2014-12-01_rueckausblickIch weiß nicht, wie dein Jahr 2016 war. Aber ganz egal ob ein riesengroßer Glücksmoment oder eine gefühlt einzige Katastrophe: 2017 steht vor der Tür und ist wie ein unbeschriebenes Blatt, das nur darauf wartet, von dir beschrieben zu werden. Oder bemalt. Oder … Jeder Tag, jede Minute bietet die Chance, Neues zu wagen, die Richtung zu wechseln, dein Leben positiv zu gestalten. Also kannst du auch jetzt gleich starten. 🙂 Guten Rutsch dir und vorher erst mal einen guten Endspurt für 2016!

Es ist Dezember. Das Jahr ist mal wieder wie im Flug vergangen. Mit zwei parallel laufenden Weiterbildungen in integrativer Psychotherapie sowie kreativer Achtsamkeit war Neues lernen ein großes Thema. Und wirklich wahr: Ich habe viel gelernt und das sowohl fachlich als auch persönlich.
6-7So werde ich die letzten Wochen des Jahres nutzen, um alles noch mal Revue passieren zu lassen: Was waren meine wichtigsten Aha-Momente, wofür bin ich besonders dankbar, was durfte ich lernen, woran durfte ich wachsen? Und ich werde einen Blick aufs kommende Jahr werfen, werde Pläne schmieden, träumen, Weichen stellen. In dem Wissen, dass ganz viel in meiner Hand liegt – aber nicht alles.

Was hatte dein 2016 bisher für dich parat? Was sind deine Hoffnungen und Pläne für 2017 – und wie willst du sie Realität werden lassen?

Hach, es versüßt einem doch echt den Morgen, wenn man den virtuellen Briefkasten öffnet und tolles Feedback kriegt! Dieses Glück hatte ich heute gleich zwei Mal und merke, wie es mir gut tut. Denn es zeigt mir, dass ich etwas bewegen kann – in diesem Fall durch mein Online-Coaching und die Artikel, die ich schreibe.
Ich nehme mir vor, heute noch (mindestestens) zwei Menschen wissen zu lassen, wo sie mein Leben bereichern. Weil ich glaube, dass in Worte gepackte Wertschätzung nicht nur mir gut tut. Wie sieht es mit dir aus: Schließt du dich der “Ich verrate dir, wo du mein Leben bereicherst”-Bewegung an? Ich glaube, dass gute Worte gerade in dieser kalten, dunklen Jahreszeit ein Geschenk sind, über das sich viele Menschen freuen. Also: Let’s go!

Es gibt ein provokatives Statement von Jens Corssen, den ich sehr regelmäßig zitiere: “Wo ich bin, will ich sein.” Gut, ich würde das nicht absolut setzen – und doch steckt da viel mehr Wahrheit drin als man auf den ersten Blick vielleicht meint. Im Kern geht es Corssen darum, dass wir (fast) immer eine Wahl haben. “Ich würde ja so gerne …, aber das geht ja nicht.”
Hinter solche Aussagen mache ich gerne erst mal ein gedankliches Fragezeichen, sowohl bei bei meinen Mitmenschen als auch bei mir selber (so ich mich denn dabei ertappe … das geht ja bei anderen oft leichter). Denn oft stimmt die Aussage nicht. Richtiger wäre es zu sagen: “Ich würde ja so gerne …, aber es gibt Dinge, die mir gerade wichtiger sind.” Ich glaube, es ist Corssen, der in seinem Buch von einem Mann erzählt, der gerne auswandern würde. “… aber das geht ja nicht …” Nach dem Warum gefragt, antwortet der Mann, dass er sich um seine alten Eltern kümmern muss, dass er die Sprache des Landes nicht kann, das Gesundheitssystem dort auch nicht so berauschend sei und außerdem sei die Frage, ob er dort überhaupt eine Arbeit findet.
P1160897Natürlich sind das Argumente – gute Argumente sogar. Nur wäre es nicht sinnvoll zu sagen, dass der Mann mehr Gründe gefunden hat, nicht auszuwandern als auszuwandern? Dass das alte Leben zwar nicht so aufregend, aber dennoch attraktiver ist, da sicherer, bequemer etc.? Denn das sorgt dafür, dass man aus dieser Ohnmachtshaltung (“Es geht ja nicht!”) raus kommt und rein in die Eigenmacht, handlungsfähig wird, weil man selbst es ist, der entscheidet.
Vielleicht ja mal eine Idee fürs bevorstehende Wochenende: sich fragen, ob etwas wirklich nicht geht oder es einfach Dinge gibt, die wichtiger/stärker/attraktiver sind. Und von da aus zu gucken, ob man Frieden damit hat, dass es so ist, wie es ist, oder ob man daran etwas ändern möchte.
 
PS: Falls du dir Unterstützung wünschst, melde dich. Dank Internet und Telefon sind Dinge wie räumliche Entfernung ja zum Glück kein Hindernis! 🙂
Kennt ihr das auch? Es ist Weihnachten und man hat das Gefühl, die Adventszeit ist irgendwie an einem vorbei gerast. “Das war gar nicht adventlich dieses Jahr …”
1310_angstbegrenzungSo ist es mir in den letzten Jahren immer mal wieder gegangen – und das nicht nur in der Adventszeit. Darum habe ich dieses Jahr Ende September mit meiner Familie die Köpfe zusammen gesteckt. Wir haben gemeinsam überlegt, was eine schöne Herbstzeit ausmacht. Da kamen etliche Dinge zusammen: von Spiele- und Bastelnachmittagen über Kerzen anzünden, Igelhaus raus stellen, Kürbisgerichte kochen und Blätterraschelspaziergänge bis zu Gwendolinas Backäpfelchen-Tee (ein Tee, den ich seit meinem ersten Studienjahr jeden Herbst trinke und dabei an die Zeit in meiner ersten WG zurück denke).
Diese Ideen-Liste hängt seither gut sichtbar bei uns im Flur. Wir laufen täglich mehrmals daran vorbei und werden daran erinnert, dass “eine schöne Herbstzeit” nicht einfach so vom Himmel fällt. Wir können dazu beitragen, dass aus einem 0815-Herbst ein für unser Empfinden richtig schöner Herbst wird. Indem wir dafür sorgen, dass wir die Dinge, die ihn schön machen, nicht im Alltagstrott aus den Augen verlieren.
Es ist soooo einfach, Gutes zu tun. Es muss dich noch nicht mal etwas kosten – außer vielleicht ein paar Minuten deiner Zeit. Heute war ich wieder beim Blutspenden und bin sogar noch mit einem Fläschchen Wein als Dankeschön für die Spende nach Hause gegangen. Kann ich nur empfehlen! 🙂
Du findest das mit dem Blutspenden von der Sache her eine gute Idee, hast aber ein wenig Bammel? Wenn du in Reinfeld oder Umgebung wohnst, dann gib Bescheid und ich nehm dich im November zum nächsten Termin mit … und halte bei Bedarf auch Händchen. Ehrlich! Meld dich, falls du es probieren willst.

P1160906Als wir vor gut drei Jahren in unser jetziges Haus einzogen, war ich von einer Sache besonders angetan: Der Tatsache, dass es einen Anbau mit separatem Eingang gab. Ein Raum, den ich für Coachings nutzen kann. Anfang 2015 war es dann soweit: VORWÄRTSLEBEN, meine Praxis für integrative Psychotherapie und Coaching, wurde ins Leben gerufen.

P1160897Nach einem Jahr merkte ich mehr und mehr, dass etwas nicht mehr passt. Der Raum war ursprünglich für andere Zwecke erbaut worden und ich fühlte mich immer weniger wohl dort. Also fing ich an, Ideen zu spinnen. Mein großer Traum ist es, eines Tages ein VORWÄRTSLEBEN-Haus zu haben. Ein Haus, wo Seminare und Workshops in größerer Runde stattfinden können. Wo es auch Wohnzimmer-Konzerte und Lesungen in gemütlicher Runde gibt. Ein Haus mit Garten und 1-2 Zimmern für Menschen, die eine Auszeit nehmen wollen. Ein Haus, in dem …

P1160905Ja, wenn ich mir erlaube zu träumen, dann träume ich groß. Manchmal ist es ein Spagat, beides unter einen Hut zu bringen: seine Träume und die momentanen Möglichkeiten. Ich versuche, meine Träume zu bewahren, sie wie einen Schatz zu hüten und gespannt zu sein, wann und wie die nach und nach zum Leben erweckt werden.

P1160903Gleichzeitig suche ich nach Möglichkeiten, für Stimmigkeit zu sorgen – in diesem konkreten Fall für einen Ort, an dem ich mich wohl fühle und gerne arbeite. Nach einer kleinen Renovierungsphase ist meine Praxis nun seit einer Woche wieder startklar. Ein dickes DANKESCHÖN geht an dieser Stelle an meine Familie, die mich enorm unterstützt hat durch tatkräftige Mithilfe, das Ertragen von Staub, Lärm und meinem Frust, wenn alles mal wieder länger dauerte als gedacht. Danke – ihr seid die Besten!

Unser Held hat letzte Woche all seinen Mut zusammen genommen und ist in eine ihm unbekannte Welt aufgebrochen. In Neuland. Dort stehen ihm diverse Bewährungsproben bevor, er trifft auf neue Verbündete, aber auch auf Feinde. Schließlich kommt es zum alles entscheidenden Kampf, zur Konfrontation. Unser Held stellt sich seinem ganz persönlichen Feind: einer Person, Situation, einem Gefühl … – und siegt! Er hat seine Mission erfüllt und hält das, was er im Zuge seiner Reise erhalten wollte, in Händen. Welcher Art sein „Schatz“ ist, das ist vom Ziel der Reise abhängig. Er ist aber immer von großem Wert für den Helden.
Nun kann er sich auf den Heimweg machen. Ihm wird bewusst, welcher Gefahr er ins Auge geblickt – und sie überwunden hat. Durch die Reise ist er gewachsen. Er ist nicht mehr derselbe Mensch, der er war, als der Ruf des Abenteuers ihn ereilte.

Neuland. Gefahren. Ein Schatz. Es braucht Mut und treue Weggefährten, um solch ein Wagnis einzugehen. Mutig zu sein jedoch bedeutet nicht, die Angst komplett abgeschüttelt zu haben. Mutig zu sein bedeutet, trotz Angst Schritte zu gehen. Nicht nur einen, sondern immer noch einen. Bis man sein Ziel erreicht hat. Manche machen die Erfahrung, dass die Angst mit jedem Schritt, den man gegangen ist, weniger wird. Andere hingegen erleben Zeiten reduzierter Angst, aber mit einem Mal ist sie wieder da – überraschend präsent und eindrucksvoll.
Das sind die Momente, in denen so manch einer auf dem Absatz kehrt gemacht hat und im Schweinsgalopp zurück nach Hause rennt. Zurück zum Altbekannten. Der Moment, in dem das Sprichwort „lieber den Spatz in der Hand als die Taube auf dem Dach“ zum Tragen kommt. Wobei man vielleicht gerade mal zwei Schritte vom Ziel entfernt ist.

Zum Weiterdenken:
Gibt es eine Situation, wo du dir rückblickend wünschst, du hättest nicht aufgegeben? Wo wärst du heute, wenn du weiter gemacht hättest? Was hättest du damals an Unterstützung gebraucht, um weiter zu gehen?

Geben statt nur zu nehmen: Das ist mir wichtig! Aus diesem Grund bin ich seit etwa einem Jahr ehrenamtlich bei Radio sonnengrau in den Bereichen Redaktion und Konzeption aktiv. Denjenigen unter euch, die meinem Blog schon etwas länger folgen, dürfte das Projekt bereits bekannt sein. Alle anderen verweise ich auf die Homepage des Projekts (www.radiosonnengrau.de).

logo_radioSonnengrau

Kurz zusammengefasst: Radio sonnengrau ist Deutschlands erste Radiosendung, die sich mit Themen rund um psychische Erkrankungen, Seele und Mensch befasst. Jeden ersten Mittwoch im Monat, jeweils zwischen 19-21 Uhr, senden wir vom Offenen Kanal Lübeck aus. Über Livestream ist die Sendung weltweit zu empfangen. Alte Sendungen können zudem über den YouTube-Kanal von Radio sonnengrau jederzeit nachgehört werden.

Was mir an der Arbeit von Radio sonnengrau besonders gefällt: Es sind fast ausschließlich Betroffene im Team. Dementsprechend lebensnah sind die Themen der Sendungen. Psychische Erkrankungen sind noch immer für viele Menschen ein Tabu-Thema. Radio sonnengrau hat durch die Sendungen ein niederschwelliges Angebot geschaffen, das Menschen hilft, sich (anonym) über dieses Thema mit all seinen Facetten zu informieren. In den Sendungen kommen ganz unterschiedliche Menschen und Sichtweisen zu Wort: Therapeuten, Psychiater, Ärzte, Betroffene, Angehörige, Beratungsstellen u. v. m.

Dieses Konzept hat Radio sonnengrau 2014 zum Gewinner des DGPPN Antistigma-Preises gemacht. 2015 kam u. a. der startsocial-Bundespreis dazu. Nur wenn Menschen sich (ehrenamtlich) engagieren, können Projekte wie dieses bestehen – und wachsen.