Gerade mit einem neuen Buch angefangen (Thriller, kein Fachbuch) und die folgenden Sätze gelesen:

“Er hatte seinen Beruf erlernt, weil er die Menschen liebte. Und weil es ihm Unbehagen bereitete, wenn jemand aufgrund eines Traumas oder einer unglücklichen Entwicklung in seinem Leben die Zeit, die er auf der Erde hatte, nicht genießen konnte.” (aus “AURIS. Die Frequenz des Todes” von Kliesch/Fitzek)

Mittlerweile bin ich ein paar Seiten weiter und habe den Eindruck, der Typ ist ein echter Psychopath, aber hey! Als ich die obige Aussage gehört habe, da wusste (bzw. vermutete) ich das noch nicht – und dachte, der Kerl spricht mir aus der Seele! Ich wünsche mir, dass ich mich in dem Mann, ein Psychotherapeut, irre und er nicht komplett neben der Spur ist … Aber diese Überlegungen außen vor lassend bleibe ich dabei: Genau das ist es, was mich immer wieder antreibt in meiner Arbeit. Ich möchte Menschen unterstützen, damit die Stolpersteine ihres Lebens nicht das letzte Wort haben. Und es gibt so viele Stolpersteine, große und kleine, offensichtliche und für Außenstehende eher unscheinbare. Sie alle können uns zu Fall bringen. Sie können den weiteren Verlauf unseres Lebens beeinflussen – die Frage ist nur, in welchem Maße und wie. Viele Dinge werden mit einem “So schlimm ist das doch gar nicht!” oder “Anderen passieren viel schlimmere Dinge!” weggewischt – oder es wird zumindest versucht. Aber irgendwann ploppen diese Dinge dann oft doch wieder auf. Man entwickelt ungute Muster und Verhaltensweisen. Das Leben wird schwer oder zumindest schwerer als nötig. Wenn du das kennst: Wisch es nicht weiter weg, sondern such dir Unterstützung. Bitte! Das Leben ist zu kurz und zu schön, um es zu verpassen!

Falls du denkst, dass ich dich unterstützen kann, findest du Infos zu meinen ortsunabhängigen und coronafreien Angeboten findest du unter dem Reiter “Das passt!”-Coaching.

Ich habe mal wieder etwas für das MINDO-Online-Magazin getextet. Dieses Mal geht es darum, “die Waage zu kippen”. Konkret: Was muss ich tun bzw. lassen, um meinem Ziel näher zu kommen? Aber lest am besten selbst. Hier geht es zum Artikel:
https://mindo-magazin.de/coaching-die-waage-kippen/

Kürzlich las ich, dass die Zahl der Suizide in den letzten Wochen drastisch gestiegen ist. An anderer Stelle war von der erhöhten Rückfallquote von Alkoholikern die Rede, da viele Selbsthilfegruppen aktuell keine Angebote am Start hätten. Und auch so gehen viele von uns auf dem sprichwörtlichen Zahnfleisch. Diese Corona-Sache ist kein Sprint, wo man einfach kurz kräftig durchpowert, sondern wohl eher ein Marathon, der viele aus ganz unterschiedlichen Gründen und auf ganz unterschiedlichen Ebenen enorm aufreibt. Lange Vorrede, um zum eigentlichen Punkt zu kommen: Bitte habt ein Auge auf euch und auch auf eure Mitmenschen. Seht zu, dass ihr eure Energietanks immer wieder mal checkt und wo nötig auffüllt. Und ganz wichtig: euch Unterstützung holt, wenn ihr selbst an irgendeinem Punkt nicht weiterkommt. Versprecht ihr mir das? Danke.

Als ich gebeten wurde, ein Sonderheft zum Thema “Angst” zu schreiben, ahnte noch niemand etwas von Corona. Als das Heft dann fest fertig war, waren wir mittendrin. Eigentlich sollte dieses Heft erst im Herbst erscheinen, aber nach Rücksprache mit meinen ehemaligen Kollegen haben wir Vollgas gegeben und jetzt ist es da! Ich freue mich sehr und hoffe, dass es vielen Menschen hilft, mit dieser herausfordernden Situation, aber auch mit allem anderen, was Angst macht, umzugehen.
“Vom Umgang mit der Angst. 18 Angst lösende Bibellese-Impulse” (ISBN 978-3-95568-387-0) ist beim Bibellesebund erschienen. Aktuell gibt es eine tolle Aktion, bei der ihr zwei Hefte zum Preis von einem bestellen könnt – so könnt ihr eins selbst lesen und das andere verschenken.

Wer bin ich? Wer bist du? – Schon mal darüber nachgedacht? Ich denke an eine Frau, die immer wieder von sich als trauernde Witwe sprach. Oder einen Mann, der nonstop seine Selbstständigkeit in den Vordergrund stellte. Wir alle haben Worte, mit denen wir uns besonders häufig beschreiben und vermutlich auch besonders stark identifizieren. Das ist normal und daran ist auch erst einmal nichts grundsätzlich falsch. Ich musste nur letztens denken, wie schade es doch ist, sich bei der Beschreibung seiner Person auf 1-2 Begriffe zu beschränken. Also habe ich es mal versucht und ein kleines Brainstorming gemacht zur Frage, wie ich mich selbst beschreiben könnte. Es gab nur eine einzige Bedingung: Die Begriffe sollten sich – in meinen OHren – positiv anhören, also nichts, was abwertend ist. Das hier ist das Ergebnis. Vielleicht hast du ja Lust, es auch einmal zu versuchen? SIch kreativ mit sich selbst auseinanderzusetzen, tut gut. Wer Interesse daran hat, mehr darüber zu erfahren oder es einmal auszuprobieren: Auch das ist im Rahmen meiner Online-Angebote möglich! Lass uns gerne ins Gespräch kommen!

Heute möchte ich euch noch ein weiteres Buch vorstellen: „Beziehungsstark“ von Marc Bareth (SCM Hänssler). Der Titel verrät es schon: In diesem Buch geht es um Beziehungen und die Frage, was sie stark macht bzw. wie man sie bewusst stärken kann.

„5 Minuten für eine richtig gute Partnerschaft“, lautet der Untertitel. Ein „quick fix“, also eine schnelle Lösung, die Marc Bareth da in seinem Buch präsentiert? Ganz sicher nicht. Gleich zu Beginn macht er deutlich, dass Beziehungsarbeit Arbeit ist. Man muss bereit sein, Zeit und Energie zu investieren, sich auch mal selbst hinterfragen, auf den anderen einlassen, Neues ausprobieren bzw. das über Jahre angehäufte theoretische Wissen endlich wirklich mal umsetzen. Die im Untertitel angesprochenen 5 Minuten beziehen sich auf die Zeit, die man jeweils zum Lesen der insgesamt 52 Beziehungsimpulse braucht. Diese bilden meines Erachtens das Kernstück des Buches. 5 Minuten Lesezeit pro Impuls, die Umsetzung dauert dann aber natürlich doch länger. 😊

Für mich ist dieses Buch eine Art Beziehungs-Stärkungs-Werkzeugkasten mit 52 nützlichen Tools. Aber wie bei jedem Werkzeugkasten kommt es nicht primär darauf an, ihn zu besitzen, sondern ihn auch zu nutzen und im Laufe der Zeit immer geschickter im Umgang mit den einzelnen Werkzeugen zu werden. Und so wird auch nur derjenige einen echten Nutzen aus dem Buch ziehen können, der es nicht einfach in einem Rutsch durchliest und dann zur Seite legt, sondern tatsächlich damit arbeitet.

52 Impulse – wie wäre es, daraus ein Jahresprojekt zu machen und jede Woche einen Impuls bewusst umzusetzen? Entweder gemeinsam als Paar oder auch allein. Denn auch wenn nur einer das Buch liest und die Impulse umsetzt, kann das viel verändern. Weil viel ja nicht nur am Partner hängt, sondern auch an einem selbst, der eigenen Einstellung etc.

PS: Auch wenn das Buch mit Fokus auf Partnerschaft geschrieben wurde und es in einigen Impulsen auch um das Thema Sexualität geht, lassen sich etliche Impulse auch auf andere Beziehungen übertragen.

Vor einigen Wochen hatte ich angekündigt, in unregelmäßigen Abständen Bücher vorzustellen, die mir gefallen. Heute ist es das Buch „Schön ohne Aber“ (SCM Hänssler Verlag, Hrsg. Eva-Maria Admiral und Annette Friese). In ihm berichten weit über zwanzig Männer und Frauen über ihre Erfahrungen mit dem Thema Body Shaming. Hierbei geht es um die Erfahrung, aufgrund seines Äußeren abgewertet zu werden. Oftmals sind es kleine verbale Spitzen, die sich wie Giftpfeile in die Seele bohren und Menschen dazu veranlassen, sich selbst in einem unglaublich negativen Licht zu sehen.

Ob wir es uns eingestehen wollen oder nicht: Die Meinung anderer über uns lässt uns nicht kalt. Deshalb setzen wir alles daran, damit das Urteil unserer Mitmenschen in Zukunft positiv(er) ausfällt. Erschreckend ist, welche Folgen diese Suche nach dem Ja des anderen zu mir haben kann. Gemeint sind hier nicht nur Essstörungen, sondern auch die Tatsache, dass ein einfach so gedankenlos dahingesagter Satz jahrzehntelang das Selbstbild eines Menschen prägen kann.

Gefallen hat mir an dem Buch, dass es ehrlich ist: Der Glaube an einen Gott, der jeden Menschen wunderbar geschaffen hat, bewahrt nicht automatisch davor, das in Bezug auf die eigene Person anzuzweifeln. Die Geschichten setzen sich wie bunte Mosaikteilchen zu einem Gesamtbild zusammen. Beim Lesen konnte ich viele Gedanken aufschnappen und ihnen nachspüren. Das tat gut. Manche Autoren haben mir wirklich aus der Seele gesprochen, andere weniger, aber das ist total in Ordnung, denn ich bin mir sicher, dass es jemand anderem beim Lesen genau andersherum ergeht. Es ist ja gerade die Mischung aus ganz verschiedenen Erfahrungen und Sichtweisen, die das Buch ausmacht.

Lesenswert für alle, die mit ihrem Körper hadern, aber natürlich auch für die wenigen Glücklichen, die das noch nie getan haben, aber neugierig sind, wie es dem Rest der Bevölkerung zeitweise so geht. 😉

Ich habe mal wieder etwas für das Online-Magazin MINDO getextet. Dieses Mal geht es um ToDo-Listen, ihren potenziellen Frust-Faktor und eine spannende Alternative, aber lest am besten selbst:
https://mindo-magazin.de/coaching-to-do-frust-mach-den-haken-dran/

Gerade habe ich einen Artikel über Neugierde geschrieben. Ich finde, dass es wichtig ist, neugierig zu sein. Nicht im Sinne von “die Nase in fremde Angelegenheiten stecken”, sondern im Sinne von interessiert sein, Dinge entdecken wollen, Fragen stellen etc. Diese Art Neugier finde ich total bereichernd. Und sie ist ein absolut wichtiger Teil meiner Arbeit bei VORWÄRTSLEBEN. Oft rufen mich Menschen an, die direkt am Telefon sagen, sie würden sich gerne mit mir treffen, damit ich ihnen sage, was sie tun sollen. Da muss ich sie dann immer direkt enttäuschen, denn das tue ich nicht (oder versuche zumindest, es mir zu verkneifen). Denn es ist eine Sache, ob dir jemand sagt, was vielleicht sinnvoll wäre zu tun oder “wo das Problem liegt”, oder ob man es selbst herausfindet – natürlich mit Unterstützung, wo nötig. Wenn ich selbst Muster und Mechanismen erkenne und durchschaue und anschließend überlege, wie ich damit in Zukunft (anders) umgehen möchte, dann hat das eine ganz andere Power, als wenn mir einfach jemand sagt, “tu dies” oder “tu jenes”. Mein Ansatz: Geh auf Entdeckungsreise. Setz deine Forscherbrille auf, sei neugierig. Das ist sicher nicht jedermanns Sache und das ist vollkommen okay. Es gibt genug Praxen, die anders arbeiten. Aber ich weiß, dass es auch genügend Menschen gibt, die keinen Bock mehr darauf haben, dass ihnen von andere 0815-Strategien vorgesetzt werden, sondern die selbst mitdenken und mitentscheiden, die aktiv mitgestalten wollen. Für die bin ich da. Klingt spannend? Dann melde dich gerne. Oder leite die Info an Menschen weiter, die es interessieren könnte – das wäre klasse! Ich arbeite primär schriftlich (online) oder auch telefonisch und das nicht erst seit Corona, sondern seit Anfang an, denn Flexibilität und Individualität sind mir wichtig.

Viele Menschen sitzen gerade gefühlt zuhause fest. Vieles ist anders als normal, der Tagesablauf gehört auch dazu. Das kann eine echte Herausforderung sein, egal ob als Single, mit kleineren Kindern oder auch so. Viel “Normales” fällt weg. Da gilt es, gute Wege zu finden, damit umzugehen. Meine Einladung an dich: Bleib nicht beim (negativ empfundene) Herausforderungsgefühl stecken, sondern versuche, darin auch eine Chance zu sehen. Eine Chance, Dinge mal anders zu machen als sonst, Neues auszuprobieren, alternative Wege zu gehen. Was ist trotz allem, was gerne vielleicht nicht möglich ist, möglich? Denk dir kleine Challenges für diese Zeit aus – solche, die dir guttun. Strukturiere deinen Tag neu. Nutze freie Zeit für Dinge, die sonst zu kurz kommen. Sei kreativ bei der Suche nach neuen Wegen.

Wir (meine Tochter und ich) haben uns beispielsweise vorgenommen, jeden Tag etwas Neues zu kochen. Wir suchen nach neuen Rezepten und kochen gemeinsam. Man kann noch immer rausgehen – das tut Körper und Seele gut! Vielleicht ja auch mal was Kreatives wagen – hier gibt es aktuell diverse kostenfreie Aktionen. Sport geht nicht nur im Fitnessstudio, sondern auch daheim – mein Lieblingsstudio bietet beispielsweise gerade vier Wochen kostenlosese Online-Training an, da ist für jeden etwas dabei, auch für Kinder und Menschen mit körperlichen Einschränkungen. Wir können unserem Körper etwas Gutes tun und ihm mehr Schlaf als sonst gönnen. Freundschaften auf anderen Wegen als sonst pflegen – für die einen mag das bedeuten, mal wieder einen Brief zu schreiben oder gar ein Päckchen zu packen (z. B. mit Lesestoff oder leckerem Tee, den man dann bei einem Telefonat “gemeinsam” trinken kann) oder aber die neuen Medien für sich zu entdecken, bspw. Sprachnachrichten oder Videoanrufe.

Mir geht es nicht darum, Dinge schönzureden. Absolut nicht! Ich würde mir aber wünschen, dass wir alle versuchen, das Beste aus der Situation zu machen. Das kann auch bedeuten, die Menschen besonders in den Blick zu nehmen, die sich nicht daheim mit diesen Dingen rumschlagen, weil sie regulär zur Arbeit gehen, Regale im Supermarkt auffüllen, als Ärzte und Pfleger oder in welcher Rolle auch immer unterwegs sind. Schenkt ihnen ein Lächel und einen Dank. Auch sie freuen sich über Ermutigung! Das tut jeder gerade, glaube ich. Und eigentlich immer.

Passt gut auf euch auf – nicht nur auf euren Körper, sondern auch auf euer Herz, eure Seele!