Gestern war ich bei uns am See spazieren. Nächstes Wochenende ist Abfischen, deshalb ist der Wasserstand aktuell extrem niedrig. Ein kleiner Wasserlauf ist noch in der Mitte des Sees zu sehen, der Rest ist trocken.

Als ich das sah, kam mir der Gedanke, dass das vergleichbar ist mit einem Menschen, der ausgepowert, ausgebrannt ist: Wenn die Energie, das Wasser, immer weiter aufgebraucht wird, ohne dass man nachtankt, ist irgendwann nicht mehr viel da. Die Folge: Der Boden wird sichtbar – Dinge, die bisher unter der Wasseroberfläche gut verborgen waren. Am See waren das Steine, Äste und auch etwas Müll. Auf das Leben übertragen könnte man vielleicht an Verletzungen denken, an Macken und ganz allgemein an Dinge, die man lieber nicht zeigen möchte. Ist ausreichend Energie vorhanden, kommen diese Dinge oft nicht zum Vorschein, aber gerade wenn der Wasserpegel sinkt, zeigen sie sich.

Eine Gruppe Enten schwamm an mir vorbei. Während sie normalerweise ruhig übers Wasser gleiten, wirbelten sie gestern viel Schlamm auf. Sie haben mich an Menschen denken lassen, die wir mit niedrigem Energiestand ganz anders wahrnehmen: sie nerven mehr, ihre Seitenhiebe setzen einem mehr zu, man ist dünnhäutiger und schneller aufgewühlt von dem, was um einen herum passiert.

Ist es schlecht, wenn Unangenehmes zum Vorschein kommt? Ich glaube, dass es darauf ankommt, wie wir damit umgehen: versuchen wir es wegzudrücken, unter Wasser zu halten, oder trauen wir uns, die Gelegenheit wahrzunehmen, uns diese Dinge anzusehen? Manches mag im ersten Augenblick überfordern – nicht umsonst hat man es lange “unter Wasser” gehalten. Gemeinsam aber kann man sich diesen Dingen stellen. Sie anschauen, benennen, liebevoll integrieren ins Leben.

Keine oder nur wenig Energie zu haben, ausgepowert, ausgebrannt zu sein, das ist nichts, was man sich wünscht. Es ist aber nicht das Ende. Es kann genauso gut ein Wendepunkt sein, ein Neuanfang, ein Doppelpunkt – wenn wir es zulassen und Hilfe annehmen.

Stehst du an solch einem Punkt? Dann melde dich gerne bei mir!

Kennt ihr das auch, dass ihr pausenlos auf die Dinge starrt, die ihr nicht habt? Der spontane Tag mit Freundin im Wellness-Spa, der euer Budget sprengen würde? Der Urlaub, bei dem ihr mal nicht jeden Cent dreimal umdrehen müsst, sondern einfach die Sachen machen könnt, die ihr wollt? Die Freiheiten eines Singles oder …?

Es ist nichts Verwerfliches daran, sich Dinge zu wünschen. Problematisch wird es, wenn man den Blick für die Dinge verliert, die trotzdem gut sind; für das Gute, das man hat.

Manches mag gerade nicht 1:1 umsetzbar sein, aber mit ein wenig Kreativität ist vielleicht eine ähnlich gute Variante möglich. Der Wellness-Tag im Luxus-Spa ist vielleicht nicht drin, aber ein Tag mit Freundin, gemütlichem Frühstück und Gesichtsmaske daheim, ausgiebigem Spaziergang in der Natur, gegenseitig die Nägel lackieren, sich einen eigenen Smoothie kreiieren, die Beine hochlegen, kichern, Spaß haben – all das geht auch ohne viel Geld.

Überleg doch mal, was möglich ist, wo du bisher vor allem das im Blick hattest, was gerade nicht möglich ist. Und halte die Augen offen für das Gute, das Teil deines Leben ist. Das mag nicht die “Freiheit eines Singles” sein, dafür aber vielleicht das gute Gefühl, zu wissen, dass man abends nach der Arbeit in ein Haus zurückkehrt, in dem die Familie auf einen wartet.

Ich lade dich ein, nach kreativen Alternativen zu suchen – und nach dem Guten in deinem Leben!

Ich befinde mich kurz vor dem Start in den Praxisurlaub: Vom 7.-11.10. bin ich nicht erreichbar, bis zum 20.10. mit flexiblen Zeiten. Das kurz für euch zur Info. Solltet ihr noch ein Anliegen haben, das nicht bis dahin warten kann, könnt ihr mich noch bis morgen Mittag über die gewohnten Kanäle erreichen.

Bevor ich dann morgen die Büro-/Praxistür für eine kurze Weile hinter mir schließe, bin ich noch fleißig dabei, die VORWÄRTSLEBEN-Website inhaltlich zu überarbeiten. Wenn alles so klappt wie gehofft, wird sie ab November in aktualisierter Form online sein. Vor allem geht es bei der Überarbeitung darum, die inhaltlichen Schwerpunkte meiner Arbeit klarer nach außen zu kommunizieren. Ich melde mich, sobald es etwas zu sehen gibt!

Endlich ist es da: mein 52seitiges Sonderheft mit 18 Bibellese-Impulsen plus diversen ergänzenden Infos und Gedanken rund ums Thema Ausgebranntsein, Burnout und Depression. Erhältlich für 4,99 Euro beim Bibellesebund oder im Buchhandel unter ISBN 978-3-95568-347-4

“Wieso bietest du Online-Coaching an? Und dann noch schriftlich per E-Mail?”
Hier ein paar Gedanken dazu:
* zeitlich flexibel – die Mail kann im eigenen Tempo bearbeitet werden und zwar dann, wenn man Zeit hat
* ortsunabhängig – bedeutet, man hat keine Anfahrt und kann es von überall aus machen, was bspw. interessant ist, wenn man beruflich im Ausland arbeitet
* kostengünstiger als Live-Sitzungen vor Ort
* durch das Verschriftlichen findet ein Klärungsprozess statt, besonders weil die Antwort an mich max. 1 DIN A4-Seite lang sein darf – da muss man filtern, was wichtig ist und was eher nebensächlich
* man hat Zeit, um Dinge sacken zu lassen, muss nicht sofort antworten wie bei einem Gespräch in “Echtzeit” – und oft sind es die Dinge, die etwas Zeit brauchen, die sich als besonders wichtig herausstellen
* es ist absolut individuell, jede Mail ist einzigartig, jedes Coaching anders
* es bewegt etwas – in einem Monat kann unglaublich passieren!
Was aber auch wichtig ist: Es ist absolut NICHTS für Menschen, die 0815-quick-fix-Standardantworten haben wollen. Man arbeitet selbst, natürlich angeleitet und begleitet. Denn nur, wenn man selbst Zusammenhänge und Muster erkennt, ist die Motivation da, auch herausfordernde Dinge anzupacken. Vor allem kommen dabei wirklich stimmige Antworten heraus. Und die braucht es.
Jeder Mensch ist der Experte seines eigenen Lebens. Ich unterstütze auf dem Weg.

Wieder was für Lydia geschrieben … über flotte Sprinter-Hasen und ausdauernde Marathon-Schnecken … oder so ähnlich. Aber guckt doch am besten selbst: https://www.lydia.net/montagsgedanken/?no_cache=1

Kürzlich dieses Zitat aufgeschnappt von Eleanor Brown, das ich gerne mit euch teilen möchte:
“Es gibt Momente im Leben, da müssen wir erkennen, dass unsere Vergangenheit ist, wie sie ist. Und dass wir sie nicht ändern können. Aber wir können die Geschichte verändern, die wir uns selbst dazu erzählen. Und indem wir das tun, können wir die Zukunft verändern.”
Zu den besagten Geschichten gehören solche wie “Das ist schon immer so gewesen und das wird auch immer so sein.” Kurz gesagt: wenig hilfreich, da eine Lüge.
Frage an dich: Welche Geschichten erzählst du dir über deine Vergangenheit und dein Leben als solches?

Ein besonderes Highlight im Arbeitsalltag: Coaching und Schreiben verbinden zu können. Genau dieses Vorrecht genieße ich gerade. Bis Ende August muss das Manuskript meines ersten richtigen Buches fertig sein. Noch viel zu tun bis dahin. Ich freu mich! 🙂 Es wird bei SCM erscheinen. Weitere Infos folgen.