innerlich Ja gesagt zu dem, was gerade der Stand der Dinge ist: wenig Kondition, roter Kopf nach 300 Metern langsamen Einlaufens, defintiv etliche Kilos zu viel auf den Hüften (und nicht nur dort!), Sprints in der Schnelligkeit einer Schildkröte, die durch Erdnussbutter stapft … und hab mir trotzdem meine Laufschuhe angezogen und hab angefangen. Kurze Runden am Anfang, dort, wo sonst niemand unterwegs ist …
Gestern war ich wieder laufen und hab gemerkt, was ein Ja zu sich ausmacht. Ich laufe mittlerweile deutlich längere Distanzen, werde aber noch immer schnell rot, mein “Tempo” hat diesen Namen oft gar nicht verdient, schlanker bin ich auch nicht geworden. Und doch laufe ich ganz anders: befreiter. Ich versuche, meine Vergleichs-Brille möglichst oft abzulegen – und dafür meine Dankbarkeitsbrille aufzusetzen. Ich bin dankbar für so viel mehr Kondition, für den Mut, das “Abenteuer Laufen” angegangen zu sein, für neue Kraft und meinen Körper, der unter “erschwerten” Bedingungen so super mitmacht. Ich glaube, ohne dieses Ja im Frühling wäre so viel anders heute – negativ anders.
Meine Frage an dich: Wo könnte ein “Ich akzeptiere mich so, wie ich bin” (oder für die ganz Mutigen: “Ich umarme, wer ich bin”) das sein, was du gerade brauchst?
PS: Wenn du merkst, dass du in diesem Punkt Unterstützung brauchst, dann melde dich gerne bei mir!

Sich selbst herausfordern – ich halte das für unglaublich wichtig! Natürlich kann man dafür auf die nächste hippe Challenge in den sozialen Medien warten. Dort kursieren ja genug, egal ob im Bereich Sport, Kreativität, Sparen – die Liste ist endlos. Und natürlich kann man auch auf den Chef warten, der einem eine neue herausfordernde Aufgabe überträgt. Man kann sich aber auch selbst immer wieder herausfordern. Und dabei ganz viel über sich selbst lernen, Neuland erkunden, Eigenmacht erleben. Wie gesagt: Es müssen (und sollen) keine Mammutprojekte sein. Aber Ziele zu haben, gibt Richtung und Energie. Meinen 40. Geburtstag werde ich meinen ersten 5-Kilometer-Lauf machen. Also den ersten „offiziellen“, zusammen mit meiner Tochter. Beruflich lote ich gerade Neues aus. Nichts Weltbewegendes, aber Dinge, die mich herausfordern, auf ganz unterschiedlichen Ebenen. Beim Lauf ist es nicht so sehr die Distanz, sondern vielmehr meine Gedanken, die ich unter Kontrolle bringen darf: Nicht darüber nachdenken, ob jemand über meinen roten Kopf (den ich übrigens schon nach 500 Metern habe!) lacht oder darüber, wie langsam ich unterwegs bin. Kopf aus, Laufschuhe an. Nicht nur im Juli beim Lauf, sondern auch jetzt jedes Mal, wenn ich „in Gefahr“ stehe, meinen Nachbarn beim Lauf um den See zu begegnen. Das Tolle ist: Mit jedem Mal ist es mir mehr egal. Der Lauf um den See klappt jetzt schon ganz ohne Kopfkino! 😊

 

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Endspurt! Was mich interessieren würde: Was war bis jetzt eure größte Herausforderung? War es die Zeit, der innere Schweinehund, Unvorhergesehenes, fehlende Motivation … oder vielleicht der ein oder andere „Quatschi“? Quatschies sind echte Energieräuber. Es sind (automatisierte) negative Gedanken wie beispielsweise „Das schaffe ich eh nicht!“, „Dafür bin ich zu dumm, dick, unsportlich, …“ etc.

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Wie geht es dir mit deinem Mai-Projekt? Bist du noch dabei, läuft alles nach Plan? Oder hast du Anpassungen machen müssen? Es ist sinnvoll, sich nicht zu überfordern – aber auch nicht zu unterfordern! Denn dann wird es langweilig. 😉 Wenn du es noch nicht kennst, dann schau dir doch mal das sogenannte SMART-Prinzip an. Diese Kriterien im Hinterkopf zu haben, kann sehr hilfreich sein!

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