Nicht nur hoffen, sondern aktiv mitgestalten: Entscheidungen treffen und handeln. – Wo bist du diese Woche aktiv gewesen und hast dadurch Dinge bewegen können? Wo wäre es in den nächsten Tagen hilfreich, in diesem Sinne aktiv zu werden? Wir dürfen unser Leben aktiv mitgestalten und müssen es nicht rein passiv über uns ergehen lassen – dieser Gedanke macht mich dankbar!

“Möglicherweise bin ich noch nicht der Mensch, der ich gerne sein möchte. Aber dieser Mensch werde ich nie sein, wenn ich jetzt aufgebe.” – John Strelecky
Oft gucken wir primär auf das, was noch alles vor uns liegt – in diesem Fall, was noch fehlt bis zum Erreichen unseres “Wunsch-Ichs”. Heute lade ich euch aber ein, einen Blick zurück zu werfen: Was sind Bereiche, wo ihr schon Schritte in die richtige Richtung gegangen seid? Für welche Entwicklungen in eurem Leben seid ihr dankbar?

John Strelecky schreibt in seinem neusten Buch, dass er mindestens zweimal die Woche dankbar ist: immer dann, wenn er seinen Müll an die Straße stellt und jemand anders ihn abholt und ordnungsgemäß entsorgt.
Die Müllabfuhr – so etwas Alltägliches, dass wir es kaum noch wahrnehmen. (Vielleicht geht es ja aber auch nur mir so, weil mein Mann für die Müllentsorgung verantwortlich ist?) Es gibt noch viele andere Dinge, die “einfach so, ganz normal” passieren. Der Wochenend-Notdienst der Ärzte beispielsweise … funktionierendes Internet, um mit Freunden skypen zu können, die nicht um die Ecke wohnen …
Frage an euch: Für welche Alltäglichkeit seid ihr heute dankbar? Vielleicht hilft die umgekehrte Frage: Was wäre wirklich ärgerlich, schlimm, traurig etc., wenn es nicht mehr so wäre wie es jetzt ist?

„Ich bin dankbar – nicht weil es vorteilhaft ist, sondern weil es Freude macht.“ – Lucius Annaeus Seneca

Hier seid ihr mit euren Erfahrungen gefragt: Inwieweit hat Dankbarkeit euer Leben bereichert? Wo macht sie einen Unterschied? Erzählt davon – hier in der Gruppe, aber natürlich auch super gerne euren Freunden und Bekannten. Denn nichts ist so ansteckend, wie gelebte Dankbarkeit. In diesem Sinne eine ansteckende Woche euch!

„Die Gewohnheit, alle Dinge von der Lichtseite zu betrachten, ist mehr wert als materieller Wohlstand.“ – David Hume

Ich glaube, dass es hierbei nicht um positives Denken geht, sondern vielmehr darum, sich bewusst dafür zu entscheiden, den Blick auf das Gute zu lenken statt auf Defizite. Ist das einfach? Ganz sicher nicht, denn es ist nicht normal. Wir sind darauf getrimmt, immer besser zu werden – und das geht nur, wenn man seine Schwachstellen kennt. Die Nachrichten sind voll von dem, was alles nicht gut läuft in der Welt – Berichte über das, was rund oder sogar richtig gut, vielleicht gar vorbildlich läuft, finden sich eher wenig. Und so braucht es den Entschluss, es anders zu versuchen. Das Gute zu suchen. Denn wer sucht, der findet!

„Der erste Schritt zum Glück ist der Entschluss, glücklich sein zu wollen.“ – Ralph Waldo Trine

„Was wir zu leicht bekommen, schätzen wir wenig.“ – Thomas Paine

Es ist toll, sagen zu können, dass man sich etwas „erarbeitet“ hat. Die meisten Dinge im Leben, die wirklichen Wert haben, gibt es aber geschenkt. Und werden nur allzu leicht übersehen. In diesem Sinne: Herzliche Einladung, diese Woche gerade diesen Dingen besondere Aufmerksamkeit zukommen zu lassen – und sie zu genießen!

Dankbarkeits-Frage der Woche:

So etwas wie ein perfektes Leben gibt es nicht. Leider, mögen manche sagen. Ich finde es wichtig, aufzuhören, nach dem Perfekten zu streben. Was ist der genaue Maßstab für „perfekt“? Wie oft werde ich ihn im Leben erreichen können? Vermutlich nicht sehr häufig – wenn überhaupt. Vielmehr möchte ich danke sagen für das Gute. Den Blick auf das richten, was da ist, und wegkommen vom Starren auf das, was fehlt.

Wo tappst du vielleicht in eine ähnliche Falle – und wie könnte ein Perspektivwechsel wie der oben beschriebene deine Sicht aufs Leben bzw. die Situation verändern?

Dankbarkeits-Frage der Woche:

Viele Menschen bereichern unser Leben. Manchmal durch echte „Highlights“, viel häufiger aber durch scheinbare Selbstverständlichkeiten – zumindest aus ihrer Sicht. Es tut gut, das Gute bewusst wahrzunehmen – und sich die Zeit zu nehmen, die empfundene Dankbarkeit der Person gegenüber auszudrücken.
Wem möchtest du dieses Wochenende Danke sagen?
Wofür und wie könnte das konkret aussehen: von Angesicht zu Angesicht, telefonisch, in Form einer schönen Karte oder …?