Ich bin dankbar. Dankbar, dass mein Laptop – zumindest fürs Erste – wieder funktioniert. Der war gestern früh nämlich spontan abgeraucht. Da merkt man erst mal, was da alles drauf ist … und wie lang man keine Datensicherung mehr gemacht hat. Zum Glück konnte er in einer Nachtaktion wiederbelebt werden. Und so bin ich heute dankbarer als sonst, am Computer sitzen und arbeiten zu können.
Wofür bist du heute dankbar?
“Ich darf sein, wie ich bin.”
 
Mag sein – die Frage ist nur, ob ich so sein will, wie ich bin. Gerade heute früh fand ich mich so gar nicht sympathisch. Hab rumgenörgelt, war wenig reflektiert. Später habe ich mich dann dafür fertig gemacht. Dabei weiß ich doch, dass ich diese zickige, unausgeglichene Seite nicht dadurch weg kriege, dass ich sie bekämpfe. Dass es viel besser wäre, sie erst mal als das zu bejahen, was sie ist – eine Seite. Eine von vielen. Und dann zu gucken, was die nörgelnde, unreflektierte Zicke angelockt hat. Um daraus für die Zukunft zu lernen. Zeitdruck ist so ein Lockmittel. Dann gerade wenn ich unter Stress stehe (oder mir selbst Stress mache – das trifft es wohl eher), werde ich unflexibel. Sehe nicht, dass viele Wege nach Rom führen und dass es für so ziemlich jedes Problem eine Lösung gibt. So werde ich mir gleich noch mal Zeit zum Durchatmen gönnen, mich für mein Genörgel entschuldigen und die Situation als Anlass nehmen, in Zukunft dafür zu sorgen, dass ich möglichst wenig Lockmittel in meiner Nähe dulde. Zum Beispiel indem ich mir genügend Pausen gönne.
 
“Ich darf sein, wie ich bin.” Was sind deine Gedanken, wenn du diese Aussage liest?

Da ist er nun, unser zukünftiger Held. Er lebt ein Leben wie du und ich. Alles läuft so wie immer. Alltag eben. Aber dann hört er es: Das Abenteuer ruft!
Dieser Ruf kann ganz unterschiedlich klingen. Mal ist es eine herausfordernde Situation, die nach neuen Wegen ruft; mal ist es Langeweile oder aber eine sich auftuende Möglichkeit, die ergriffen werden will. Egal wie unseren Helden der Ruf ereilt – zu Beginn ist er meist nicht sonderlich begeistert. Er weigert sich, will innerhalb seiner Komfortzone bleiben, nichts verändern. Was ja auch zu einem gewissen Grad verständlich ist. Schließlich gibt es keine Garantie, dass die Unternehmung gelingt. Er muss die Sicherheit des Altvertrauten verlassen. Das braucht Mut – und Ermutigung, beispielsweise durch weise Ratgeber, Mentoren, Vertraute, die bereits selbst ihre ganz persönliche(n) Heldenreise(n) unternommen haben. Bekommt unser Held diese Unterstützung, kann er den ersten Schritt ins Abenteuer gehen: Er überwindet sein Zögern, überschreitet die Schwelle – und betritt eine ihm bis dato unbekannte Welt.

Auch wenn ich mich selbst eher ungern als Heldin bezeichne – das klingt in meinen Ohren noch immer etwas abgehoben –, so kenne ich diese Phase der Heldenreise sehr gut. Die Unzufriedenheit mit dem, was ist. Gleichzeitig aber auch die Angst vor dem, was alles passieren könnte, wenn ich dem Ruf des Abenteuers folge. Meinem Herzen folge. Ich habe gezögert – oft! Habe hin und her überlegt, wurde von Mitmenschen entmutigt. Aber zum Glück hatte ich auch diese weisen Vertrauten an meiner Seite, die die Risiken nicht unter den Tisch kehrten, mir aber dennoch Mut machten. Und so konnte ich schon so manches Mal diesen wichtigen ersten Schritt tun. Rein ins Abenteuer, ins Unbekannte, in eine neue Welt. Ob es mit diesem ersten Schritt getan ist und was einen in der neuen Welt alles erwartet, dazu schreibe ich nächste Woche mehr.

Zum Weiterdenken:
Hast du den Ruf des Abenteuers schon mal gehört – und bist ihm gefolgt? Was hat dir geholfen bzw. was hat dir gefehlt?

„Sei der Held im Abenteuer deines Lebens“ stand auf der Karte, die ich einem Freund geschenkt habe. Held – das mag erst mal etwas abgehoben klingen. Denn hey, was haben du und ich schon mit Superman & Co. gemeinsam? Die haben ihre Superkräfte – und wir?
Im Rahmen meiner Weiterbildung in Creative Mindfulness (kreative Achtsamkeit) setze ich mich gerade mit dem Konzept der Heldenreise auseinander. Es basiert auf der Analyse von Mythen sowie Gedanken von Carl G. Jung, die später von Joseph Campbell in seinem Buch „The hero has a thousend faces“ zusammengefasst wurden.
Das Konzept der Heldenreise findet sich in vielen Filmen und Büchern wieder, ganz gleich ob Zauberer von Oz, in Matrix oder Herr der Ringe. Immer geht es darum, dass jemand aufbricht, um ein Abenteuer zu bestehen. Dazu muss er die ihm vertraute Welt zurücklassen, um in eine neue einzutauchen. Dort begegnet er Herausforderungen, findet seinen „Schatz“ und kehrt anschließend verändert in seine alte Welt zurück.
Spannend ist, dass nicht nur Dorothy, Neo, Frodo & Co. Heldenreisen antreten, sondern auch wir. Große und kleine, angestoßen durch sich auftuende Möglichkeiten, Herausforderungen, neue Situationen. Immer geht es dabei um persönliches Wachstum – und den Mut, Dinge anders zu machen als sonst.

Zum Weiterdenken:
Wann hast du das letzte Mal etwas anders gemacht als normal? Was war der Grund dafür – und wie hat es sich angefühlt?

Für viele ist „Meer“ ein Synonym für „Auszeit“. Und es ist wahr: Eine Stunde am Meer tut einfach gut, ganz gleich ob man im Sand sitzt, vom Café aus das Meer beobachtet oder spazierend frische Luft in die Lungen pumpt.
P1090796Ich habe den großen Vorteil, dass das Meer gerade mal eine halbe Stunde mit dem Auto entfernt ist. Und wenn ich Lust auf Shopping und Kultur habe, sind Lübeck und Hamburg nur einen Katzensprung entfernt. Als neulich eine Kundin sagte, dass ihr die Stunde mit mir richtig gut getan hat, dass es ihr den nötigen Abstand zum Alltag ermöglicht hat, da hat es Klick gemacht: Warum nicht Gutes mit Gutem verbinden? Kurzum: Warum nicht Urlaub am Meer (oder in der Großstadt) mit einem Coaching bei mir verbinden?
Seit diesem Monat habe ich das sogenannte Intensiv-Coaching im Angebot. Während des Urlaubs kannst du montags bis freitags jeden Tag zu einem einstündigen Coaching in meine Praxis kommen – oder aber an einzelnen Tagen für mehrere Stunden am Stück, um Input zu bekommen, Dinge zu klären, Schritte zu gehen.
Aber hey, die Nordlichter unter euch sollen natürlich nicht benachteiligt werden: Auch wer in der Gegend wohnt, kann natürlich ein Intensiv-Coaching machen. Falls du der oder die Erste sein willst, der sein Thema „am Stück“ durchdenkt, dann melde dich: kontakt@vorwaertsleben.de

Letzte Woche hast du gemerkt, wie gut gute Worte tun können. Wie wäre es, wenn du diese Woche versuchst, gute Worte und Gedanken an die Menschen um dich herum weiterzugeben?

Hier noch ein paar Tipps:
1. Sag Dinge, die wirklich positiv sind.
2. Was du sagst, muss auch ernst gemeint sein.
3. Sei konkret in dem, was du sagst.

Worte sind wie Federn, die vom Wind fortgetragen werden:
Sie sind nie wieder einzufangen!

Worte kann man nicht wieder einfangen. Dummerweise gehen sie uns oft schneller über die Lippen, als uns im Nachhinein lieb ist. Wie schnell machen wir mit einem abwertenden Kommentar jemanden klein – oft auch Menschen, die wir eigentlich sehr schätzen. Später entschuldigen wir uns, versuchen uns dadurch emotional von diesem Fauxpas zu entlasten; betonen, dass es nicht so gemeint war, dass die Person es doch bitte nicht so ernst nehmen soll. Nur leider heben diese Bitten das Feder-Prinzip nicht auf: Die Worte sind gesprochen, sie bleiben hängen, sie prägen: Beziehungen, das Selbstbild, das Leben.

ueberVL-1024x1024Beobachte dich in den nächsten Tagen doch einmal selbst: Sind deine Worte wohl überlegt oder im Eifer des Gefechts gesprochen? Ermutigend oder zerstörend?
Einmal ausgesprochene Worte kann man nicht zurücknehmen. Man kann aber lernen, immer mehr Zerstörer-Worte zurück zu halten und stattdessen zum WortBeweger zu werden: Zu einem Menschen, der andere durch seine Worte positiv bewegt. Bist du dabei?

Der Alltag wird Alltag, wenn im Alltag nur Alltag gesehen wird.
– Thomas Holtbernd

Einen Monat lang gab es Ideen, wie man Dinge im Alltag anders machen kann als sonst. Nun seid ihr dran – wenn ihr wollt. Nehmt die Gedanken mit in den neuen Monat. Sorgt dafür, dass Alltag nicht gleichbedeutend mit öder Routine ist. Seid kreativ, brecht immer mal wieder aus, wagt Neues. Und dann gilt: Alles aber prüfet und das Gute behaltet!