Den Kopf in den Sand stecken? Trotzig den Rebellen raushängen lassen? Das sind zwei gängige Reaktionen auf ungebetene Herausforderungen. Nur bringen sie uns im Normalfall nicht weiter. Weitaus hilfreicher: sich fragen, was für Möglichkeiten man hat. Optionen ausloten. Neue Möglichkeiten entdecken. Bedeutet mehr Arbeit, mehr Hirnschmalz, aber es kann so viel Gutes daraus entstehen, dass sich die Arbeit lohnt.
Wo stehst du gerade vor Herausforderungen? Wie gehst du mit ihnen um?
Solltest du Unterstützung brauchen, dann melde dich gerne. Online-Coachings bieten hierfür eine tolle Möglichkeit – ortsunabhängig, flexibel, maßgeschneidert.

Es gibt dieses Sprichwort, das besagt, dass sich, wenn sich eine Tür schließt, irgendwo ein Fenster öffnet. Meine Erfahrung: Fenster öffnen sich oft nicht von selbst. Es lohnt sich, die Augen nach Fenstern offenzuhalten und ggf. auch ein wenig an ihnen für rütteln. Tut man dies, ist viel möglich. Und manchmal öffnet sich sogar mehr als nur ein Fenster. Wo hat sich bei dir vielleicht eine Tür geschlossen? Wo könntest du Ausschau nach Fenstern halten?

Seit einigen Monaten gibt es MINDO, das Online-Magazin rund um Seelsorge, Coaching und Lebensberatung sowie heilsame christliche Spiritualität. Für MINDO schreibe ich regelmäßig Beiträge, den neusten findet ihr hier:

Coaching: Alltags-Berge zum Schrumpfen bringen

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Viel Spaß beim Lesen und Durchstöbern der MINDO-Website sowie einen guten Start in die neue Woche euch!

Manche großen Aufgaben und Projekte können einen regelrecht erschlagen. Sie türmen sich wie ein gewaltiger Berg vor einem auf – scheinbar unbezwingbar. Mir hilft es, diese “Berge” runterzubrechen. Ich frage mich: Was steht HEUTE an? Was sollte ich HEUTE tun, welchen kleinen Schritt HEUTE gehen? Diese kleinen Schritte sind machbar, das Heute überschaubar. Und so fühle ich mich den Bergen des Lebens nicht mehr ohnmächtig ausgeliefert, sondern in der Lage, sie zu erklimmen. Langsam vielleicht, in meinem Tempo. Aber besser gefühlt langsam als gar nicht, weil man beim Anblick des Berges in Schockstarre verfällt. Welchem Berg stehtst du vielleicht gerade gegenüber? Wie willst du mit ihm umgehen?

Die Macht der kleinen Schritte: Darüber rede ich mit vielen Klienten. Klar will man gerne schnell viel verändern, bewegen, Erfolge sehen. Gleichzeitig überfordert man sich damit oft bzw. einem geht bei zu schnellem Tempo rasch die Luft aus. Die Motivation bleibt auf der Strecke, man legt den guten Vorsatz beiseite, ist enttäuscht, weil “man es einfach nicht hinkriegt”.
Gerade lese ich “Slight edge” von Jeff Olsen. Ein zugegebenermaßen recht “amerikanisch” angehauchtes Buch, was den Stil angeht. Wer darüber hinwegsehen kann, wird aber viele gute Impulse mitnehmen. Ein wichtiger Punkt: die Kraft der kleinen täglichen Schritte. Als Beispiel: Statt sich vorzunehmen, “irgendwann mal” ein Buch zu lesen, das einen weiterbringen würde – persönlich, fachlich … -, einfach jeden Tag 10 Seiten zu lesen. Klingt nicht viel, macht man es aber jeden Tag, hat man innerhalb eines Monats ein 300-Seiten-Buch gelesen. Das Tolle dabei: 10 Seiten zu lesen, das ist kein großes Ding. Das kann man schaffen – problemlos. Es ist dann einfach die eigene Entscheidung: Will ich es? Es ist leicht zu tun, aber auch leicht, nicht zu tun. Ich entscheide. Jeden Tag neu.

Häufigster Satz, den ich in Coachings oder Therapiestunden höre? “Sie können mir doch bestimmt sagen, was ich tun muss, damit _______ aufhört!” Erwartet wird oft so etwas wie ein Patentrezept, das immer hilft. Und am besten bereits bei einmaliger Anwendung.

Die Sache ist die: Es gibt keine Universallösung, dazu sind wir Menschen zu verschieden und unser Weg, unser Leben zu einmalig. Wer sich über Jahre in bspw. eine Burnout-Situation reinmanövriert hat, wird mit großer Wahrscheinlichkeit nicht von einem Moment auf den nächsten alles ablegen, was ihn in diese Situation gebracht hat.

Ja, es gibt einen Weg raus. Nein, er muss nicht endlos sein. Nein, ich kann ihn nicht für jemand anders gehen. Ja, jeder selbst ist gefragt – und DABEI unterstütze ich wirklich liebend gerne!

Das Wichtigste, wenn man etwas bewegen will (inklusive sich selbst): einfach starten!
Nachdem gesundheitliche Probleme mich über 2 Jahre vom regelmäßigen Sportmachen abgehalten haben, kann ich nun endlich wieder durchstarten. Nicht weil meine Ärztin mir – welch Offenbarung! – eröffnet hat, dass ich leider zu klein bin für mein Gewicht, sondern weil ich Sport liebe. Sport tut mir einfach gut. Habe ich deshalb auch immer Lust drauf? Nein. Vor ein paar Wochen habe ich wieder mit dem Laufen angefangen. (Und passend dazu direkt ein neues Laufshirt erstanden. Auf ihm steht: “Ich kann in Zeitlupe laufen. Was ist deine Superkraft?”) Ich merke, wie ich mich langsam steigere, die Laufintervalle länger werden und ich nicht mehr ganz so schnell ins Schnaufen komme – oder zumindest nicht mehr so stark. Jedenfalls gibt es immer einen (gefühlt) guten Grund, das mit dem Laufen auf den nächsten Tag zu verschieben: mal ist es zu kalt, dann zu warm, zu schwül, der Himmel zu (regen?)wolkenverhangen … Was mir hilft? Nicht groß nachzudenken, sondern einfach zu machen. Laufzeug anziehen und raus. Meine Regel: Wenn es nach fünf Minuten wirklich so schlimm ist, wie ich es mir vorher ausgemalt habe, darf ich umdrehen. War bisher aber noch nie der Fall. Im Gegenteil. Das Schlimmste ist der erste Schritt. Im meinem Fall beinhaltet das die Entscheidung, die Argumente, die gegen das Laufen sprechen, beiseitezulegen und mich startklar zu machen. Für dich kann es etwas ganz anderes sein. Jemanden um Unterstützung in einer Sache zu bitten beispielsweise. Oder …