Du hast Lust, dich selbst (noch) besser kennen zu lernen, weißt aber nicht wie? Dann melde dich. Ich unterstütze dich gerne auf deinem Weg und das ganz flexibel vor Ort in meiner Praxis in Reinfeld, per Telefon oder Skype oder aber in Form eines einmonatigen Online-Coachings per Mail.

Du hast gerade keinen Bedarf, kennst aber jemanden, für den das interessant sein könnte? Dann lass ihn oder sie wissen, dass es VORWÄRTSLEBEN gibt. Gerne schicke ich dir auch Flyer.

Ich habe versprochen, euch von ein paar Dinge zu erzählen, die mich in letzter Zeit sehr angesprochen haben. Die erste Sache ist eine kleine Übung, die ich im Rahmen meiner Weiterbildung zum Creative Mindfulness-Coach gemacht habe. Und zwar ging es darum, sich eine Woche lang zu erlauben, neugierig zu sein.
P1180878Mit neugierig meine ich nicht, seine Nase in Dinge zu stecken, die einen nichts angehen. Gemeint ist, mit offenen Augen durch den Alltag zu gehen, Dinge nicht als gegeben hinzu nehmen, Neues zu entdecken und zu lernen. Es war sehr spannend zu sehen, wie viele Dinge mich angesprochen und neugierig gemacht haben. Dinge, die ich normalerweise gerade mal eines flüchtigen Blickes gewürdigt hätte. Immer öfter habe ich es in dieser Woche geschafft, in diesen Momenten kurz inne zu halten. Mal habe ich mir dann einfach eine Minute Zeit genommen, um Schönes zu bestaunen. Ein anderes Mal habe ich Dinge recherchiert, die mich interessiert haben – über Personen und ihre Lebensgeschichte, über die Wirkung von Farben, die Herstellung von Gegenständen …
Es war erstaunlich, was ich alles Spannendes dazu lernen konnte. Und das Beste daran: Es hat sich nicht wie Arbeit angefühlt. Denn mir würde ja nicht gesagt, ich sollte Dieses oder Jenes tun – es war meine eigene Neugier, die mich angetrieben hat. Dieses einwöchige Experiment liegt bereits ein paar Monate zurück. Mittlerweile laufe ich nicht mehr als Dauer-Neugierige durch die Gegend. Aber ich erlaube mir viel öfter als früher, meiner Neugier zu folgen, bewusst wahrzunehmen was ist, Neues zu entdecken. Und das tut einfach nur gut! Herzliche Einladung, heute auch mal bewusst neugierig durch den Tag zu gehen.

Erster Arbeitstag nach dem Urlaub – ein Bekannter nannte ihn immer den “Scharniertag”. Und das ist er auch irgendwie: Man sitzt wieder am Schreibtisch, beantwortet die Mails, die in der Urlaubszeit eingegangen sind, sortiert sich, startet vorsichtig zurück in die Arbeit. Genau das tue ich heute. Und je länger ich am Schreibtisch sitze und mich orientiere, je mehr freue ich mich wieder auf die Arbeit mit all seinen bunten Facetten.
Apropos bunt: Ich liebe es, Neues kennen zu lernen und mich von Menschen und Dingen inspirieren zu lassen. Denn das bringt Farbe ins Leben. Darum möchte ich den ersten Monat des Jahres nutzen, um euch ein paar Dingen teilhaben zu lassen, die mich in letzter Zeit begeistert haben. Muss gerade noch ausknobeln, wovon ich als erstes erzähle … aber sobald ich es weiß, gibt es einen neuen Post von mir. 🙂
Mich würde aber erst noch interessieren, wer oder was euch in letzter Zeit inspiriert, begeistert, positiv herausgefordert etc. hat. Bücher, Menschen, Situationen – ganz gleich. Ich freu mich drauf, von euch zu hören … und mich inspirieren zu lassen!

Es gibt ein provokatives Statement von Jens Corssen, den ich sehr regelmäßig zitiere: “Wo ich bin, will ich sein.” Gut, ich würde das nicht absolut setzen – und doch steckt da viel mehr Wahrheit drin als man auf den ersten Blick vielleicht meint. Im Kern geht es Corssen darum, dass wir (fast) immer eine Wahl haben. “Ich würde ja so gerne …, aber das geht ja nicht.”
Hinter solche Aussagen mache ich gerne erst mal ein gedankliches Fragezeichen, sowohl bei bei meinen Mitmenschen als auch bei mir selber (so ich mich denn dabei ertappe … das geht ja bei anderen oft leichter). Denn oft stimmt die Aussage nicht. Richtiger wäre es zu sagen: “Ich würde ja so gerne …, aber es gibt Dinge, die mir gerade wichtiger sind.” Ich glaube, es ist Corssen, der in seinem Buch von einem Mann erzählt, der gerne auswandern würde. “… aber das geht ja nicht …” Nach dem Warum gefragt, antwortet der Mann, dass er sich um seine alten Eltern kümmern muss, dass er die Sprache des Landes nicht kann, das Gesundheitssystem dort auch nicht so berauschend sei und außerdem sei die Frage, ob er dort überhaupt eine Arbeit findet.
P1160897Natürlich sind das Argumente – gute Argumente sogar. Nur wäre es nicht sinnvoll zu sagen, dass der Mann mehr Gründe gefunden hat, nicht auszuwandern als auszuwandern? Dass das alte Leben zwar nicht so aufregend, aber dennoch attraktiver ist, da sicherer, bequemer etc.? Denn das sorgt dafür, dass man aus dieser Ohnmachtshaltung (“Es geht ja nicht!”) raus kommt und rein in die Eigenmacht, handlungsfähig wird, weil man selbst es ist, der entscheidet.
Vielleicht ja mal eine Idee fürs bevorstehende Wochenende: sich fragen, ob etwas wirklich nicht geht oder es einfach Dinge gibt, die wichtiger/stärker/attraktiver sind. Und von da aus zu gucken, ob man Frieden damit hat, dass es so ist, wie es ist, oder ob man daran etwas ändern möchte.
 
PS: Falls du dir Unterstützung wünschst, melde dich. Dank Internet und Telefon sind Dinge wie räumliche Entfernung ja zum Glück kein Hindernis! 🙂
Update:
Ich hatte eine tolle Woche! Bin meiner Neugier gefolgt und habe viel Neues gelernt über die Wirkung von Farben, bestimmte Symbole, Personen, fremde Länder und Möglichkeiten, seinen Gedanken auf die Spur zu kommen (um sie ggf. zu hinterfragen) sowie die Wirkung von Katzen auf die Gemütslage von Menschen. Ich fand’s spannend und werde in Zukunft viel öfter meiner Neugier nachgeben. Es gibt so viel zu entdecken!
Nun liegen ein paar arbeitsfreie Wochen vor mir und ich freu mich drauf! Spätestens Anfang September melde ich mich wieder bei euch. Haltet die Ohren steif und macht’s gut! 🙂

Ich liebe es, neue Dinge auszuprobieren und in dem Zuge meine Komfortzone auch immer ein wenig zu erweitern. Diese Woche mache ich ein kleines Experiment: Jeden Morgen nehme ich mir ein paar Minuten Zeit, um meine Augen und Gedanken schweifen zu lassen – allerdings nicht (wie sonst oft) zu den Bergen unerledigter ToDos, meinen Befürchtungen oder anderen Dingen, die die morgendliche Frische direkt erschlagen. Nein, stattdessen suche ich nach Dingen, die meine Neugier wecken.

Gestern war es das Gelb der Sonnenblume auf dem Wohnzimmertisch. Ich habe mich gefragt, wie viele Gelbtöne es eigentlich gibt und welche Wirkung Farbe (und natürlich vor allem gelb) auf Menschen hat. So habe ich ein wenig gegoogled und das ein oder andere Interessante dazu gelernt. Heute früh habe ich ein paar Nachforschungen zu einer Autorin anstellen, deren Name in letzter Zeit des Öfteren meinen Weg gekreuzt hat – auch das war spannend. Heute Nachmittag will ich noch versuchen rauszufinden, was für ein Baum das eigentlich ist, den ich täglich vom Schlafzimmerfenster aus sehe.

Wird sich mein Leben durch dieses Experiment dramatisch verändern? Wahrscheinlich nicht. Aber es tut mir gut, mich mal ganz bewusst mit Dingen zu beschäftigen, die mich neugierig machen. Und bei denen ich normalerweise nicht nachhake, weil ja auch so viele andere, scheinbar wichtigere Dinge zu erledigen sind.

Wie wäre es: Willst du beim Neugier-Experiment mitmachen? Ich bin gespannt auf deine Erfahrungen!