5alltagGenussHeute vor genau 2 Jahren hat VORWÄRTSLEBEN seine Türen geöffnet. Zwei Jahre, in denen viel passiert ist. Zwei Jahre, in denen ich tolle Menschen begleiten durfte. Zwei Jahre mit vielen Veränderungen. Zwei spannende, herausfordernde, tolle Jahre.

In diesem Monat möchte ich ein wenig zurück blicken auf das, was war, aber natürlich auch einen kleinen Ausblick auf das dritte Jahr geben. Zur Feier gibt es auch etwas zu gewinnen, aber dazu in den nächsten Tagen mehr. 🙂

Nur noch wenige Tage bis zu den Weihnachtsferien. Ich könnte noch zwei Schreibprojekte angehen, werde es aber nicht machen. Die Deadline ist erst im Januar und so nehme ich mir die Freiheit, die nächsten Tage zu nutzen, um das Jahr zu einem guten Abschluss zu bringen: Unterlagen sortieren, ein wenig im Büro wirbeln und für Ordnung sorgen, Rückblick auf die zurück liegenden 12 Monate halten und Pläne für die kommenden Monate schmieden.
Ich bin dankbar, dass ich es so einrichten kann. Und wünsche euch, dass ihr diese Woche auch immer mal wieder kurz (oder auch länger!) die Möglichkeit habt, durchzuatmen, euch zu sortieren oder was auch immer gerade dran ist und euch gut tut.
Ich bin dankbar. Dankbar, dass mein Laptop – zumindest fürs Erste – wieder funktioniert. Der war gestern früh nämlich spontan abgeraucht. Da merkt man erst mal, was da alles drauf ist … und wie lang man keine Datensicherung mehr gemacht hat. Zum Glück konnte er in einer Nachtaktion wiederbelebt werden. Und so bin ich heute dankbarer als sonst, am Computer sitzen und arbeiten zu können.
Wofür bist du heute dankbar?

Es ist Dezember. Das Jahr ist mal wieder wie im Flug vergangen. Mit zwei parallel laufenden Weiterbildungen in integrativer Psychotherapie sowie kreativer Achtsamkeit war Neues lernen ein großes Thema. Und wirklich wahr: Ich habe viel gelernt und das sowohl fachlich als auch persönlich.
6-7So werde ich die letzten Wochen des Jahres nutzen, um alles noch mal Revue passieren zu lassen: Was waren meine wichtigsten Aha-Momente, wofür bin ich besonders dankbar, was durfte ich lernen, woran durfte ich wachsen? Und ich werde einen Blick aufs kommende Jahr werfen, werde Pläne schmieden, träumen, Weichen stellen. In dem Wissen, dass ganz viel in meiner Hand liegt – aber nicht alles.

Was hatte dein 2016 bisher für dich parat? Was sind deine Hoffnungen und Pläne für 2017 – und wie willst du sie Realität werden lassen?

Hach, es versüßt einem doch echt den Morgen, wenn man den virtuellen Briefkasten öffnet und tolles Feedback kriegt! Dieses Glück hatte ich heute gleich zwei Mal und merke, wie es mir gut tut. Denn es zeigt mir, dass ich etwas bewegen kann – in diesem Fall durch mein Online-Coaching und die Artikel, die ich schreibe.
Ich nehme mir vor, heute noch (mindestestens) zwei Menschen wissen zu lassen, wo sie mein Leben bereichern. Weil ich glaube, dass in Worte gepackte Wertschätzung nicht nur mir gut tut. Wie sieht es mit dir aus: Schließt du dich der “Ich verrate dir, wo du mein Leben bereicherst”-Bewegung an? Ich glaube, dass gute Worte gerade in dieser kalten, dunklen Jahreszeit ein Geschenk sind, über das sich viele Menschen freuen. Also: Let’s go!

Dankbarkeit. In meinem letzten Post habe ich ein paar Zeilen dazu geschrieben. Es mag den Eindruck erweckt haben, dass dankbar zu sein ziemlich einfach ist. Weil es so viel gibt, für das man dankbar sein kann.

Ich habe aber auch geschrieben, dass dankbar zu sein eine Entscheidung ist. Ein willentlicher Akt sozusagen. Die Entscheidung, den Blick auf das zu richten, was gut ist – nicht perfekt, nicht wow-mäßig und oft inmitten des so ganz und gar Nichtperfekten.

6-9Also her mit dem positiven Denken? Sich Dinge schön reden? Das ist so gar nicht mein Fall. Warum? Weil es der Wirklichkeit nicht gerecht wird. So erlebe ich es gerade: Kürzlich habe ich zugesagt, ein Projekt zu sponsern. Alles klang gut – eine Win-Win-Situation für alle Beteiligten. Ich war happy und habe zugesagt. Im Nachhinein stellte sich die Sache als recht einseitig heraus und leider zähle ich dabei nicht zu den glücklichen Gewinnern. Es war eine Fehlentscheidung, die mich viel gekostet hat – und das auf mehreren Ebenen. Ich war sauer: Sauer auf die Person, die mir das Projekt so ganz anders verkauft hat, als es später umgesetzt wurde. Sauer auf mich selbst, weil ich mich habe blenden lassen. Sauer, weil diese Fehlentscheidung auch andere mittragen müssen.

Diese säuerlichen Emotionen sind da. Bringen sie mich weiter? Nein. Im Gegenteil: Sie machen handlungsunfähig. Und so habe ich die Entscheidung getroffen, dass ich mich zwar ärgern kann, aber ohne im Ärger zu erstarren. Dass ich die Sache reflektieren und daraus lernen werde. Dass ich die Realität  zwar nicht toll finde, sie aber akzeptiere.

6-8Und ja, ich habe mich entschieden, dankbar zu sein: Dankbar dafür, dass ich nach aktuellem Stand aus der Sache zwar als Verlierer raus gehe, die Entscheidung Konsequenzen hat, aber nicht existenziell bedrohlich ist. Dankbar dafür, dass ich Menschen an meiner Seite habe, die die Sache mit tragen. Und dafür, dass ich eben nicht in diesem Ärger, dieser Ohnmacht versacken muss, sondern lernen darf, ohne dabei zu verbittern.

Ist das ein zu persönlicher Post? Ich habe es abgewogen. Das Ergebnis liest du gerade. Die Autorin Brené Brown hat mich daran erinnert, wie viel wir voneinander lernen können – auch und gerade aus den Niederlagen. In diesem Sinne hoffe ich, dass euch meine Erfahrung ermutigt, den Blick vom Problem zur Lösung zu wenden. Gerne unterstütze ich euch dabei – live oder auch online!

www.vorwärtsleben.de

DANKBAR – mit diesem Wort lassen sich die vergangenen Tage gut zusammenfassen:
 
DANKBAR für ein wiedervereinigtes Deutschland und dafür, dass sich mein Freundeskreis aus so vielen ganz unterschiedlichen Menschen aus allen Ecken und Enden des Landes und darüber hinaus zusammen setzt.
 
DANKBAR für ein verlängertes Wochenende mit viel Zeit zum Lesen, für Familie und leckeres Essen.
 
DANKBAR für eine funktionierende Heizung sowie die Erfindung von Wolldecken und Wärmflaschen, für Herbstdeko und Kerzenschein.
 
DANKBAR für Menschen, die mir die ein oder andere Aufgabe abgenommen und obendrein noch leckeren Kräutertee gekocht haben, als ich nicht ganz fit war.
 
DANKBAR für den Mut, auch mal Termine zu verschieben – und das nicht nur, wenn es absolut gar nicht mehr geht, sondern auch, wenn es mir einfach gut tun würde. Und in diesem Zusammenhang DANKBAR für die Erfahrung, dass das in 99% der Fälle gar kein Problem ist.
 
DANKBAR für die Möglichkeit, heute noch mal vom Sofa aus arbeiten, und die Hoffnung, ab morgen wieder normal durchstarten zu können.
 
Dankbarkeit hat viel mit Entscheidung zu tun. Der Entscheidung, auf das Gute im Nichtoptimalen zu schauen. Klappt bei mir nicht immer, aber zum Glück immer öfter. In diesem Sinne: Eine gute Woche dir mit wachen Augen für das Gute!

Die eigene Komfortzone verlassen – manchmal finde ich das total aufregend, spannend und mach es gerne. Manchmal aber auch nicht. So wie vor ein paar Monaten: Ich war beim ersten Weiterbildungswochenende in Gestalttherapie. Tolle Gruppe, tolle Dozentin, alles gut – bis sie plötzlich ankündigte, dass wir nach der Mittagspause eine Runde tanzen würden. Ich bin mir sicher, mein Herz hat ein paar Sekunden ausgesetzt – ich und tanzen? Hallo, geht’s noch? Bin vielleicht 1-2 Mal in der Disko gewesen und das war so gar nicht mein Ding. Der Tanzkurs während der Schulzeit würde mich wohl auch nicht retten. Tanzen … in der Gruppe … Freestyle?

2010_angstherausforderungDas ware nicht nur außerhalb meiner Wohlfühlzone, sondern quasi schon in der Panikzone! Nachdem gesagt wurde, man dürfe gern auch die Augen zu machen und solle einfach in sich reinfühlen, wie der Körper sich bewegen will, rückte die Herausforderung schon wieder etwas von der Panikzone weg. Und ich merkte: Es ging. Ich bin weder gestorben, noch habe ich mich so blamiert, dass ich mich danach nicht wieder in der Gruppe blicken lassen konnte. Das zu erleben tat gut. Mittlerweile liegt das vierte von fünf Wochenenden hinter mir. Und mittlerweile kann ich sie total genießen, unsere Tanzrunden nach der MIttagspause.

Bin ich ein toller Tänzer? Nein. Habe ich Ambitionen, die nächste Ü30-Party unsicher zu machen? Nö. Tanze ich noch immer am liebsten mit geschlossenen Augen? Ja. Habe ich etwas Neues, Wohltuendes für mich entdecken können? Drehe ich jetzt ab und an, wenn ich alleine zu Hause bin, die Musik auf und tanz ‘ne Runde? Bin ich froh, dass ich mich getraut habe – damals, als ich dachte, ich würde vor Scham sterben? Ja, ja und nochmals ja. Danke, Steffi, dass du mich eingeladen hast, meine Grenzen weiter zu stecken. Und dass du mich mit einer bis dato unentdeckten Seite in Kontakt gebracht hast.

Am Wochenende war ich auf Weiterbildung. Es ging um das Thema Kontakt: Kontakt zu mir selbst, zu anderen, der Welt. Zwei spannende, bewegende, begeisternde Tage mit viel innerer Klärung. Als ich nach Hause kam, merkte ich, dass ich noch mal Zeit für mich brauche: Einfach noch mal eine Runde aufs Rad schwingen, mich bewegen, den Fahrtwind und die Sonne spüren, die Natur genießen – und ein Eis vom Lieblingseismann hier im Ort. Das Ganze hat nicht viel Zeit in Anspruch genommen, aber richtig gut getan. Auch hierfür braucht es Kontakt: Kontakt zu sich selbst und seinen eigenen Bedürfnissen. In diesem Sinne wünsche ich dir heute einen Tag, in dem du in Kontakt mit dir selbst bist. Und erlebst, wie gut das tut!