Wann hast du das letzte Mal deiner Seele etwas Schönes gegönnt? Ich war das Wochenende verreist – mit einer lieben Freundin, die ich schon seit dem Studium und somit ungelogen quasi mein halbes Leben kenne. Das allein war schon wunderbar. Wir haben die gemeinsame Zeit genossen, denn wir leben nicht nur viele hunderte Kilometer, sondern auch eine Ländergrenze von einander entfernt. Nein, wir haben auf das Kalorienzählen verzichtet und es uns rundum gut gehen lassen. Wir haben schöne Orte gesehen, haben die Besonderheiten des fremden Landes aufgesaugt und genossen und spontan noch einen Ausflug in ein farbenfrohes Blumenmeer gebucht. Solche Tage sind etwas ganz Besonderes. Jedoch kann man auch mitten im unspektakulären Alltag solche Momente haben. Manche muss man planen, für die meisten jedoch nur Herz und Augen offen halten. In diesem Sinne: -Dir einen tollen Tag mit viel Aufmerksamkeit für all das Schöne um dich herum!

“Furcht zu verlernen ist eine Herausforderung!” – Dieser Satz fiel gestern in einer Serie, die ich gerade schaue. Musste direkt erst mal auf die Pause-Taste drücken und ihn aufschreiben.
Furcht verlernen … Natürlich gibt es auch Furcht im Sinne von Körpersignalen, die hilfreich sind. Es geht absolut nicht darum, diese Signale zu ignorieren! Vielmehr geht es darum, sie bewusst wahrzunehmen, sie liebevoll zu entdecken und zu schauen, ob die Ängste womöglich zu pauschaul sind. Oder aus einer ganz anderen Lebensphase stammen und nie auf ihre Aktualität hin überprüft wurden. Oder …
“Furcht zu verlernen ist eine Herausforderung!” – dem stimme ich zu. Aber hey, es ist Jahresanfang und es wimmelt nur so von Challenges. Warum nicht statt einer “30-Tage-irgendeinen-Unsinn-mach”-Challenge eine “Furcht-wahrnehmen-und-verlernen”-Challenge starten? Ich begleite dich gern auf diesem Weg!

Auch im kommenden Jahr wird es wieder die Gruppe “Dankbar durch das Jahr 2019” geben. Gemeinsam werden wir den Blick durch unsere Dankbarkeitsbrillen trainieren – nicht Dinge schönreden, sondern neue Perspektiven entdecken, einander ermutigen, Spaß haben, Leben teilen.

Du hast einen facebook-Account und Lust, 2019 dabei zu sein? Dann klink dich gerne ein. Hier geht’s zur Gruppe: https://www.facebook.com/groups/286509631974412/

Die Macht der kleinen Schritte: Darüber rede ich mit vielen Klienten. Klar will man gerne schnell viel verändern, bewegen, Erfolge sehen. Gleichzeitig überfordert man sich damit oft bzw. einem geht bei zu schnellem Tempo rasch die Luft aus. Die Motivation bleibt auf der Strecke, man legt den guten Vorsatz beiseite, ist enttäuscht, weil “man es einfach nicht hinkriegt”.
Gerade lese ich “Slight edge” von Jeff Olsen. Ein zugegebenermaßen recht “amerikanisch” angehauchtes Buch, was den Stil angeht. Wer darüber hinwegsehen kann, wird aber viele gute Impulse mitnehmen. Ein wichtiger Punkt: die Kraft der kleinen täglichen Schritte. Als Beispiel: Statt sich vorzunehmen, “irgendwann mal” ein Buch zu lesen, das einen weiterbringen würde – persönlich, fachlich … -, einfach jeden Tag 10 Seiten zu lesen. Klingt nicht viel, macht man es aber jeden Tag, hat man innerhalb eines Monats ein 300-Seiten-Buch gelesen. Das Tolle dabei: 10 Seiten zu lesen, das ist kein großes Ding. Das kann man schaffen – problemlos. Es ist dann einfach die eigene Entscheidung: Will ich es? Es ist leicht zu tun, aber auch leicht, nicht zu tun. Ich entscheide. Jeden Tag neu.
Akzeptanz – für mich jahrelang ein echtes Anti-Wort. Für mich war Akzeptanz gleichbedeutend mit sich mit etwas abfinden (obwohl man es eigentlich gerne anders hätte), aufgeben, passiv sein. Heute heißt akzeptieren für mich, Ja zu etwas zu sagen – Ja zu dem, wie es jetzt gerade ist. Und ich merke, wie wichtig das ist.
Wenn ich permanent gegen etwas ankämpfe, dann macht das einfach nur müde. Wenn ich sachlich feststelle: “So ist es gerade und das ist okay!”, dann kann ich von dort aus schauen, wie es weitergehen soll. Manchmal wäre ich gerne jemand anderes. Bin ich aber nicht.
Als ich im Frühling nach mehrjähriger Krankheitspause wieder mit dem Laufen anfing, wäre ich definitv gerne jemand anders gewesen: jemand mit mehr Kondition, weniger rotem Gesicht, vor allem aber weniger Gewicht. Ich hätte darauf warten können, bis ich eine andere bin. Stattdessen habe ich innerlich Ja gesagt zu dem, was gerade der Stand der Dinge ist: wenig Kondition, roter Kopf nach 300 Metern langsamen Einlaufens, defintiv etliche Kilos zu viel auf den Hüften (und nicht nur dort!), Sprints in der Schnelligkeit einer Schildkröte, die durch Erdnussbutter stapft … und hab mir trotzdem meine Laufschuhe angezogen und hab angefangen. Kurze Runden am Anfang, dort, wo sonst niemand unterwegs ist …
Gestern war ich wieder laufen und hab gemerkt, was ein Ja zu sich ausmacht. Ich laufe mittlerweile deutlich längere Distanzen, werde aber noch immer schnell rot, mein “Tempo” hat diesen Namen oft gar nicht verdient, schlanker bin ich auch nicht geworden. Und doch laufe ich ganz anders: befreiter. Ich versuche, meine Vergleichs-Brille möglichst oft abzulegen – und dafür meine Dankbarkeitsbrille aufzusetzen. Ich bin dankbar für so viel mehr Kondition, für den Mut, das “Abenteuer Laufen” angegangen zu sein, für neue Kraft und meinen Körper, der unter “erschwerten” Bedingungen so super mitmacht. Ich glaube, ohne dieses Ja im Frühling wäre so viel anders heute – negativ anders.
Meine Frage an dich: Wo könnte ein “Ich akzeptiere mich so, wie ich bin” (oder für die ganz Mutigen: “Ich umarme, wer ich bin”) das sein, was du gerade brauchst?
PS: Wenn du merkst, dass du in diesem Punkt Unterstützung brauchst, dann melde dich gerne bei mir!

Nicht nur hoffen, sondern aktiv mitgestalten: Entscheidungen treffen und handeln. – Wo bist du diese Woche aktiv gewesen und hast dadurch Dinge bewegen können? Wo wäre es in den nächsten Tagen hilfreich, in diesem Sinne aktiv zu werden? Wir dürfen unser Leben aktiv mitgestalten und müssen es nicht rein passiv über uns ergehen lassen – dieser Gedanke macht mich dankbar!

John Strelecky schreibt in seinem neusten Buch, dass er mindestens zweimal die Woche dankbar ist: immer dann, wenn er seinen Müll an die Straße stellt und jemand anders ihn abholt und ordnungsgemäß entsorgt.
Die Müllabfuhr – so etwas Alltägliches, dass wir es kaum noch wahrnehmen. (Vielleicht geht es ja aber auch nur mir so, weil mein Mann für die Müllentsorgung verantwortlich ist?) Es gibt noch viele andere Dinge, die “einfach so, ganz normal” passieren. Der Wochenend-Notdienst der Ärzte beispielsweise … funktionierendes Internet, um mit Freunden skypen zu können, die nicht um die Ecke wohnen …
Frage an euch: Für welche Alltäglichkeit seid ihr heute dankbar? Vielleicht hilft die umgekehrte Frage: Was wäre wirklich ärgerlich, schlimm, traurig etc., wenn es nicht mehr so wäre wie es jetzt ist?

„Ich bin dankbar – nicht weil es vorteilhaft ist, sondern weil es Freude macht.“ – Lucius Annaeus Seneca

Hier seid ihr mit euren Erfahrungen gefragt: Inwieweit hat Dankbarkeit euer Leben bereichert? Wo macht sie einen Unterschied? Erzählt davon – hier in der Gruppe, aber natürlich auch super gerne euren Freunden und Bekannten. Denn nichts ist so ansteckend, wie gelebte Dankbarkeit. In diesem Sinne eine ansteckende Woche euch!