P1170350Ein Jahr dafür gearbeitet, gestern kamen sie dann endlich an: meine Abschlüsse in Modern Psychology und als Creative Mindfulness-Coach. Bin so dankbar, dass ich die Möglichkeit hatte, mich mit dieser kreativ-achtsamen Methode auseinander zu setzen. Im Kern geht es immer wieder darum, Möglichkeiten zu entdecken, die man vorher vielleicht nicht im Blick hatte – und mit sich selbst in Kontakt zu sein.

Und wieder lautet die Frage: Was machst du eigentlich so bei/als VORWÄRTSLEBEN? Letzte Woche habe ich davon berichtet, dass ich spazieren gehe. Aber das natürlich nicht den ganzen Tag.
 
Was mache ich sonst noch so?
Ich arbeite an mir. Das kann ganz unterschiedlich aussehen: mich selbst besser kennen lernen (Macken, Fähigkeiten und meine “Themen”, die mich positiv oder negativ in Fahrt bringen), Fachliches dazu lernen etc.
 
P1160897Warum und wann mache ich das?
Ich glaube, dass es wichtig ist, sich selbst immer besser kennen zu lernen – und zwar mit allen Licht- und Schattenseiten. Das gilt für jeden Menschen, aber vielleicht noch mal besonders für Menschen, die wie im Bereich Coaching und Therapie intensiv mit anderen Menschen arbeiten. Denn wenn ich mir meiner Eigenarten bewusst bin, kann ich sie besser steuern – sowohl wie liebenswerten als auch die eher nervigen. 🙂 Und jeder Mensch hat so seine Themen, die ihn auf die Palme bringen, mauern lassen oder aber in einen freudigen und quasi unstoppbaren Redefluss versetzen. Das schließt auch mich mit ein und hört an der Tür zur Praxis leider nicht auf. (Wäre doch schön, so ein Schalter, der sich umlegt, sobald man mit Klienten zu tun hat … leider wohl nur ein Traum.) Aus diesem Grund versuche ich, mich immer besser kennen zu lernen: Damit ich ein immer besseres Gegenüber für die Leute bin, die zu mir kommen. Und klar, fachlich gibt es immer etwas dazu zu lernen. Deshalb lese ich Bücher und besuche Weiterbildungen. Wann ich das mache? Die letzten drei Jahre quasi nonstop (gefühlt), aber auch in Zukunft regelmäßig. Ich wichtig, muss sein, bringt mich weiter und macht Spaß!

Weiter geht es mit der Inspirations-Reihe. Heute möchte ich euch gerne von einem Buch erzählen, das ich Ende letzten Jahres gelesen habe und das in den vergangenen Wochen meine Tage beeinflusst hat. Es ist das Buch “The 12 week year” des Autoren-Duos Brian P. Moran und Michael Lennington. Als eine Bekannte von dem Buch schwärmte, war ich erst skeptisch – vermutlich aufgrund des reißerischen Untertitels “Get more done in 12 weeks than others do in 12 months”. In dem Buch geht es letztlich darum, nicht mehr in Jahren zu denken, sondern in übersichtlicheren Zeiteinheiten – in diesem Fall 12 Wochen.

BuchtippsWie ihr schon ahnen könnt: Ich habe mir das Buch besorgt, meine Vorbehalte bestmöglich beiseite gelegt und angefangen zu lesen. Das Konzept erscheint mir logisch und ich versuche es gerade umzusetzen. Was mich aber wirklich inspiriert hat, waren ein paar Statements der Autoren. Sie haben mich inspiriert, weil sie mich provoziert haben. Eines davon hatte ich an anderer Stelle glaube ich schon genannt: Dass wir oft gar nicht wissen, ob ein Plan wirklich aufgegangen wäre, weil wir vorzeitig abbrechen. Und auch der Gedanke, dass es verschiedene Möglichkeiten gibt, den Erfolg eines Vorhabens zu messen: Zum einen daran, ob das Ziel erreicht wurde – logisch. Zum anderen aber auch daran, dass man wirklich alle für den Erfolg nötigen Schritte gegangen ist. Ein großer Auftrag kann einem in den Schoß fallen – das liegt dann aber vielleicht eher an glücklichen Umständen als am eigenen Engagement. Es kann aber auch sein, dass man das anvisierte Ziel nicht erreicht. Dann ist es wichtig zu gucken, woran es liegt: Hab ich den Plan nicht durchgezogen (ups, ertappt!) oder lag es an Umständen die außerhalb meines Einflussbereichs liegen? Die Konsequenzen, die ich daraus ziehe, sind grundverschieden.

Was ich daraus lerne: Es ist gut, seine Vorbehalte auch mal beiseite zu legen. Mir hat es ein paar für mich wichtige Aha-Momente beschert und eine neue Idee, meine Ziele anzugehen. Und darüber bin ich froh und gespannt, wie es sich in der Praxis bewährt.

Ich habe versprochen, euch von ein paar Dinge zu erzählen, die mich in letzter Zeit sehr angesprochen haben. Die erste Sache ist eine kleine Übung, die ich im Rahmen meiner Weiterbildung zum Creative Mindfulness-Coach gemacht habe. Und zwar ging es darum, sich eine Woche lang zu erlauben, neugierig zu sein.
P1180878Mit neugierig meine ich nicht, seine Nase in Dinge zu stecken, die einen nichts angehen. Gemeint ist, mit offenen Augen durch den Alltag zu gehen, Dinge nicht als gegeben hinzu nehmen, Neues zu entdecken und zu lernen. Es war sehr spannend zu sehen, wie viele Dinge mich angesprochen und neugierig gemacht haben. Dinge, die ich normalerweise gerade mal eines flüchtigen Blickes gewürdigt hätte. Immer öfter habe ich es in dieser Woche geschafft, in diesen Momenten kurz inne zu halten. Mal habe ich mir dann einfach eine Minute Zeit genommen, um Schönes zu bestaunen. Ein anderes Mal habe ich Dinge recherchiert, die mich interessiert haben – über Personen und ihre Lebensgeschichte, über die Wirkung von Farben, die Herstellung von Gegenständen …
Es war erstaunlich, was ich alles Spannendes dazu lernen konnte. Und das Beste daran: Es hat sich nicht wie Arbeit angefühlt. Denn mir würde ja nicht gesagt, ich sollte Dieses oder Jenes tun – es war meine eigene Neugier, die mich angetrieben hat. Dieses einwöchige Experiment liegt bereits ein paar Monate zurück. Mittlerweile laufe ich nicht mehr als Dauer-Neugierige durch die Gegend. Aber ich erlaube mir viel öfter als früher, meiner Neugier zu folgen, bewusst wahrzunehmen was ist, Neues zu entdecken. Und das tut einfach nur gut! Herzliche Einladung, heute auch mal bewusst neugierig durch den Tag zu gehen.

Erster Arbeitstag nach dem Urlaub – ein Bekannter nannte ihn immer den “Scharniertag”. Und das ist er auch irgendwie: Man sitzt wieder am Schreibtisch, beantwortet die Mails, die in der Urlaubszeit eingegangen sind, sortiert sich, startet vorsichtig zurück in die Arbeit. Genau das tue ich heute. Und je länger ich am Schreibtisch sitze und mich orientiere, je mehr freue ich mich wieder auf die Arbeit mit all seinen bunten Facetten.
Apropos bunt: Ich liebe es, Neues kennen zu lernen und mich von Menschen und Dingen inspirieren zu lassen. Denn das bringt Farbe ins Leben. Darum möchte ich den ersten Monat des Jahres nutzen, um euch ein paar Dingen teilhaben zu lassen, die mich in letzter Zeit begeistert haben. Muss gerade noch ausknobeln, wovon ich als erstes erzähle … aber sobald ich es weiß, gibt es einen neuen Post von mir. 🙂
Mich würde aber erst noch interessieren, wer oder was euch in letzter Zeit inspiriert, begeistert, positiv herausgefordert etc. hat. Bücher, Menschen, Situationen – ganz gleich. Ich freu mich drauf, von euch zu hören … und mich inspirieren zu lassen!

Es ist Dezember. Das Jahr ist mal wieder wie im Flug vergangen. Mit zwei parallel laufenden Weiterbildungen in integrativer Psychotherapie sowie kreativer Achtsamkeit war Neues lernen ein großes Thema. Und wirklich wahr: Ich habe viel gelernt und das sowohl fachlich als auch persönlich.
6-7So werde ich die letzten Wochen des Jahres nutzen, um alles noch mal Revue passieren zu lassen: Was waren meine wichtigsten Aha-Momente, wofür bin ich besonders dankbar, was durfte ich lernen, woran durfte ich wachsen? Und ich werde einen Blick aufs kommende Jahr werfen, werde Pläne schmieden, träumen, Weichen stellen. In dem Wissen, dass ganz viel in meiner Hand liegt – aber nicht alles.

Was hatte dein 2016 bisher für dich parat? Was sind deine Hoffnungen und Pläne für 2017 – und wie willst du sie Realität werden lassen?

Glück ist für mich, mich während der Arbeitszeit mit dem Thema Kreativität auseinander setzen zu dürfen.

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Was ist Kreativität eigentlich? Ich merke: Kreativität ist weit mehr als hübsche Bilder zu malen. Kreativität ist die Fähigkeit, mit neuen Situationen umzugehen. Kreativität hat viele Gesichter. Kreativität ist Medizin.

Heute ist der 2. Advent – Nikolaustag. Für unsere Tochter steht schon ein gefüllter Stiefel im Flur.
Was mich an Tagen wie diesen besonders freut, ist, dass sie schon früh verstanden hat, dass Geben und Nehmen sich abwechseln. So finden auch wir als Eltern jedes Jahr eine Kleinigkeit in unseren Schuhen. Und das schon lange bevor sie ihr erstes Taschengeld bekommen hat. Sie nimmt einfach das, was ihr zur Verfügung steht: eine Süßigkeit aus ihrer Süßigkeiten-Box, ein selbstgemaltes Bild, eine kleine Bastelei, oft garniert mit einer festen Umarmung, einem Küsschen und/oder einem „Ich hab dich lieb!“ Sie erinnert mich daran, dass etwas zu schenken nicht zwingend etwas kosten muss. Zumindest kein Geld. Entscheidend ist der Gedanke und das Herz!
In diesem Sinne wünsche ich euch einen Nikolaustag, an dem ihr beschenkt werdet und vielleicht ja auch selbst zu Schenkenden werdet.