Den Kopf in den Sand stecken? Trotzig den Rebellen raushängen lassen? Das sind zwei gängige Reaktionen auf ungebetene Herausforderungen. Nur bringen sie uns im Normalfall nicht weiter. Weitaus hilfreicher: sich fragen, was für Möglichkeiten man hat. Optionen ausloten. Neue Möglichkeiten entdecken. Bedeutet mehr Arbeit, mehr Hirnschmalz, aber es kann so viel Gutes daraus entstehen, dass sich die Arbeit lohnt.
Wo stehst du gerade vor Herausforderungen? Wie gehst du mit ihnen um?
Solltest du Unterstützung brauchen, dann melde dich gerne. Online-Coachings bieten hierfür eine tolle Möglichkeit – ortsunabhängig, flexibel, maßgeschneidert.

Wann hast du das letzte Mal deiner Seele etwas Schönes gegönnt? Ich war das Wochenende verreist – mit einer lieben Freundin, die ich schon seit dem Studium und somit ungelogen quasi mein halbes Leben kenne. Das allein war schon wunderbar. Wir haben die gemeinsame Zeit genossen, denn wir leben nicht nur viele hunderte Kilometer, sondern auch eine Ländergrenze von einander entfernt. Nein, wir haben auf das Kalorienzählen verzichtet und es uns rundum gut gehen lassen. Wir haben schöne Orte gesehen, haben die Besonderheiten des fremden Landes aufgesaugt und genossen und spontan noch einen Ausflug in ein farbenfrohes Blumenmeer gebucht. Solche Tage sind etwas ganz Besonderes. Jedoch kann man auch mitten im unspektakulären Alltag solche Momente haben. Manche muss man planen, für die meisten jedoch nur Herz und Augen offen halten. In diesem Sinne: -Dir einen tollen Tag mit viel Aufmerksamkeit für all das Schöne um dich herum!

Auch im kommenden Jahr wird es wieder die Gruppe “Dankbar durch das Jahr 2019” geben. Gemeinsam werden wir den Blick durch unsere Dankbarkeitsbrillen trainieren – nicht Dinge schönreden, sondern neue Perspektiven entdecken, einander ermutigen, Spaß haben, Leben teilen.

Du hast einen facebook-Account und Lust, 2019 dabei zu sein? Dann klink dich gerne ein. Hier geht’s zur Gruppe: https://www.facebook.com/groups/286509631974412/

Die Macht der kleinen Schritte: Darüber rede ich mit vielen Klienten. Klar will man gerne schnell viel verändern, bewegen, Erfolge sehen. Gleichzeitig überfordert man sich damit oft bzw. einem geht bei zu schnellem Tempo rasch die Luft aus. Die Motivation bleibt auf der Strecke, man legt den guten Vorsatz beiseite, ist enttäuscht, weil “man es einfach nicht hinkriegt”.
Gerade lese ich “Slight edge” von Jeff Olsen. Ein zugegebenermaßen recht “amerikanisch” angehauchtes Buch, was den Stil angeht. Wer darüber hinwegsehen kann, wird aber viele gute Impulse mitnehmen. Ein wichtiger Punkt: die Kraft der kleinen täglichen Schritte. Als Beispiel: Statt sich vorzunehmen, “irgendwann mal” ein Buch zu lesen, das einen weiterbringen würde – persönlich, fachlich … -, einfach jeden Tag 10 Seiten zu lesen. Klingt nicht viel, macht man es aber jeden Tag, hat man innerhalb eines Monats ein 300-Seiten-Buch gelesen. Das Tolle dabei: 10 Seiten zu lesen, das ist kein großes Ding. Das kann man schaffen – problemlos. Es ist dann einfach die eigene Entscheidung: Will ich es? Es ist leicht zu tun, aber auch leicht, nicht zu tun. Ich entscheide. Jeden Tag neu.

Häufigster Satz, den ich in Coachings oder Therapiestunden höre? “Sie können mir doch bestimmt sagen, was ich tun muss, damit _______ aufhört!” Erwartet wird oft so etwas wie ein Patentrezept, das immer hilft. Und am besten bereits bei einmaliger Anwendung.

Die Sache ist die: Es gibt keine Universallösung, dazu sind wir Menschen zu verschieden und unser Weg, unser Leben zu einmalig. Wer sich über Jahre in bspw. eine Burnout-Situation reinmanövriert hat, wird mit großer Wahrscheinlichkeit nicht von einem Moment auf den nächsten alles ablegen, was ihn in diese Situation gebracht hat.

Ja, es gibt einen Weg raus. Nein, er muss nicht endlos sein. Nein, ich kann ihn nicht für jemand anders gehen. Ja, jeder selbst ist gefragt – und DABEI unterstütze ich wirklich liebend gerne!

Das Wichtigste, wenn man etwas bewegen will (inklusive sich selbst): einfach starten!
Nachdem gesundheitliche Probleme mich über 2 Jahre vom regelmäßigen Sportmachen abgehalten haben, kann ich nun endlich wieder durchstarten. Nicht weil meine Ärztin mir – welch Offenbarung! – eröffnet hat, dass ich leider zu klein bin für mein Gewicht, sondern weil ich Sport liebe. Sport tut mir einfach gut. Habe ich deshalb auch immer Lust drauf? Nein. Vor ein paar Wochen habe ich wieder mit dem Laufen angefangen. (Und passend dazu direkt ein neues Laufshirt erstanden. Auf ihm steht: “Ich kann in Zeitlupe laufen. Was ist deine Superkraft?”) Ich merke, wie ich mich langsam steigere, die Laufintervalle länger werden und ich nicht mehr ganz so schnell ins Schnaufen komme – oder zumindest nicht mehr so stark. Jedenfalls gibt es immer einen (gefühlt) guten Grund, das mit dem Laufen auf den nächsten Tag zu verschieben: mal ist es zu kalt, dann zu warm, zu schwül, der Himmel zu (regen?)wolkenverhangen … Was mir hilft? Nicht groß nachzudenken, sondern einfach zu machen. Laufzeug anziehen und raus. Meine Regel: Wenn es nach fünf Minuten wirklich so schlimm ist, wie ich es mir vorher ausgemalt habe, darf ich umdrehen. War bisher aber noch nie der Fall. Im Gegenteil. Das Schlimmste ist der erste Schritt. Im meinem Fall beinhaltet das die Entscheidung, die Argumente, die gegen das Laufen sprechen, beiseitezulegen und mich startklar zu machen. Für dich kann es etwas ganz anderes sein. Jemanden um Unterstützung in einer Sache zu bitten beispielsweise. Oder …

Nicht nur hoffen, sondern aktiv mitgestalten: Entscheidungen treffen und handeln. – Wo bist du diese Woche aktiv gewesen und hast dadurch Dinge bewegen können? Wo wäre es in den nächsten Tagen hilfreich, in diesem Sinne aktiv zu werden? Wir dürfen unser Leben aktiv mitgestalten und müssen es nicht rein passiv über uns ergehen lassen – dieser Gedanke macht mich dankbar!

„Die Gewohnheit, alle Dinge von der Lichtseite zu betrachten, ist mehr wert als materieller Wohlstand.“ – David Hume

Ich glaube, dass es hierbei nicht um positives Denken geht, sondern vielmehr darum, sich bewusst dafür zu entscheiden, den Blick auf das Gute zu lenken statt auf Defizite. Ist das einfach? Ganz sicher nicht, denn es ist nicht normal. Wir sind darauf getrimmt, immer besser zu werden – und das geht nur, wenn man seine Schwachstellen kennt. Die Nachrichten sind voll von dem, was alles nicht gut läuft in der Welt – Berichte über das, was rund oder sogar richtig gut, vielleicht gar vorbildlich läuft, finden sich eher wenig. Und so braucht es den Entschluss, es anders zu versuchen. Das Gute zu suchen. Denn wer sucht, der findet!

„Der erste Schritt zum Glück ist der Entschluss, glücklich sein zu wollen.“ – Ralph Waldo Trine

Dankbarkeits-Frage der Woche:

So etwas wie ein perfektes Leben gibt es nicht. Leider, mögen manche sagen. Ich finde es wichtig, aufzuhören, nach dem Perfekten zu streben. Was ist der genaue Maßstab für „perfekt“? Wie oft werde ich ihn im Leben erreichen können? Vermutlich nicht sehr häufig – wenn überhaupt. Vielmehr möchte ich danke sagen für das Gute. Den Blick auf das richten, was da ist, und wegkommen vom Starren auf das, was fehlt.

Wo tappst du vielleicht in eine ähnliche Falle – und wie könnte ein Perspektivwechsel wie der oben beschriebene deine Sicht aufs Leben bzw. die Situation verändern?

Kennt ihr das auch? Alles läuft gut, ihr seid entspannt – bis mit einem Mal ein “Störer” euren Tag durcheinander bringt. Das kann der Drucker sein, der sich plötzlich weigert, seine Arbeit zu tun, und damit eure Arbeit sabotiert. Es kann aber auch der Anruf von der Schule sein, dass ihr euer Kind abholen sollt, weil es ihm nicht gutgeht. Oder ein Satz, der euch trifft und aus der Bahn wirft. Oft sind es Kleinigkeiten, die das Potenzial haben, den Verlauf eines Tages zu verändern. Plötzlich entsteht Zeitdruck, innere Unruhe, Panik.
Gerade letzte Woche habe ich wieder erleben dürfen, wie Kleinigkeiten einen Tag aber auch zum Guten verändern können. Da war die Entscheidung, einen Termin abzusagen, was für viel Entspannung sorgte, Druck rausnahm und mir die Möglichkeit gab, mich in Ruhe auszukurieren. Oder die WhatsApp, in der mir jemand zur Aufmunterung einen “virtuellen Kaffee” schickte in Form eines Kaffeetassen-Stickers. (Den ich dann in einen echten Kaffee umwandelte und ein Foto davon zurückschickte, verbunden mit einem Dank für den köstlichen Koffeeinkick.)
Kleinigkeiten können den Lauf des Tages ändern. Die “negativen Störer” können wir nicht immer verhindern, aber wir können entscheiden, wie wir darauf reagieren: reinsteigern, in den Panik-Modus umschalten oder erst mal tief durchatmen und nach Handlungsoptionen Ausschau halten? Vor allem können wir uns aber selbst kleine Geschenke machen, indem wir uns Gutes tun – und anderen erlauben, uns zu beschenken.