WORTBEWEGER sein – das ist nicht nur Teil meiner Arbeit (www.wortbeweger.de), sondern ein echtes Herzensanliegen von mir. Gestern war wieder so ein Tag, wo unbedacht ausgesprochene Worte mir das Herz zerrissen haben. Meine Tochter ist für ihr Alter vergleichsweise klein und wird seit Jahren jeden Sommer gefragt, ob sie sich denn auf ihre Einschulung freue – zum letzten Mal diesen Sommer, als sie auf die weiterführende Schule gewechselt hat. Gestern wieder so eine Situation: Es wurden zum Valentinestag in der Buchhandlung Geschenke verteilt – Bücher und andere Kleinigkeiten. Als sie nun ein Buch aussuchen wollte, reichte ihr die Verkäuferin einen Schlüsselanhänger – denn für die Bücher (ab 8 Jahre) wäre sie ja noch zu klein. Als sie mir davon erzählte, musste ich mit den Tränen kämpfen. Worte bewegen, positiv wie auch negativ, egal ob “nur so dahingesagt” oder ganz bewusst ausgesprochen. Worte treffen und bleiben hängen. Immer wieder höre ich von Menschen, die an Worten, die oft schon lange zurückliegen, zu knabbern haben. Die sich wie ein Widerhaken in ihre Herzen eingedrungen, darin steckengeblieben sind und sich chronisch entzündet haben. Viele dieser Worte sind nicht böse gemeint. Manche möchten sie zurücknehmen, aber einmal ausgesprochen, sind sie raus und wirken. Was tun? Sich ärgern bringt nichts. Stattdessen gilt es, zu versuchen, Wortbeweger im besten Sinne des Wortes zu sein: Lasst uns helfen, durch Zuhören und das Entgegensetzen positiver wahrer Worte beim “Entgiftungsprozess” zu helfen. So kann der Widerhaken sich nach und nach lösen und die Wunde immer weiter abheilen. Lasst uns diese Woche mit guten Worten das Leben unserer Mitmenschen bewegen!

Dankbarkeits-Frage der Woche:

Viele Menschen bereichern unser Leben. Manchmal durch echte „Highlights“, viel häufiger aber durch scheinbare Selbstverständlichkeiten – zumindest aus ihrer Sicht. Es tut gut, das Gute bewusst wahrzunehmen – und sich die Zeit zu nehmen, die empfundene Dankbarkeit der Person gegenüber auszudrücken.
Wem möchtest du dieses Wochenende Danke sagen?
Wofür und wie könnte das konkret aussehen: von Angesicht zu Angesicht, telefonisch, in Form einer schönen Karte oder …?

20140707_081449Ich möchte den 2. Geburtstag von VORWÄRTSLEBEN zum Anlass nehmen, einer Gruppe von Menschen ganz herzlich zu danken: meinen Kunden. Danke, dass ihr mir euer Vertrauen geschenkt habt. Danke für im wahrsten Sinne des Wortes bewegende Gespräche bei Spaziergängen um den Herrenteich, für euer Einlassen auf kleine Experimente mit Aha-Effekt, für kreative Momente voller Achtsamkeit, für viele tiefe Gespräche bei einer Tasse Kaffee, für mutige Schritte, Perspektiven und dass wir immer wieder in der Lage waren, den Herausforderungen ins Gesicht zu lachen. Danke!

Unser Held kehrt von seiner Reise nach Hause zurück. In Filmen ist dies oft der Punkt, an dem das Heimatdort eine Party schmeißt und er als großer Held gefeiert wird. Vielleicht ist er aufgebrochen, um ein Heilmittel zu besorgen oder etwas ähnlich Bedeutendes, auf das die Gemeinschaft gewartet hat.
In der Realität ist die Heimkehr leider nicht immer mit einer großen Willkommensfeier verbunden, nicht mit Freudentränen, sondern mit irritierten Blicken: Die Person, die ausgezogen ist, um Neues zu entdecken – für sich persönlich oder zum direkten Nutzen für alle –, hat sich verändert. Sie hat Dinge erlebt, die die Zurückgebliebenen nicht erlebt haben. Er hat über den sprichwörtlichen Tellerrand geguckt, möglicherweise einschneidende Erfahrungen gemacht. Dinge, die die Gemeinschaft nicht zwingend auf Anhieb verstehen und nachvollziehen kann. Da diese Dinge so frisch sind, ist der zurückgekehrte Held vielleicht auch noch gar nicht in der Lage, von den Ereignissen angemessen zu berichten. Diese Veränderung kann Angst machen: „Ist das noch die Person, die wir kannten?“ Die Antwort auf diese Frage lautet ja – und nein.
Jeder von uns macht Erfahrungen, die uns prägen. Manche sind gewollt, manche nicht. Richtig ins Leben integriert, sorgen sie für persönliches Wachstum, für Reife. Bei der Heldenreise verhält es sich ganz ähnlich. Der entscheidende Punkt ist der, dass wir uns bewusst für neue Erfahrungen entscheiden – für den Aufbruch in neue Welten, mögen sie aufregend groß oder eher klein sein.

Zum Weiterdenken:
Wie hast du Veränderung in deinem Leben wahrgenommen: Als etwas, das dich von anderen trennt, vereint, verwirrt …? Wie geht es dir damit, wenn Freunde Erfahrungen machen, mit denen du nichts anfangen kannst?

Diese Woche geht es um die Menschen, mit denen du keine, wenig oder aber auch viel Zeit verbringst. Sie können Kraftspender oder Energiesauger sein. Und nicht jeder Freund ist in jeder Situation der richtige Ansprechpartner. Spannende Fragen!
Um dich schon mal ein wenig einzustimmen, überleg doch mal, welche Menschen Teil deines Lebens sind. Ohne zu werten oder großartig zu analysieren. Einfach mal reinfühlen. Ab morgen gibt es dann konkrete Fragen zum Weiterdenken und – wenn du magst – reflektieren, tiefer gehen, handeln. Ich hoffe, du bist dabei – und freu mich auf Rückmeldung von dir!

Ich mochte sie, die Küchenprofis, Küchenchefs und natürlich auch den Restauranttester. Es hat mich begeistert, wenn mit einem durchdachten, stimmigen Konzept, fachlichem Knowhow und Motivation ein Restaurant vor der Schließung gerettet wurde.
Das war früher. Kürzlich habe ich beim Zappen durch das Programm wieder reingeschaut – und war geschockt. Natürlich wurde auch da noch getestet, gewirbelt, ermutigt, optimiert. Aber irgendetwas schien verkehrt. Es ging nicht mehr darum, eine übergroße Speisekarte runterzubrechen. Es ging nicht um eine ansprechende Einrichtung, Klärung der Zielgruppe oder fachlichen Input. Da wurden stattdessen sehr teure neue Geräte gekauft und in eine total versiffte Küche gestellt. Mein Punkt ist folgender: Eine Küche zu putzen, das kann jeder. Das sind die Basics. Und wenn die nicht mal klar sind, dann stimmt grundsätzlich etwas nicht – zumindest ist das mein Empfinden.
Lustigerweise erzählten mir in der darauf folgenden Woche drei Personen, dass sie diese Shows nicht mehr gucken. Weil diese Vorgehensweise wohl eher die Regel als die Ausnahme ist. Und der durch die Shows geförderte Erfolg oft nur von kurzer Dauer ist.
Ich schüttle den Kopf darüber – und muss mich gleichzeitig an der eigenen Nase packen. Vielleicht geht es dir ganz ähnlich: Wir hoffen auf den „quick fix“, auf die schnelle Lösung. Mit einer Turbodiät 5-10 Kilo abnehmen und schon strotzt man nur so vor Selbstbewusstsein; vom Partner trennen, den Job wechseln und schon ist man alle Sorgen los; mit dem Wochenende im Wellness-Hotel soll der Stress der letzten Monate abgeschüttelt werden. Und ja, natürlich macht es etwas mit einem, wenn man abnimmt etc. Aber damit allein ist es oftmals nicht getan. Veränderung ist kein Sprint, sondern ein Dauerlauf. Und zwar einer, den man schaffen kann – besonders wenn man Unterstützung an seiner Seite hat!

Überleg mal:
1. Welche Veränderung möchtest du gerne in deinem Leben sehen?
2. Welche Personen (Freunde, Fachleute …) willst du ins sprichwörtliche Boot holen, um dich in diesem Prozess zu unterstützen?

VORWÄRTSLEBEN ist für dich da – damit du dein Ziel erreichst!