Frühling hat viel mit Lebendigkeit zu tun. Da wäre es doch passend, mal wieder ein paar liebe Freunde einzuladen: Jeder bringt eine Kleinigkeit zu essen mit und ihr habt eine gute, belebende Zeit zusammen. Vielleicht ja sogar bei einem Picknick im Park, Garten oder alternativ auf dem Wohnzimmerboden – selbstverständlich stilecht mit Picknickdecke und allem, was dazu gehört!

Ihr habt am 20./21. März noch nichts vor? Ihr wollt euch selbst etwas Gutes tun? Und dem nachspüren, wer oder was euch im Alltag gut tut? Dann noch mal die HERZliche Einladung zu meinem VHS-Kurs in Reinfeld:

http://www.vhs-sh.net/index.php?page=programm&vhs=reinfeld&kurs=AO%201.07.M112

Es wäre klasse, euch dort zu sehen!! 🙂

Was bedeutet Genuss für dich? Für mich bedeutet es vor allem, ganz im Hier und Jetzt zu sein. Den Augenblick bewusst wahrzunehmen. Mehr noch: ihn wertzuschätzen. Für diese Art des Genießens braucht es weder einen Haufen Geld noch viel Zeit. Es ist die Art von Genuss, die im Alltag stattfindet und ihn so zu etwas Besonderem macht.
5alltagGenussDas haben besonders die sogenannten Alltags-Genießer verinnerlicht. Ihre Genuss-Momente erscheinen Außenstehenden oftmals als unspektakulär, aber das sind sie nicht. Sie sind intensiv und besonders. Alltags-Genießer gönnen sich lieber über den Tag verteilt mehrere kleine Genuss-Momente, als tage- oder gar wochenlang auf den einen großen Moment hinzufiebern. Genuss ist ein fester Bestandteil ihres Lebens.
Hier ein paar Ideen für all diejenigen, die Lust haben, sich als Alltags-Genießer zu versuchen:

1. Gönn dir ein ausgedehntes Abendessen mit deiner Familie oder Freunden, bei dem ihr Zeit habt, euch von den Dingen zu erzählen, die euch bewegen.
2. Nimm dir fünf Minuten Zeit, um neidisch auf dich selbst zu sein.
3. Schalte alle Geräuschquellen ab und lausche der Stille.
4. Nimm eine Alltagsbeschäftigung wie den Abwasch oder das Zusammenlegen der Wäsche bewusst wahr.
5. Schau dir etwas in aller Ruhe im Detail an: eine Blume, ein Bild oder das Gesicht eines Menschen.
6. Nimm dir eine Tasse Tee lang Zeit, um zur Ruhe zu kommen und in dich reinzuhören.
7. Schreib vor dem Schlafengehen drei Dinge auf, für die du dankbar bist bzw. die du an diesem Tag als Genuss erlebt hast.

„Und Action!“ Erlebnis-Genießer brauchen Aktivität und andere Menschen, um das Leben zu genießen. Dafür sind sie auch bereit, ab und an ein wenig tiefer in die Tasche zu greifen. Denn oft sind ihre Genusszeiten mit Eintrittsgeldern und Spritkosten verbunden.
Genuss hat viele Gesichter. Für den einen bedeutet es, im Alltäglichen das Besondere wahrzunehmen. Für den Erlebnis-Genießer geht es jedoch vielmehr darum, aus dem Alltag auszubrechen, das Gewohnte hinter sich zu lassen und Neues zu erleben.
Keine Art des Genießens ist einer anderen überlegen. Jede hat ihren ganz besonderen Reiz, wenn die Motivation die richtige ist. Im Falle des Erlebnis-Genießers beispielsweise der Wunsch, Neues zu erleben oder aber die eigene Komfortzone zu verlassen. Wenn der Grund jedoch eine Flucht vor dem Alltag ist, die Aktivitäten in bloßen Aktionismus ausarten, wird das eigentliche Ziel verfehlt: Genuss zu erleben. Daher ist es unabhängig vom persönlichen Genuss-Stil sinnvoll, die eigene Motivation gelegentlich zu hinterfragen: Flüchte ich (Erlebnis-Typ)? Verschanze ich mich in meinen eigenen vier Wänden (Couch-Typ)? Fresse ich meinen Kummer in mich rein (Geschmacks-Typ)? Kann ich mir selbst etwas Besonderes gönnen (Alltags-Typ)?
Für diejenigen, die sich mal als Erlebnis-Genießer versuchen wollen, hier ein paar Ideen für die neue Woche:

4ErlebnisGemeinsam1. Nimm mit Freunden an einem Stadtlauf teil.
2. Verbring mit deinen Kindern einen Tag an einem Ort, der dir selbst als Kind viel bedeutet hat.
3. Lade Freunde zu einem spätsommerlichen Picknick im Park ein. Mit genügend Proviant, Volleyball, Gitarre und ein paar Wolldecken könnt ihr den Tag in aller Ruhe ausklingen lassen.
4. Mach etwas, wozu dir bisher der Mut gefehlt hat: Anmeldung zum VHS-Malkurs, Fallschirmsprung, neuer Look, Unbekannte ansprechen – deiner Fantasie sind keine Grenzen gesetzt!
5. Animiere deine Freunde dazu, mit dir zusammen etwas Neues auszuprobieren: ein anderes Restaurant, das Erlebnisbad in der Nachbarstadt, Ü30-Party statt Kunstausstellung …
6. Sattelt den Drahtesel und dann raus in die Natur: Radtour durch den Wald, Schlammschlacht, Übernachtung auf der Wiese, Baden im kühlen See. Egal was, Hauptsache raus und gemeinsam etwas erleben und frische Luft schnappen!
7. Entwickle eine jährliche Tradition: Besuch im Freilichttheater mit Freunden, großes Familienfest oder aber Garten-winterfest-mach-Aktion mit Freunden: Jeder hilft einen Tag lang den anderen und zur Belohnung gibt es danach vom Gartenbesitzer ein leckeres Abendessen spendiert.

„Die große deutsche Genuss-Studie 2004“ definiert vier Arten von Genießern: den Geschmacks-, den Couch-, den Erlebnis- sowie den Alltags-Genießer. Die Übergänge sind teilweise fließend, aber dennoch gibt es charakteristische Besonderheiten.
2CouchAlleinDer Couch-Genießer beispielsweise braucht nicht viel, um glücklich zu sein. Er ist gerne für sich. In seinen eigenen vier Wänden fühlt er sich wohl und kann entspannen. Für Genussmomente braucht er wenig bis kein Geld, dafür aber etwas anderes: Ein inneres Ja, um mit gutem Gewissen genießen zu können. (Ohne dieses innere Ja kommt aber, wenn man es genau nimmt, auch niemand von den anderen Genießer-Typen aus.)
Wer genießt, zeigt dadurch, dass er sich selbst Gutes im Leben gönnt. Wer sich etwas Gutes gönnt, macht deutlich: Ich bin es wert, Genuss zu erleben. Genuss, das kann Vieles sein. Für den Couch-Genießer ist es beispielsweise die (scheinbar) unproduktive Ruhe, Zeit für sich und die Dinge, die das Leben bunt machen.
Im Folgenden wieder Ideen für jeden Tag dieser Woche, wie du Genussmomente in deinen Alltag integrieren kannst. Denn du bist es wert!

1. Wenn du unverhofft nichts zu tun hast, dann versuche, diese Pause zu genießen, statt sie gleich wieder mit „produktiver Geschäftigkeit“ zu füllen.
2. Nimm dir Zeit, um mal wieder zu träumen, dein Leben zu reflektieren, Tagebuch zu schreiben, die Gedanken treiben zu lassen.
3. Tauche in die schöne Welt der Bücher ein, statt dich vom tendenziell eher durchschnittlichen TV-Programm berieseln zu lassen.
4. Gehe einem Hobby nach, bei dem du dazu neigst, es aus Zeitgründen zu vernachlässigen.
5. Greif zum Telefon und genieße den Herz-zu-Herz-Austausch mit einem guten Freund.
6. Gönne dir statt der schnellen Dusche ein ausgedehntes Vollbad.
7. Genieße einen Tag, der anders sein darf: frei von Multitasking und ruhig auch mal unproduktiv.

Was ist Genuss – und wie geht das eigentlich: genießen? Die Antworten auf diese Fragen sind so vielfältig wie die Menschen, denen man sie stellt. Klar ist, dass Genuss viel damit zu tun hat, Dinge bewusst im Jetzt wahrzunehmen und zu erleben.
„Die große deutsche Genuss-Studie 2004“ definiert vier Arten von Genießern: den Geschmacks-, den Couch-, den Erlebnis- sowie den Alltags-Genießer. Wobei der Übergang von einem Typ zum anderen zum Teil fließend ist.
Dass Essen und Trinken ein Genuss sein können, hast du sicher selbst schon erlebt. Oft verkommt die Nahrungsaufnahme im Alltag aber zum Mittel zum Zweck: Der Magen muss gefüllt werden, damit der Körper seine Arbeit tun kann. Dafür reicht meist der schnelle Snack zwischen Tür und Angel sowie die vitaminfreie Tiefkühl-Pizza. Mit Genuss hat das jedoch wenig bis nichts zu tun. Aus diesem Grund hier ein paar Tipps, wie du diese Woche ein wenig mehr Genuss in deine Mahlzeiten bringen kannst.

3Geschmack11. Nimm dir Zeit, um in aller Ruhe zu essen.
2. Probiere ein Lebensmittel, das du bisher noch nie zu dir genommen hast. Nimm seinen Geschmack bewusst wahr und sei dabei offen für neue Geschmackserlebnisse.
3. Achte bewusst auf den Geruch der Nahrung, die du zu dir nimmst.
4. Gönne dir, etwas Hochwertiges zu essen.
5. Achte auf die Konsistenz dessen, was du isst. Probiere beispielsweise, wie unterschiedlich ein Gemüse schmeckt, wenn du es roh, gebraten, gedünstet oder gekocht isst.
6. Such dir ein Obst aus und esse es mit allen Sinnen: Fass es an, riech daran, schau es dir von allen Seiten an, achte darauf, was für ein Geräusch es macht, wenn du reinbeißt … und natürlich: schmecke es!
7. Eine alte Redewendung besagt, dass das Auge mitisst. Richte dein Essen auf einem Teller schön an und genieß den Anblick.

Die vergangenen zwei Monate habe ich an einem Ort verbracht, den eine Freundin liebevoll den „Lerntunnel“ nennt. Viele Stunden habe ich über aufgeschlagenen Büchern verbracht, habe gelesen, Dinge angestrichen, Notizen gemacht, Wissen in mich aufgesaugt. Parallel dazu habe ich mich mit dem Thema Mut auseinandergesetzt: Was entfacht Mut, was bremst ihn, wo will ich selbst mutiger werden? Mitten in diese Phase hinein erklang das „Sie haben eine Nachricht“-Signal meines Handys. Es war eine kleine Erinnerung einer Bekannten, die schrieb: Vergiss nicht, zwischendurch auch mal zu genießen!
1AllgemeinGenussGenießen – wie geht das überhaupt? Forscher sind sich uneinig, ob Genussfähigkeit etwas ist, das angeboren ist oder aber erst erlernt werden muss. Klar hingegen ist, dass man das Genießen verlernen kann. Dinge wie Hektik, Eile und Stress gelten als genussfeindliche Faktoren – zu Recht! Studien besagen, dass in Deutschland etwa 25 % aller Erwachsenen nicht oder nur eingeschränkt genussfähig sind. Gerade auch im Rahmen einer depressiven Episode ist das ein großes Thema. Grund genug, die Blog-Beiträge im September dem Genuss zu widmen!

Nachgefragt:
Welchen Stellenwert hat Genuss in deinem Leben – und warum?