Akzeptanz – für mich jahrelang ein echtes Anti-Wort. Für mich war Akzeptanz gleichbedeutend mit sich mit etwas abfinden (obwohl man es eigentlich gerne anders hätte), aufgeben, passiv sein. Heute heißt akzeptieren für mich, Ja zu etwas zu sagen – Ja zu dem, wie es jetzt gerade ist. Und ich merke, wie wichtig das ist.
Wenn ich permanent gegen etwas ankämpfe, dann macht das einfach nur müde. Wenn ich sachlich feststelle: “So ist es gerade und das ist okay!”, dann kann ich von dort aus schauen, wie es weitergehen soll. Manchmal wäre ich gerne jemand anderes. Bin ich aber nicht.
Als ich im Frühling nach mehrjähriger Krankheitspause wieder mit dem Laufen anfing, wäre ich definitv gerne jemand anders gewesen: jemand mit mehr Kondition, weniger rotem Gesicht, vor allem aber weniger Gewicht. Ich hätte darauf warten können, bis ich eine andere bin. Stattdessen habe ich innerlich Ja gesagt zu dem, was gerade der Stand der Dinge ist: wenig Kondition, roter Kopf nach 300 Metern langsamen Einlaufens, defintiv etliche Kilos zu viel auf den Hüften (und nicht nur dort!), Sprints in der Schnelligkeit einer Schildkröte, die durch Erdnussbutter stapft … und hab mir trotzdem meine Laufschuhe angezogen und hab angefangen. Kurze Runden am Anfang, dort, wo sonst niemand unterwegs ist …
Gestern war ich wieder laufen und hab gemerkt, was ein Ja zu sich ausmacht. Ich laufe mittlerweile deutlich längere Distanzen, werde aber noch immer schnell rot, mein “Tempo” hat diesen Namen oft gar nicht verdient, schlanker bin ich auch nicht geworden. Und doch laufe ich ganz anders: befreiter. Ich versuche, meine Vergleichs-Brille möglichst oft abzulegen – und dafür meine Dankbarkeitsbrille aufzusetzen. Ich bin dankbar für so viel mehr Kondition, für den Mut, das “Abenteuer Laufen” angegangen zu sein, für neue Kraft und meinen Körper, der unter “erschwerten” Bedingungen so super mitmacht. Ich glaube, ohne dieses Ja im Frühling wäre so viel anders heute – negativ anders.
Meine Frage an dich: Wo könnte ein “Ich akzeptiere mich so, wie ich bin” (oder für die ganz Mutigen: “Ich umarme, wer ich bin”) das sein, was du gerade brauchst?
PS: Wenn du merkst, dass du in diesem Punkt Unterstützung brauchst, dann melde dich gerne bei mir!

Sich selbst herausfordern – ich halte das für unglaublich wichtig! Natürlich kann man dafür auf die nächste hippe Challenge in den sozialen Medien warten. Dort kursieren ja genug, egal ob im Bereich Sport, Kreativität, Sparen – die Liste ist endlos. Und natürlich kann man auch auf den Chef warten, der einem eine neue herausfordernde Aufgabe überträgt. Man kann sich aber auch selbst immer wieder herausfordern. Und dabei ganz viel über sich selbst lernen, Neuland erkunden, Eigenmacht erleben. Wie gesagt: Es müssen (und sollen) keine Mammutprojekte sein. Aber Ziele zu haben, gibt Richtung und Energie. Meinen 40. Geburtstag werde ich meinen ersten 5-Kilometer-Lauf machen. Also den ersten „offiziellen“, zusammen mit meiner Tochter. Beruflich lote ich gerade Neues aus. Nichts Weltbewegendes, aber Dinge, die mich herausfordern, auf ganz unterschiedlichen Ebenen. Beim Lauf ist es nicht so sehr die Distanz, sondern vielmehr meine Gedanken, die ich unter Kontrolle bringen darf: Nicht darüber nachdenken, ob jemand über meinen roten Kopf (den ich übrigens schon nach 500 Metern habe!) lacht oder darüber, wie langsam ich unterwegs bin. Kopf aus, Laufschuhe an. Nicht nur im Juli beim Lauf, sondern auch jetzt jedes Mal, wenn ich „in Gefahr“ stehe, meinen Nachbarn beim Lauf um den See zu begegnen. Das Tolle ist: Mit jedem Mal ist es mir mehr egal. Der Lauf um den See klappt jetzt schon ganz ohne Kopfkino! 😊

 

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Endspurt! Was mich interessieren würde: Was war bis jetzt eure größte Herausforderung? War es die Zeit, der innere Schweinehund, Unvorhergesehenes, fehlende Motivation … oder vielleicht der ein oder andere „Quatschi“? Quatschies sind echte Energieräuber. Es sind (automatisierte) negative Gedanken wie beispielsweise „Das schaffe ich eh nicht!“, „Dafür bin ich zu dumm, dick, unsportlich, …“ etc.

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Wie geht es dir mit deinem Mai-Projekt? Bist du noch dabei, läuft alles nach Plan? Oder hast du Anpassungen machen müssen? Es ist sinnvoll, sich nicht zu überfordern – aber auch nicht zu unterfordern! Denn dann wird es langweilig. 😉 Wenn du es noch nicht kennst, dann schau dir doch mal das sogenannte SMART-Prinzip an. Diese Kriterien im Hinterkopf zu haben, kann sehr hilfreich sein!

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Der vermutlich größte Stolperstein? Sich zu viel auf einmal vorzunehmen. Das weiß jeder, der nach längerer Zeit wieder mit dem Sport anfangen wollte: Motiviert startet man in die erste Woche, geht es zu schnell an, der Körper schmerzt … und in der zweiten Woche dann kommt es, wie es kommt: Das Wetter ist zu schlecht oder zu gut, Termine kommen dazwischen, der innere Schweinehund, die eigenen Quatschis … Wer seinen Körper lange nicht bewegt hat, sollte so fair sein, in entsprechend moderatem Tempo zu starten. Wie wäre es, einen Power-Walk zum Bäcker zu machen, statt wie sonst zum Laden zu schlendern? Oder erstmal zu Fuß zu gehen, statt mit dem Auto zu fahren? Baby-Schritte. Sie sind zwar klein, aber machbar. Und bringen dich weiter! (Gilt übrigens nicht nur für Sport-Vorhaben!)

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Wie sind deine ersten Tage mit deinem Projekt gelaufen? Was waren die größten Herausforderungen, was die größten Freuden?

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„Alles neu macht der Mai“ – so besagt es zumindest ein altes Sprichwort. Meine Erfahrung ist allerdings, dass der Mai nicht von selbst alles neu macht. Wir selbst sind auch gefragt. „Doof!“ sagen die einen. Ich aber finde es immer wieder genial zu sehen, dass wir zu einem guten Teil unser Leben selbst in die Hand nehmen und Dinge verändern können – hin in die Richtung, die wir uns wünschen.

Das eigene Leben aktiv gestalten zu können, halte ich für ein unsagbar großes Geschenk. Ein Geschenk, das wir uns jeden Tag neu überreichen können: indem wir bewusste Entscheidungen treffen, Schritte gehen, aktive Gestalter sind.

Aus diesem Grund möchte ich den Monat Mai unter das Motto „Danke, dass ich gestalten kann“ setzen. Es wird diesen Monat keine „typischen“ Samstags-Fragen geben. Stattdessen möchte ich euch einladen, euch die nächsten Tage zu überlegen, ob es etwas gibt, das ihr im Mai bewusst anpacken wollt. Das muss nichts Weltbewegendes sein, ihr müsst auch nicht das ganze Haus von oben bis unten ausmisten, die Welt retten oder 10 Kilo abnehmen. Aber vielleicht habt ihr gemerkt, dass das Leben gerade extrem schnell unterwegs ist und ihr gar nicht mehr zum Durchatmen kommt – dann könnte es eine Idee sein, sich vorzunehmen, im Mai jeden Tag eine (klitzekleine) Sache zu tun, die euch guttut: ein kleiner Spaziergang, eine bewusst genossene Tasse Tee, mit einer Freundin telefonieren, ein paar Minuten Stille, lauthals das Lieblingslied mitsingen und/oder dazu tanzen … Oder aber es ist wirklich das Gewicht. Oder ein Ordnungsthema. Oder Langeweile/eingefahrene Gewohnheiten, die ihr abstellen wollt. Oder …
Überlegt doch mal, ob es etwas gibt, was ihr diesen Monat bewusst anders/besser gestalten wollt. In ganz kleinen Schritten. Wichtig ist gar nicht mal so sehr, am Ende des Monats ein großes Ziel erreicht zu haben, sondern immer wieder bewusst kleine Dinge zu tun, die euch eurem Ziel näher bringen – und euch merken lassen, dass ihr die Macht habt, Dinge zu verändern.

Übrigens kann es auch so etwas sein, wie ein seit Jahren unvollendetes Projekt endlich anzugehen. Und zwar dieses Mal nicht im Hauruck-alles-auf einmal-Verfahren, sondern in 31 kleinen Teil-Aufgaben.

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